
Portugiesische Zisterne von El Jadida
Casablanca-Settat
Die portugiesische Zisterne von El Jadida ist ein außergewöhnliches historisches Bauwerk in der befestigten Stadt, die ursprünglich von den Portugiesen im frühen 16. Jahrhundert errichtet wurde – bekannt als Mazagan. Die Zisterne, die um 1541 entstand, diente als Reservoir für Regenwasser und sollte die Festung während Belagerungen am Laufen halten. Architektonisch ist sie vor allem wegen ihres manuelinischen Stils berühmt: Ein gewölbtes Deckengewölbe wird von eleganten Säulen getragen und erzeugt ein faszinierendes Spiel aus Licht und Schatten – besonders dann, wenn sich das Wasser im Inneren spiegelt. Die Zisterne gehört zur portugiesischen Festungsstadt, die von der UNESCO als herausragendes Beispiel für den kulturellen Austausch zwischen europäischen Renaissance-Ideen und marokkanischen Bautechniken anerkannt ist. Die Stadtmauern, Bastionen und weitere Bauwerke unterstreichen die militärische und strategische Bedeutung von Mazagan während der portugiesischen Herrschaft. Heute ist die Zisterne ein beliebtes Museum und zieht Besucher an, die von ihrer historischen Bedeutung und ihrer einzigartigen atmosphärischen Schönheit fasziniert sind – als Symbol für die Verbindung portugiesischen und marokkanischen Erbes.
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Tipp: Besucher sollten ihren Besuch am besten bei Tageslicht planen, um die beeindruckenden Lichteffekte im Inneren der Zisterne voll auszukosten. In den Hochsaisons empfiehlt es sich, Tickets im Voraus zu kaufen, um Wartezeiten zu vermeiden. Vor Ort gibt es Ermäßigungen für Studierende und Gruppen. Geführte Touren sind empfehlenswert, um noch mehr über die Geschichte der Zisterne und ihre architektonischen Details zu erfahren. Da es im Bereich der befestigten Stadt stellenweise uneben ist, werden bequeme Wanderschuhe empfohlen.
Interessante Fakten
- •Das gewölbte Deckengewölbe der Zisterne wird von 16 Säulen getragen, die in einem Raster angeordnet sind – das erzeugt eine faszinierende Spiegelung von Licht und Wasser.
- •Die portugiesische Festungsstadt Mazagan, einschließlich der Zisterne, gehört zu den Sieben Wundern portugiesischer Herkunft in der Welt.
- •Nach dem Weggang der Portugiesen im Jahr 1769 wurden viele Einwohner nach Brasilien verlegt, wo sie Nova Mazagão gründeten.
- •Die Zisterne wurde 1541 von einer ehemaligen Waffenkammer zu einem Wasserreservoir umgewandelt, um die Verteidigungsfähigkeit der Festung während Belagerungen zu verbessern.
Geschichte
Die portugiesische Zisterne wurde 1541 als Teil der Befestigungsanlagen von Mazagan errichtet, einer portugiesischen Festung, die Anfang des 1500er-Jahrhunderts von den Architekten Francisco und Diogo de Arruda gegründet wurde.
Sie wurde geschaffen, um Regenwasser zu speichern und so der Festung zu helfen, längeren Belagerungen standzuhalten – besonders während Konflikten mit lokalen arabischen Kräften.
Die Zisterne blieb ein wesentlicher Bestandteil der städtischen Infrastruktur, bis die Portugiesen Mazagan 1769 verließen, woraufhin die Stadt vom marokkanischen Sultan Mohammed ben Abdallah übernommen wurde.
Anschließend wurde die Stadt 1820 in El Jadida umbenannt.
Stadt und Zisterne wurden als Zeugnis des portugiesischen Einflusses in Marokko erhalten und 2004 aufgrund ihrer kulturellen und architektonischen Bedeutung als UNESCO-Welterbestätte anerkannt.
Ortsführer
Die Zisternenkammer1541
Dies ist der Haupt-Raum der portugiesischen Zisterne, berühmt für ihr manuelinisches Gewölbe mit 16 Säulen. Das Wasser auf dem Boden spiegelt das Deckengewölbe wider und schafft so eine beinahe unwirkliche Atmosphäre, die Besucher und Filmemacher gleichermaßen in ihren Bann zieht.
Stadtmauern und BastionenFrühes 16. Jahrhundert
Die Zisterne ist von der befestigten Stadt Mazagan umgeben, die mit ihren dicken Mauern und Bastionen gebaut wurde, um Angriffe abzuwehren. Die Mauern zeigen die portugiesische Militärtechnik des 16. Jahrhunderts.
Kirche der Mariä Himmelfahrt16. Jahrhundert
Innerhalb der befestigten Stadt gelegen, steht diese Kirche im Manuelin-Stil für die religiöse Architektur der portugiesischen Epoche und ergänzt die kulturelle Bedeutung der Zisterne.