Kathedrale Notre-Dame

Kathedrale Notre-Dame

Luxembourg

80/10090 min

Die Kathedrale Notre-Dame in der Stadt Luxemburg ist die einzige katholische Kathedrale des Landes und ein eindrucksvolles Beispiel spätgotischer Architektur, die durch Renaissance-Elemente bereichert wird. Ursprünglich als Jesuitenkirche erbaut, dessen Grundstein 1613 gelegt wurde, wurde sie 1621 geweiht und wurde später 1870 zur Kathedrale, als Luxemburg zum Bischofssitz erhoben wurde. Berühmt ist die Kathedrale vor allem wegen des marianischen Bildes Unserer Lieben Frau vom Trost, der Schutzpatronin Luxemburgs, das 1866 feierlich apostolisch gekrönt wurde. Architektonisch verfügt die Kathedrale über drei Türme: Der Westturm stammt aus der ursprünglichen Jesuitenkirche, der Ost- und der Mittelturm wurden im Rahmen einer bedeutenden Erweiterung zwischen 1935 und 1938 hinzugefügt. Im Inneren erfolgte Mitte des 19. Jahrhunderts eine neugotische Erneuerung, bei der Stile des Barock und der Neugotik miteinander verschmolzen. Zum Kathedralenbezirk gehört außerdem das Nationale Denkmal für Widerstand und Deportation mit der bemerkenswerten Bronzeskulptur „The Political Prisoner“ von Lucien Wercollier. Die harmonische Einbindung in die umliegenden historischen Gebäude prägt die unverwechselbare Skyline der Stadt Luxemburg und ihren kulturellen Stellenwert.

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Tipp: Besucher werden gebeten, vor dem Besuch die Öffnungszeiten zu prüfen, da sie sich im Laufe der Woche ändern. Die beste Zeit für einen Besuch sind Tage außerhalb großer religiöser Feiertage, um Menschenmengen zu vermeiden. In der Regel werden keine Tickets benötigt, jedoch sind Spenden willkommen. Geführte Touren sind eventuell über das Erzbistum möglich. Für besondere Anlässe oder Gottesdienste wird eine frühzeitige Buchung empfohlen. Die Kathedrale ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar und liegt zentral in der Stadt Luxemburg.

Interessante Fakten

  • Das marianische Bild Unserer Lieben Frau vom Trost wurde 1866 apostolisch gekrönt und gilt damit als bedeutendes religiöses Symbol für Luxemburg.
  • Die Kathedrale ist die einzige ihrer Art in Luxemburg und Sitz des Erzbistums Luxemburg.
  • Das Nationale Denkmal für Widerstand und Deportation, das sich auf dem Friedhof der Kathedrale befindet, zeigt die berühmte Skulptur „The Political Prisoner“ von Lucien Wercollier.
  • Ursprünglich war die Kathedrale eine Jesuitenkirche; sie vereint architektonische Elemente vom späten Gotik- bis hin zum Renaissance- und Barockstil.
  • Die Erweiterung im 20. Jahrhundert zwischen 1935 und 1938 prägte das Festungsbild der Skyline der Stadt Luxemburg entscheidend.

Geschichte

1613

Die Kathedrale begann als Jesuitenkirche; der Bau startete 1613 unter Pater François Aldenard und dem Bauunternehmer Ulrich Job.

1621

Sie wurde 1621 geweiht und diente bis zum Weggang der Jesuiten 1773 als Jesuitenkollegkirche.

1778

1778 schenkte Kaiserin Maria Theresia die Kirche der Stadt Luxemburg und machte sie zur Hauptpfarrkirche.

1848

Sie wurde 1848 in Notre-Dame umbenannt und 1870 durch Papst Pius IX.

zur Kathedrale erhoben.

1935

Das Gebäude wurde von 1935 bis 1938 unter Architekt Hubert Schumacher vergrößert, wobei Türme hinzugefügt und die Struktur so erweitert wurde, dass sie mit den umliegenden historischen Gebäuden harmoniert.

Ortsführer

1
Westturm17. Jahrhundert

Der ursprüngliche Turm aus der Jesuitenkirche beherbergt die Glocken der Kathedrale und bildet den historischen Kern der Anlage ab.

2
Ost- und Mitteltürme1935-1938
Hubert Schumacher

Diese Türme wurden im Zuge der Erweiterung von 1935 bis 1938 ergänzt. Sie harmonieren mit dem gotischen Stil und integrieren zugleich moderne Bauelemente wie einen Stahlrahmen.

3
Neugotische Erneuerung im Inneren1854
Nicolas Adames

Die Renovierung Mitte des 19. Jahrhunderts verwandelte das ursprünglich barocke Innere unter der Leitung des Erzbischofs Nicolas Adames in einen neugotischen Stil.

4
Nationales Denkmal für Widerstand und Deportation20. Jahrhundert
Lucien Wercollier

Das Denkmal befindet sich auf dem Friedhof der Kathedrale. Es erinnert an den Widerstand Luxemburgs im Zweiten Weltkrieg und zeigt die Bronzeskulptur „The Political Prisoner“ von Lucien Wercollier.

Kontakt

Telefon: 22 29 70 1