Bab Bou Jeloud

Bab Bou Jeloud

Fès-Meknès

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Bab Bou Jeloud, auch bekannt als Bab Boujloud, ist ein ikonisches Schmucktor in Fes el Bali, der Altstadt von Fès, Marokko. Das 1913 von der französischen Kolonialverwaltung errichtete Tor sollte einen repräsentativen Eingang zur Medina schaffen. Es zeigt traditionelle maurische Architektur mit spitz zulaufenden Hufeisenbögen und einem zinnenbekrönten Aufbau. Die Fassaden sind reich mit Polychrom-Fliesen verziert: außen dominiert Blau, innen überwiegen Grünnuancen – geschmückt mit Arabesken und marokkanischen geometrischen Motiven. Bab Bou Jeloud ersetzte ein älteres, schlichteres Tor aus dem 12. Jahrhundert, das noch sichtbar ist, jedoch neben dem heutigen Bauwerk geschlossen wurde. Das Tor führt direkt zu Tala'a Kebira und Tala'a Seghira, den wichtigsten Souk-Straßen der Medina, die schließlich an der Moschee und Universität Qarawiyyin zusammenlaufen. Seine strategische Auslegung folgt historischen Verteidigungsprinzipien: ein schräg geführter Durchgang ermöglicht die Kontrolle des Zugangs. Heute markiert das Tor die westliche Grenze der Medina, wo der Autoverkehr in der Regel endet – rundherum liegt ein lebhafter Platz voller Geschäfte und Restaurants. Durch den Hauptbogen lassen sich von außen zudem die Silhouetten der Minarette der Bou Inania Madrasa und der Sidi Lazzaz Moschee erkennen, was dem Ganzen einen besonders malerischen Reiz verleiht. Bab Bou Jeloud ist bis heute ein Symbol für das kulturelle Erbe von Fès und für Besucher, die die alte Stadt erkunden, eine Sehenswürdigkeit, die man nicht verpassen sollte.

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Tipp: Die beste Zeit, um Bab Bou Jeloud zu besuchen, sind die Stunden am Tag, damit Sie das filigrane Fliesenwerk und die leuchtenden Farben in Ruhe genießen können. Wenn Sie morgens früh ankommen, können Sie Menschenmengen besser vermeiden. Da das Tor ein beliebter Touristenmagnet ist, empfiehlt es sich, Tickets für nahegelegene Attraktionen wie die Bou Inania Madrasa im Voraus zu besorgen. Beachten Sie, dass der Fahrzeugverkehr über das Tor hinaus in die Medina eingeschränkt ist – planen Sie daher genug Zeit fürs Laufen in der Altstadt ein. Wer möchte, kann außerdem die Geschäfte und Restaurants rund um den Platz entdecken, um ein authentisches lokales Erlebnis zu bekommen. Bei nahegelegenen historischen Stätten können Ermäßigungen für Studierende und Gruppen verfügbar sein.

Interessante Fakten

  • Der Name „Bab Bou Jeloud“ leitet sich von „Abu al-Junud“ ab und bedeutet „Vater der Truppen“; damit wird auf einen nahegelegenen Militärübungsplatz Bezug genommen.
  • Die äußere Fassade ist überwiegend blau, während die innere Fassade grün ist – beide sind mit detailreichem marokkanischem Fliesenwerk bedeckt.
  • Das ursprüngliche Tor aus dem 12. Jahrhundert existiert noch neben dem heutigen, ist jedoch für die Öffentlichkeit geschlossen.
  • Das Tor wurde 1913 von der französischen Kolonialverwaltung als dekorativer Eingang errichtet – nicht als militärische Befestigung.
  • Das Tor markiert die Grenze, über die Autos in der Regel nicht in die historische Medina von Fès einfahren können.
  • Durch den Hauptbogen kann man die Minarette der Bou Inania Madrasa und der Sidi Lazzaz Moschee sehen.

Geschichte

Das ursprüngliche Bab Bou Jeloud-Tor dürfte aus dem 12.

Jahrhundert stammen.

Es diente als eher bescheidener Eingang zur Altstadt von Fès und verband sich direkt mit Tala'a Kebira, der Hauptmarktstraße.

Das schräge Design war typisch für marokkanische Stadttore und erleichterte Verteidigung sowie Zugangskontrolle.

Mit dem Aufkommen von Schwarzpulver und Artillerie verlor die militärische Funktion der Stadtmauern an Bedeutung, und Stadttore wurden zunehmend zu Schmuckelementen.

1912

Nachdem die Franzosen 1912 das Protektorat etabliert hatten, wollten sie einen repräsentativeren Eingang zur Medina schaffen.

1913

1913 ließen sie an der Stelle vorhandene Bauten abreißen und errichteten das heutige, prunkvolle Tor – gestaltet, um traditionelle marokkanische Architektur nachzuahmen.

Seitdem ist das Tor das wichtigste westliche Stadttor zur Medina von Fès und ein Symbol für die historische und kulturelle Identität der Stadt.

Ortsführer

1
Außenfassade1913
Französische Kolonialverwaltung

Die beeindruckende Außenfassade mit den blauen Kacheln zeigt traditionelle marokkanische Arabesken und geometrische Muster. Sie steht sinnbildlich für die handwerkliche Vielfalt und das architektonische Erbe der Stadt.

2
Innenfassade1913
Französische Kolonialverwaltung

Die Innenfassade ist überwiegend grün und mit filigranem Fliesenwerk verziert. Sie heißt Besucher mit lebendigen Farben und traditionellen Motiven willkommen und führt in die Medina hinein.

3
Ursprüngliches Tor Bab Bou Jeloud12. Jahrhundert

Ein eher schlichtes Tor aus dem 12. Jahrhundert, direkt neben dem heutigen Bauwerk. Es spiegelt den ursprünglichen mittelalterlichen Eingang zur Medina von Fès wider – und seine defensive Stadtplanung.

4
Umgebender Platz und Zugang zu Tala'a Kebira

Der kleine Platz hinter dem Tor ist gesäumt von Geschäften und Restaurants und bietet Zugang zu den zentralen Souk-Straßen Tala'a Kebira und Tala'a Seghira, die ins Herz der Medina von Fès führen.

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