Andaw Thein Pagoda

Andaw Thein Pagoda

Rakhine

70/10090 min

Die Andaw-Thein-Pagode, auch als Andaw-thein Temple bekannt, ist ein bedeutender buddhistischer Tempel in Mrauk U im Bundesstaat Rakhine, Myanmar. Er wurde zunächst zwischen 1515 und 1521 als Ordinationshalle errichtet, vom König Thazata. Später wurde er von nachfolgenden Königen restauriert und erweitert, um eine heilige Zahnreliquie des Buddha zu beherbergen, die aus Sri Lanka gebracht worden war. Architektonisch ist der Tempel vor allem wegen seines achteckigen zentralen Heiligtums bekannt, das von zwei ineinanderliegenden achteckigen Korridoren umgeben ist. Hinzu kommen sechzehn kleinere Schreine, in denen jeweils Buddha-Darstellungen zu sehen sind. Das Hauptheiligtum wird von einer glockenförmigen Stupa mit segmentiertem Kuppelaufbau gekrönt – ein Merkmal des frühen Mrauk-U-Stils. Im Inneren wirkt der Tempel wie eine Festung: mit nur wenigen Öffnungen, die die feierliche und heilige Atmosphäre noch unterstreichen. Im Inneren können Besucher 175 Buddha-Bilder entdecken, darunter sechs stehende Statuen in der Gebetshalle, die verschiedene Mudras zeigen – Symbole für zentrale buddhistische Lehren. Besonders hervorzuheben sind zudem die kunstvollen Reliefs, die buddhistische und hinduistische Bildwelten miteinander verschmelzen. Dazu gehören Darstellungen von Ganesh, Shiva, Brahma und Garuda – ungewöhnlich für einen buddhistischen Tempel und zugleich ein Hinweis auf die kulturelle Synkretik der Region. Diese Kombination aus religiöser Kunst, historischen Reliquien und der charakteristischen Architektur macht die Andaw-Thein-Pagode zu einem einzigartigen spirituellen und kulturellen Wahrzeichen in Myanmar.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Andaw-Thein-Pagode ist die Trockenzeit, um Regenfälle während der Monsunzeit zu vermeiden. Da der Ort in Mrauk U sehr beliebt ist, sollten Besucher Tickets am besten im Voraus kaufen. Aufgrund der religiösen Bedeutung des Tempels wird angemessene, schlichte Kleidung empfohlen. Geführte Touren können helfen, die reiche Bildsprache und Geschichte besser zu verstehen. Gegebenenfalls gibt es Ermäßigungen für Studierende und Gruppen.

Interessante Fakten

  • Der Tempel beherbergt eine heilige Zahnreliquie des Buddha, von der gesagt wird, dass sie aus Sri Lanka gebracht wurde.
  • Die Zahnreliquie ist etwa 3¼ Zoll lang und nahezu ebenso dick.
  • Im Tempel gibt es 175 Buddha-Bilder, darunter sechs stehende Statuen mit unterschiedlichen Mudras.
  • Die Architektur des Tempels zeigt ein achteckiges zentrales Heiligtum mit zwei ineinanderliegenden achteckigen Durchgängen.
  • Zu den kunstvollen Reliefs zählen hinduistische Gottheiten wie Ganesh, Shiva und Brahma neben buddhistischen Gestalten – ein Ausdruck kultureller Synkretik.
  • Eine goldene Reliquienkapsel mit der Zahnreliquie wurde einst gestohlen, doch die Reliquie wurde wiedergefunden und in einer silbernen Umhüllung untergebracht.

Geschichte

1515

Die Andaw-Thein-Pagode wurde ursprünglich zwischen 1515 und 1521 von König Thazata als Ordinationshalle errichtet.

In der Mitte des 16.

1534

Jahrhunderts ließ König Ming Phalaung den Tempel restaurieren (1534–1542).

1596

1596 renovierte König Min Razagyi den Tempel, um eine heilige Buddha-Zahnreliquie zu beherbergen, die aus Sri Lanka gebracht worden war.

Damit wandelte sich der Ort zu einer bedeutenden Pilgerstätte.

Im Laufe der Jahrhunderte bewahrte der Tempel seinen einzigartigen architektonischen Stil und seine religiöse Bedeutung in der Region Mrauk U.

Ortsführer

1
Zentraler achteckiger Schrein16th century

Das wichtigste Merkmal des Tempels ist der achteckige zentrale Schrein, umgeben von zwei ineinanderliegenden achteckigen Korridoren. So zeigt sich hier die frühe Tempelarchitektur von Mrauk U mit einer festungsartigen Steinbauweise.

2
Gebetshalle und Buddha-Statuen16th century

Eine große Gebetshalle am östlichen Eingang enthält sechs stehende Buddha-Statuen, von denen jede unterschiedliche Mudras zeigt, die bedeutende buddhistische Lehren symbolisieren – wie etwa die Herabkunft vom Himmel der dreiunddreißig Götter.

3
Reliefs buddhistischer und hinduistischer Figuren16th century

Die Thronaufbauten des Tempels tragen kunstvolle Schnitzereien sowohl buddhistischer als auch hinduistischer Gottheiten – darunter Ganesh, Shiva, Brahma und Garuda sowie mythische Geschöpfe. Diese ungewöhnliche Mischung hebt die kulturelle und religiöse Synkretik der Region besonders hervor.