Koe Thaung Temple

Koe Thaung Temple

Rakhine

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Der Koe Thaung Temple, auch bekannt als „Tempel der 90.000 Buddha-Bilder“, ist der größte Tempelkomplex der antiken Stadt Mrauk U in Rakhine, Myanmar. Er wurde zwischen 1554 und 1556 von König Dikkha erbaut und ist für seine riesige Anzahl geschnitzter Buddha-Statuen berühmt – jede mit einzigartigen Gesichtszügen –, die in inneren Kammern untergebracht sind. Besonders hervorzuheben ist die Bauweise des Tempels: labyrinthartige Gänge, die sich nach innen winden, bis hin zu einer zentralen Kammer, über der ein großer glockenförmiger Stupa thront. Der Tempel hat vier Eingänge, die mit den Himmelsrichtungen ausgerichtet sind; der Haupteingang im Osten führt Besucher durch einen tonnengewölbten Korridor, gesäumt von großen, sitzenden Buddha-Statuen in der Bhūmisparśa-mudrā-Position. Die Architektur des Tempels verbindet Sandstein und Ziegel und wirkt dadurch unverwechselbar im Vergleich zu den nahegelegenen Tempeln, die ausschließlich aus Sandstein bestehen. Historisch glaubten die Einheimischen, der Tempel habe einst neun Terrassen besessen, von denen im Laufe der Zeit jedoch viele eingestürzt sind – vermutlich durch Erdbeben. In den 1980er-Jahren wiederentdeckt, nachdem er von dichtem Bewuchs verborgen war, spiegelt der Koe Thaung Temple zudem kulturelle Verbindungen zu Sri Lanka wider: Das zeigen Bronzen und Skulpturen aus Ceylon, die vor Ort gefunden wurden. Trotz einiger Schäden und fortschreitendem Verfall ist er nach wie vor ein bedeutendes religiöses und historisches Bauwerk in Myanmar.

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Tipp: Besucher sollten den Tempel in den kühleren Tageszeiten erkunden, etwa früh am Morgen oder am späten Nachmittag, um der Mittagshitze zu entgehen. Aufgrund der verwinkelten Gänge und unebenen Flächen wird empfohlen, bequemes Schuhwerk zu tragen. Tickets im Voraus oder im Rahmen einer geführten Tour zu kaufen, kann das Erlebnis verbessern und liefert tiefere Einblicke in die Geschichte. Auch wenn der Tempel das ganze Jahr über geöffnet ist, bietet die Trockenzeit die angenehmere Wetterlage für Besichtigungen. Aus Respekt vor dem religiösen Ort wird schlichte, angemessene Kleidung empfohlen.

Interessante Fakten

  • Der Koe Thaung Temple wird manchmal wegen seiner Größe und der kunstvollen Gestaltung „Rakhine Borobudur“ genannt, obwohl er kleiner ist als der Borobudur-Tempel in Indonesien.
  • Im Tempel befinden sich Tausende kleiner Buddha-Bildwerke im Basrelief entlang der Korridorwände; größere Statuen stehen in der Bhūmisparśa-mudrā-Position.
  • Eine lokale Legende besagt, der Tempel sei von einem Blitz oder einem Feuerblitz getroffen worden, weil er die Anzahl der Buddha-Bilder des Shite Thaung Temple übertraf.
  • Der Tempel war bis zu seiner Wiederentdeckung in den 1980er-Jahren unter dichtem Bewuchs verborgen, nachdem er jahrhundertelang verschollen war.
  • Am Koe Thaung Temple gefundene Artefakte aus Ceylon deuten auf enge historische Verbindungen zwischen dem Königreich Arakan und sri-lankischen Buddhisten im 16. Jahrhundert hin.

Geschichte

1554

Der Koe Thaung Temple wurde zwischen 1554 und 1556 in der Regierungszeit von König Dikkha in der antiken Hauptstadt Mrauk U errichtet.

000

Er war dafür gedacht, 90.000 Buddha-Bilder zu beherbergen und übertraf damit den früheren Shite Thaung Temple, der 80.000 enthielt.

Im Laufe der Jahrhunderte erlitt der Tempel durch Naturereignisse wie Erdbeben Schäden, die zum Einsturz seiner ursprünglichen Terrassen führten.

Der Tempel wurde unter dichtem Bewuchs verborgen, bis er in den 1980er-Jahren wiederentdeckt wurde.

Historische Fundstücke aus Ceylon, die am Fundort gefunden wurden, deuten auf aktive kulturelle und religiöse Austauschbeziehungen zwischen dem Königreich Arakan und der buddhistischen Gemeinschaft in Sri Lanka im 16.

Jahrhundert hin.

Ortsführer

1
Haupteingang im Osten und tonnengewölbter Durchgang16th century
König Dikkha

Der Haupteingang führt durch einen langen, tonnengewölbten Korridor, der sich nach innen windet. Auf beiden Seiten stehen große, sitzende Buddha-Statuen, die auf gestuften steinernen Podesten ruhen. So werden Besucher in das verwinkelte, labyrinthartige Innere des Tempels hineingeführt.

2
Zentrale Kammer mit glockenförmigem Stupa16th century
König Dikkha

Im Herzen des Tempels befindet sich eine zentrale Kammer mit einem großen glockenförmigen Stupa. Er steht symbolisch für die buddhistische Kosmologie und dient als spiritueller Mittelpunkt des gesamten Tempelkomplexes.

3
Innere Kammern mit geschnitzten Buddha-Statuen16th century
König Dikkha

Die inneren Kammern des Tempels beherbergen zahlreiche Buddha-Statuen. Jede ist einzigartig geschnitzt, mit unverwechselbaren Details im Gesicht, und teilweise mit grünem Flechtenbewuchs bedeckt. Das verleiht ihnen ein altes, ruhiges Aussehen.