Bou Jeloud-Gärten (Jnan Sbil)

Bou Jeloud-Gärten (Jnan Sbil)

Fès-Meknès

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Die Jnan-Sbil-Gärten, auch Bou Jeloud-Gärten genannt, sind ein historischer Stadtpark, der zwischen den beiden alten Stadtteilen von Fès liegt: Fes el-Jdid und Fes el-Bali. Die im 19. Jahrhundert auf Initiative von Sultan Moulay Hassan I. angelegten Gärten waren ursprünglich der königlichen Familie vorbehalten und durch einen unterirdischen Durchgang mit dem Royal Palace verbunden. Auf einer Fläche von ungefähr 7,5 bis 8 Hektar beherbergen die Gärten über 3.000 Pflanzenarten, darunter seltene Bäume wie Bambus. Sie sind in thematische Teilbereiche gegliedert, etwa in die Andalusischen, die Mexikanischen und die Bambus-Gärten. Der Park ist bekannt für seine farbenfrohen Springbrunnen, die historischen Wasserräder (Norias) und einen großen Pool, der von den alten Stadtmauern und dem Saadier-Bollwerk Borj Sheikh Ahmed aus dem 16. Jahrhundert eingerahmt wird. Nach einer Zeit der Vernachlässigung erfolgte zwischen 2006 und 2010 eine umfangreiche Restaurierung; seitdem sind die Gärten wieder für die Öffentlichkeit zugänglich – als geliebte grüne Oase und Veranstaltungsort für kulturelle Events wie das World Sacred Music Festival. Die Gärten verbinden natürliche Schönheit mit historischer Bedeutung und spiegeln Jahrhunderte marokkanischer Tradition sowie Gartenbaukunst wider, die von Andalusien inspiriert wurde.

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Tipp: Besucher sollten am besten tagsüber kommen – idealerweise zur Dämmerung, wenn die Gärten besonders stimmungsvoll sind. Der Park ist in der Regel montags geschlossen, daher bitte entsprechend planen. Tickets sind vor Ort erhältlich, und für bestimmte Gruppen können Ermäßigungen verfügbar sein. Eine frühe Ankunft wird empfohlen, um die Gärten in Ruhe zu genießen und saisonale Kulturveranstaltungen wie das World Sacred Music Festival zu besuchen. Aufgrund der Größe des Gartens und der offenen Bereiche sind bequeme Wanderschuhe und Sonnenschutz ratsam.

Interessante Fakten

  • Die Gärten beherbergen historische Norias (Wasserräder), die Teil des antiken Bewässerungssystems waren, mit dem Wasser für die Medina von Fès bereitgestellt wurde.
  • Im Park findet jährlich das World Sacred Music Festival statt, das Besucher aus der ganzen Welt anzieht.
  • Die Gärten bieten eine seltene Sammlung mit über 3.000 Pflanzenarten – darunter exotische und seltene Bäume wie Bambus sowie Arten, die nur in China und Indien vorkommen.
  • Im südlichen Teil der Gärten gibt es einen großen Pool, der auf das Saadier-Bollwerk Borj Sheikh Ahmed aus dem 16. Jahrhundert hinabgeblickt wird.
  • Das Design und die Bepflanzung des Gartens spiegeln andalusische Gartentraditionen wider und stehen symbolisch für Paradies und Ruhe.

Geschichte

Die Gärten wurden im 19.

Jahrhundert von Sultan Moulay Hassan I.

angelegt, der auch die Mauern errichten ließ, die Fes el-Jdid und Fes el-Bali miteinander verbinden.

Zunächst ausschließlich für die königliche Familie zugänglich, waren sie über einen unterirdischen Tunnel mit dem Royal Palace verbunden.

1917

Die Gärten öffneten 1917 für die Öffentlichkeit und wurden damit zum ältesten öffentlichen Garten in Fès.

2006

Im Laufe der Zeit gerieten die Gärten in Vergessenheit, bis zwischen 2006 und 2010 eine große Restaurierung stattfand, finanziert durch König Mohammed VI.

sowie die Mohammed VI Foundation for Environmental Protection.

Die Renovierung stellte historische Wasserelemente, Springbrunnen, Wege und Bepflanzungen wieder her und bewahrte so das andalusische Erbe des Gartens – und machte ihn erneut zu einem wichtigen grünen Ort mitten in der Stadt.

Ortsführer

1
Andalusischer Garten19. Jahrhundert

Eine Teilfläche der Gärten, die im traditionellen andalusischen Stil gestaltet ist. Mit symmetrischen Grundrissen, Wasserelementen und duftenden Pflanzen, die an die historischen Gärten im Süden Spaniens erinnern.

2
Norias (Wasserräder)Mittelalter

Historische Wasserräder an den östlichen und westlichen Rändern der Gärten, die einst Teil des alten Bewässerungssystems von Fès waren und Wasser für die Medina lieferten.

3
Borj Sheikh-Ahmed-Bollwerk16. Jahrhundert

Ein saadisches Militärbollwerk aus dem 16. Jahrhundert am südlichen Rand der Gärten. Von hier aus blickt man auf den großen Pool und die alten Stadtmauern.