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Philharmonie Luxemburg
Luxembourg
Die Philharmonie Luxemburg, offiziell benannt als Grande-Duchesse Joséphine-Charlotte Concert Hall, ist eine erstklassige Kulturstätte im Stadtteil Kirchberg in Luxemburg-Stadt. Die 2005 eröffnete Anlage ist die Heimat der Luxembourg Philharmonic Orchestra und bietet pro Jahr rund 400 Vorstellungen – von klassischen Konzerten über Jazz bis hin zu zeitgenössischer Musik. Entworfen wurde die Halle vom Architekten Christian de Portzamparc. Ihre markante Fassade besteht aus 823 weißen Stahlsäulen, die als einzigartiger visueller Filter den Eingang in die Welt der Musik symbolisieren. Das Große Auditorium ist nach dem Prinzip eines „shoebox“-Designs gestaltet, bietet bis zu 1.500 Personen Platz und verfügt über ausgefeilte akustische Funktionen: Dazu gehören verstellbare Reflektoren und Bühnenpodeste, die die Klangqualität und Vielseitigkeit optimieren. Außerdem gibt es eine Kammermusikhall (Chamber Music Hall) mit 313 Plätzen, deren Wände in Muschelform ausgeführt sind – ebenfalls für eine verbesserte Akustik. Die Philharmonie ist nicht nur ein architektonisches Wahrzeichen, sondern auch ein lebendiger kultureller Treffpunkt: Mit geführten Touren und einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm ist sie ein Muss für Musikliebhaber und Touristen gleichermaßen.
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Tipp: Für das beste Erlebnis sollten Sie im Voraus die offizielle Website der Philharmonie prüfen, um Tickets für beliebte Konzerte und Events zu buchen, da Vorstellungen oft sehr schnell ausverkauft sind. Geführte Touren werden in mehreren Sprachen angeboten und geben spannende Einblicke in Architektur und Akustik des Gebäudes. Ein Besuch während der Konzertsaison von Herbst bis Frühling bietet die größte Auswahl an Veranstaltungen. Ermäßigungen gibt es für Studierende und Gruppen – fragen Sie beim Ticketkauf danach. Wer früh ankommt, hat Zeit, die eindrucksvolle Foyer-Fläche zu erkunden und den angrenzenden Europaviertel rund um Kirchberg zu genießen.
Interessante Fakten
- •Die Philharmonie hat 823 weiße Stahlsäulen an der Fassade, die so angeordnet sind, dass sie symbolisch als „Filter“ in die Welt der Musik wirken.
- •Das Große Auditorium ist als „shoebox“-Form gestaltet und besitzt acht unregelmäßig positionierte Quader-Türme, um die Akustik zu verbessern.
- •Das akustische Konzept wurde von Albert Yaying Xu entwickelt, einem renommierten Akustiker, der in China geboren wurde.
- •Die Bühne umfasst 21 veränderbare Podeste, die verschiedene Konfigurationen für unterschiedliche Konzerttypen ermöglichen.
- •Die Eröffnungsfeierlichkeiten im Jahr 2005 fielen mit der Präsidentschaft Luxemburgs im Rat der Europäischen Union zusammen und beinhalteten 750 Musiker, die an über acht Tagen hinweg auftraten.
Geschichte
Die Philharmonie Luxemburg wurde in den 1990er-Jahren geplant, nachdem die Privatisierung von RTL dazu geführt hatte, dass RTL seine Verpflichtung zur Unterstützung des RTL Symphonic Orchestra verlor.
Um das Orchester zu erhalten, übernahm der luxemburgische Staat unter der Henri Pensis Foundation die Trägerschaft.
1995, als Luxemburg Europäische Hauptstadt der Kultur war, entschied die Regierung, einen eigenen Konzertsaal zu bauen.
Ein internationaler architektonischer Wettbewerb im Jahr 1997 wählte den Entwurf von Christian de Portzamparc.
Der Bau fand von 2002 bis 2005 statt und mündete in die Eröffnung der Halle am 26.
Juni 2005.
Bei der feierlichen Eröffnung gab es eine Welturaufführung der 8.
Symphonie von Krzysztof Penderecki durch das Luxembourg Philharmonic Orchestra, die eigens für diesen Anlass in Auftrag gegeben worden war.
Ortsführer
Grand Auditorium2005
Das Hauptkonzertpublikum ist für bis zu 1.500 Zuhörer ausgelegt und nach dem Prinzip des „shoebox“ entworfen, um die Akustik zu optimieren. Es verfügt über acht unregelmäßig um den Zuschauerraum angeordnete „Box“-Türme, verstellbare Bühnenvorhänge sowie einen akustischen Reflektor aus drei Teilen oberhalb der Bühne, um die Klangverteilung und die Koordination der Musiker zu verbessern.
Salle de Musique de Chambre (Chamber Music Hall)2005
Eine kleinere Halle mit 313 Plätzen, gestaltet mit zwei gerundeten, muschelartigen Wänden und einem Reflektor oberhalb der Bühne, um die Klangverteilung zu optimieren. Der Eingang erfolgt über einen Laufsteg entlang der gekrümmten Wand – so entsteht ein besonders intimes Konzerterlebnis.
Facade Columns and Foyer2005
Die ikonische Fassade besteht aus 823 weißen Stahlsäulen, die in Reihen angeordnet sind und als natürlicher Filter symbolisch für den Weg in die Musik stehen. Zwischen diesen Säulen und dem zentralen Auditorium liegt ein großes Peristyl-Foyer, das die Besucher über Rampen, Treppen und Fußwege mit dem Konzertsaal verbindet.
Kontakt
Telefon: 26 32 26 32