
Geburtkathedrale
Chisinau Region
Die Geburtkathedrale, die im Zentrum von Chișinău liegt, ist die Hauptkathedrale der Moldauisch-Orthodoxen Kirche. Sie wurde in den 1830er-Jahren erbaut und von Abram Melnikov im neoklassizistischen Stil entworfen: eine schlichte Fassade mit sechs dorischen Säulen. Die Kathedrale hat im Laufe der Geschichte erhebliche Herausforderungen überstanden, darunter Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg und die Zerstörung ihres Glockenturms durch kommunistische Behörden im Jahr 1962. In der Sowjetzeit wurden religiöse Gottesdienste verboten und die Kathedrale als Ausstellungszentrum umfunktioniert. 1989 kehrte sie wieder in den religiösen Betrieb zurück; umfangreiche Restaurierungen dauerten bis in die Mitte der 1990er-Jahre an. Dazu zählten unter anderem der Bau einer neuen Zinkkuppel und eines Glockenturms im Jahr 1997. Im Inneren finden sich heute traditionelle orthodoxe Ikonografie und Fresken – ein Zeichen dafür, wie stark die spirituelle und kulturelle Bedeutung der Kathedrale wieder auflebt. Die Kathedrale bleibt ein wichtiges religiöses, historisches und architektonisches Wahrzeichen in Moldau und steht für Widerstandskraft und Glauben.
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Tipp: Besucher sollten sich überlegen, die Kathedrale während orthodoxer religiöser Feiertage zu besuchen, um traditionelle Gottesdienste und lebendige kulturelle Programmpunkte zu erleben. Es empfiehlt sich, die offizielle Website der Kathedrale zu prüfen oder telefonisch Kontakt aufzunehmen, um die aktuellsten Informationen zu den Zeiten der Gottesdienste und zu besonderen Veranstaltungen zu erhalten. In der Hauptsaison ist es ratsam, Tickets im Voraus zu kaufen oder die Planung rechtzeitig zu organisieren. Gegebenenfalls gibt es Ermäßigungen oder Vergünstigungen für Gruppen, Studierende oder Senioren.
Interessante Fakten
- •Der ursprüngliche Glockenturm der Kathedrale wurde 1962 von den Kommunisten zerstört und 1997 wiederaufgebaut.
- •In der Sowjetzeit wurde die Kathedrale in ein Ausstellungszentrum umgewandelt und religiöse Gottesdienste wurden verboten.
- •2016 gab die Bank of Moldova eine Gedenkmünze aus Silber heraus, die das 180-jährige Bestehen der Kathedrale feiert.
- •Die heutige Zinkkuppel und das Kreuz wurden 1997 im Zuge der Restaurierung ergänzt und ersetzten frühere Strukturen.
Geschichte
Im Jahr 1830 wurde die Geburtkathedrale von Fürst Mikhail Semyonovich Vorontsov und dem Metropoliten Gavril Bănulescu-Bodoni in Auftrag gegeben.
In den 1830er-Jahren wurde sie als neoklassizistische orthodoxe Kirche gebaut und von Abram Melnikov entworfen.
Während des Zweiten Weltkriegs erlitt die Kathedrale Schäden, und der Glockenturm wurde 1962 unter kommunistischer Herrschaft zerstört.
In der Sowjetzeit wurde sie in ein Ausstellungszentrum umgewandelt und religiöse Aktivitäten wurden verboten.
1989 wurde die Kathedrale an die Moldauisch-Orthodoxe Kirche zurückgegeben; darauf folgten bis 1996 Restaurierungsarbeiten sowie 1997 der Anbau eines neuen Glockenturms.
2016 würdigte die Bank of Moldova das 180-jährige Bestehen der Kathedrale mit einer Sondermünze aus Silber.
Ortsführer
Hauptfassade und dorische Säulen1830er-Jahre
Der Eingang der Kathedrale wird von einer schlichten, aber eleganten neoklassizistischen Fassade mit sechs dorischen Säulen geprägt – ein Ausdruck des architektonischen Stils der 1830er-Jahre.
Orthodoxe Ikonografie im InnenraumNach der Restaurierung ab 1989
Die Innenwände sind mit traditionellen orthodoxen Gemälden und dem Ikonostas geschmückt. Nachdem sie in der Sowjetzeit völlig blank gelassen worden waren, wurden sie nachträglich wiederhergestellt – und machen so das spirituelle Erbe der Moldauisch-Orthodoxen Kirche sichtbar.
Glockenturm1997
Ursprünglich im Jahr 1962 zerstört, wurde der Glockenturm 1997 mit einer Zinkkuppel und einem Kreuz wiedererrichtet – und stellt damit die traditionelle Silhouette der Kathedrale wieder her.
Kontakt
Telefon: 022 222 418