
Dar Batha Museum
Fès-Meknès
Das Dar Batha Museum, ursprünglich ein königlicher Sommersitz, der im späten 19. Jahrhundert von Sultan Hassan I. in Auftrag gegeben und von seinem Nachfolger Abdelaziz fertiggestellt wurde, liegt in der Nähe von Bab Bou Jeloud in Fès, Marokko. Seit seiner Umwandlung in ein Museum im Jahr 1915 beherbergt es eine reiche Sammlung von mehr als 6.500 Objekten, die die marokkanischen historischen Künste und Handwerke abbilden. Die Palastarchitektur zeichnet sich durch einen großen rechteckigen Innenhof mit farbenfrohem Zellij-Fliesendekor und Zierbrunnen aus, der von Galerien mit Hufeisenbögen sowie bemalter Holzverkleidung umgeben ist. Der im andalusischen Stil gestaltete Riad-Garten, der 1915 von Jean-Claude Nicolas Forestier entworfen wurde, nimmt über die Hälfte der Palastfläche ein und bietet eine beschauliche Kulisse mit Palmen und Jacarandas. Zur Sammlung des Museums gehören antike architektonische Fragmente aus der Idrisidenzeit, historische Koranexemplare, Astrolabien, Musikinstrumente, Teppiche, Schmuck und eine umfangreiche Auswahl lokaler blau gefärbter Keramiken aus Fès. Die Exponate sind thematisch auf die Räume verteilt und spiegeln so Jahrhunderte marokkanischer Kultur und Handwerkskunst wider. Das Museum hat 2025 nach einer umfangreichen Renovierung wiedereröffnet, die darauf abzielte, die islamische Kunst stärker in den Fokus zu rücken. Die gelungene Kombination aus beeindruckender Architektur, üppigen Gärten und einer unschätzbaren Sammlung macht Dar Batha zu einem einzigartigen Kulturziel in Marokko.
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Tipp: Besuchen Sie das Dar Batha Museum in den kühleren Monaten oder am frühen Tag, damit Sie die Gärten und Ausstellungen entspannt genießen können. Es empfiehlt sich, die Öffnungszeiten zu prüfen und in der Hauptsaison Tickets nach Möglichkeit im Voraus zu kaufen. Ermäßigungen gibt es möglicherweise für Studierende und Gruppen. Das Museum ist von Bab Bou Jeloud aus gut erreichbar und liegt nahe an weiteren historischen Sehenswürdigkeiten in Fès – ideal, um mehrere Stops zu kombinieren. Geführte Touren können das Erlebnis zusätzlich bereichern, indem sie detaillierten historischen Kontext vermitteln.
Interessante Fakten
- •Das Dar Batha Museum beherbergt einige der ältesten Exponate aus Fès, darunter Bruchstücke eines Minbars aus dem 9. Jahrhundert von der Moschee der Andalusier.
- •Der andalusisch gestaltete Garten des Museums wurde 1915 vom berühmten Landschaftsarchitekten Jean-Claude Nicolas Forestier entworfen.
- •Die Sammlung umfasst den Minbar aus dem 14. Jahrhundert der Bou Inania Madrasa – ein Meisterwerk der Marinidenarchitektur.
- •Dar Batha gehörte ursprünglich zu einem königlichen Komplex, der den angrenzenden Palast Dar el-Beida einschloss. Beide dienten als Sommersitze und Gästehäuser.
- •Die Sammlung des Museums umfasst über 6.500 Objekte, darunter Keramiken, Manuskripte, Musikinstrumente und Schmuck – und zeigt damit das marokkanische Kulturerbe.
Geschichte
Dar Batha wurde ungefähr zwischen 1886 und 1907 als Sommersitz und Gästeunterkunft unter Sultan Hassan I.
errichtet und von Sultan Abdelaziz fertiggestellt.
Der angrenzende Palast Dar el-Beida wurde von Sultan Abdelhafid vollendet.
1912 dienten beide Paläste dem Resident-general des französischen Protektorats.
Dar Batha wurde 1915 in ein Museum umgewandelt, zunächst mit Fokus auf lokale Künste und Handwerk.
1924 wurde es zum nationalen Monument erklärt.
Eine bedeutende Renovierung begann 2019, um es zu einem Museum für islamische Kunst umzuwandeln, das schließlich 2025 wiedereröffnet wurde.
Ortsführer
HauptinnenhofSpätes 19. Jahrhundert
Ein weitläufiger rechteckiger Innenhof, der mit farbenfrohem Zellij-Mosaikfliesendekor und Zierbrunnen geschmückt ist. Er ist von Galerien umgeben, die von großen Hufeisenbögen sowie bemalten Holzdecken getragen werden.
Andalusischer Riad-Garten1915
Ein traditioneller rechteckiger Garten, der durch zwei zentrale Achsen in vier Teile gegliedert ist, mit einem zentralen Brunnen. Zu sehen sind Palmen, Jacarandas und Hibiskus.
Räume der Museumssammlungen
Die Palasträume sind thematisch angeordnet, um über 6.500 Exponate zu präsentieren – darunter antike architektonische Fragmente, historische Koranexemplare, Astrolabien, Musikinstrumente, Teppiche, Schmuck sowie lokale Keramiken im unverwechselbaren Blaustil von Fès.
Kontakt
Telefon: 05 35 63 78 00