Staudamm von Markala

Staudamm von Markala

Koulikoro

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Der Staudamm von Markala ist eine bedeutende Bewässerungsanlage am Niger in der Gemeinde Markala in der Region Ségou in Mali. Er wurde von französischen Kolonialbehörden zwischen 1934 und 1945 errichtet und sollte ursprünglich landwirtschaftliche Flächen für den Baumwollanbau bewässern, um die Textilindustrie zu unterstützen. Der Damm ist 2.450 Meter lang und funktioniert als Wehranlage: Das Wasser kann über die Oberseite fließen, während es in ein Kanalsystem abgeleitet wird, das 135 Kilometer nach Norden verläuft. Dieser Kanal bewässert etwa 750 Quadratkilometer Ackerland in der Region „Delta Mort“, einschließlich Gebieten in der Nähe der Orte Niono und Sokolo. Das Bewässerungssystem wird von der Office du Niger verwaltet und leistet einen großen Beitrag zur Landwirtschaft in Mali. Es produziert etwa 320.000 Tonnen Reis in den Jahren 1999/2000, was 40 Prozent der gesamten Reiserzeugung des Landes entsprach. Der Damm dient zudem als wichtige Straßenbrücke; das Hauptdorf Diamarabougou liegt auf seinem rechten Ufer. Obwohl der Damm sich mitten in der Gemeinde Markala befindet, liegt das bewässerte Ackerland nördlich außerhalb der Gemeindegrenzen. Bis etwa 2008 wurde das Gebiet vom Markala Airport angeflogen, wodurch der Zugang zur Region erleichtert wurde.

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Tipp: Wer den Staudamm von Markala besucht, sollte die Reise in der Trockenzeit planen, um eine bessere Erreichbarkeit und klarere Ausblicke zu haben. Obwohl der Damm selbst ein technisch beeindruckendes Bauwerk ist, kann es sich lohnen, geführte Touren über die lokalen Behörden oder die Office du Niger zu organisieren, um tiefere Einblicke in die Bewässerungsabläufe und die Bedeutung für die regionale Landwirtschaft zu erhalten. Es gibt keine Ticketanforderungen, jedoch wird eine vorherige Abstimmung empfohlen. Besucher profitieren unter Umständen von lokalem Wissen zu den Transportmöglichkeiten, da der nahegelegene Flughafen um etwa 2008 den Betrieb eingestellt hat.

Interessante Fakten

  • Der Damm leitet jährlich etwa 2,7 Kubikkilometer Wasser um, das entspricht ungefähr 8,3% des gesamten Abflusses des Niger.
  • Der Staudamm von Markala bewässert rund 750 Quadratkilometer (75.000 Hektar) Ackerland und ist damit zentral für Malis Reisanbau.
  • In den Jahren 1999/2000 lieferte das Bewässerungssystem 320.000 Tonnen Reis und machte damit 40% der gesamten Reiserzeugung von Mali aus.

Geschichte

1934

Der Staudamm von Markala wurde von französischen Kolonialbehörden von 1934 bis 1945 errichtet, mit dem Ziel, Ackerland für die Baumwollproduktion zu bewässern, um die Textilindustrie zu beliefern.

Im Laufe der Zeit verlagerte sich seine Rolle vor allem auf die Bewässerung für den Reisanbau und unterstützte einen beträchtlichen Teil der Reiserzeugung in Mali.

Das Kanalsystem des Damms wurde ausgebaut, um die Bewässerung nach Norden in die Region „Delta Mort“ zu erweitern.

Der Damm fungiert außerdem als Straßenbrücke und integriert die Transportinfrastruktur in sein Konzept.

2008

Der nahegelegene Markala Airport versorgte das Gebiet bis etwa 2008; danach basierte der Zugang auf dem Straßenverkehr.