Robev-Familienhaus

Robev-Familienhaus

Southwestern Region

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Das Robev-Familienhaus in der Südwestregion von Ohrid ist eine historische Doppelresidenz. Ursprünglich wurde es 1827 von den Robev-Brüdern Angjel und Anastas erbaut. Das Haus ersetzte ein älteres Gebäude und wurde als Zeichen des Reichtums und des gesellschaftlichen Ansehens der Familie errichtet – ein Spiegel ihrer weitreichenden Handelsverbindungen von Istanbul bis Wien, Triest und Leipzig. Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1861 wurde das Haus zwischen 1861 und 1863 neu aufgebaut. Dabei leitete der Baumeister Todor Petkov aus Westmazedonien den Wiederaufbau und die Ausstattung mit Holzarbeiten im Inneren, darunter Decken und Schränke. Das Haus ist in zwei Hälften gegliedert, die jeweils von unterschiedlichen Holzschnitzern gestaltet wurden, um die einzelnen Familienzweige klar voneinander zu unterscheiden. Die Familie Robev lebte hier bis 1900; zu den bekannten Bewohnern zählt auch Dr. Konstantin Robev. Im Laufe der Zeit erlitt das Gebäude vor allem während der serbischen Militärbesetzung von 1913 bis 1919 Schäden, wodurch einige der ursprünglichen Holzschnitzereien verloren gingen. Heute dient das Haus als Museum, das das kulturelle und architektonische Erbe der Familie Robev bewahrt, und bietet Besuchern spannende Einblicke in das Leben mazedonischer Händler im 19. Jahrhundert sowie in die handwerkliche Kunst.

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Tipp: Besucher sollten ihren Besuch möglichst außerhalb der Montage planen, da das Museum an diesem Tag das ganze Jahr über geschlossen hat. Die besten Besuchszeiten liegen in der Sommersaison, wenn das Museum zwei Schichten anbietet: 09:00–15:30 und 13:30–20:00. Wer Tickets im Voraus kauft oder die offizielle Website prüft, kann einen reibungslosen Eintritt sicherstellen. Ermäßigungen können für Studierende, Seniorinnen und Senioren oder Gruppen verfügbar sein. Das Haus ist vom Stadtzentrum Ohrids aus gut erreichbar, sodass sich der Besuch bequem mit anderen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung verbinden lässt.

Interessante Fakten

  • Das Haus ist ein einzigartiges Beispiel für ein „zweibrüderliches“ Doppelhaus und steht symbolisch für den Status und Reichtum der Familie Robev.
  • Der Baumeister Todor Petkov war ein bedeutender Holzschnitzer aus Westmazedonien; seine Familienlinie umfasste bekannte Handwerker.
  • Während des Wiederaufbaus wurden Holzschnitzer aus Debar eingeladen, eine Hälfte des Hauses zu dekorieren – so entstanden deutlich unterschiedliche Schnitzstile zwischen den beiden Hälften.
  • Die Familie Robev unterhielt weitreichende Handelsverbindungen von Istanbul bis Wien, Triest und Leipzig.

Geschichte

1825

Das ursprüngliche Haus an diesem Standort gehörte bis 1825 Jakim Pendo, ehe es von den Robev-Brüdern Angjel und Anastas erworben wurde.

1827

Diese ließen das Gebäude abreißen und errichteten ein neues Haus, das 1827 fertiggestellt wurde.

1861

Die Familie lebte dort bis zu einem Brand im Jahr 1861, der das Gebäude zerstörte.

1861

Der Wiederaufbau erfolgte von 1861 bis 1863 unter der Anleitung von Todor Petkov, einem renommierten mazedonischen Holzschnitzer und Baumeister.

Das Haus wurde als Doppelbau mit zwei klar getrennten Hälften für die Familienangehörigen wiedererrichtet.

1900

Die Familie Robev wohnte bis 1900 im Haus.

1913

Zwischen 1913 und 1919 war das Haus von serbischen Truppen besetzt; dabei erlitt es Schäden, und einige Holzschnitzereien wurden entfernt und gingen verloren.

Ortsführer

1
Linke Hälfte des Hauses (Wohnsitz von Konstantin Robev)1861-1863
Todor Petkov und Holzschnitzer aus Debar

Diese Seite des Doppelhauses wurde für Konstantin Robev wiederaufgebaut und bietet kunstvolle Holzschnitzereien von Meisterholzschnitzern aus Debar – deutlich verschieden von der anderen Hälfte. Sie wurde vor allem von Konstantin und seiner Familie genutzt, insbesondere in den Sommermonaten.

2
Rechte Hälfte des Hauses (Wohnsitz von Anastas Robev)1861-1863
Todor Petkov

Zeitgleich mit der linken Hälfte wiederaufgebaut, war dieser Bereich für Anastas (Tase) Robev und seine Nachkommen vorgesehen. Die Holzschnitzereien und die Gestaltung des Innenraums wurden von Todor Petkov geleitet – einem bedeutenden lokalen Baumeister und Holzschnitzer.

Kontakt

Telefon: 046 262 493