Großherzoglicher Palast

Großherzoglicher Palast

Luxembourg

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Der Großherzogliche Palast in Luxemburg-Stadt ist der offizielle Wohn- und Amtssitz des Großherzogs von Luxemburg. Ursprünglich im Stil der Renaissance erbaut, war der Palast zunächst von 1572 bis 1795 das Rathaus der Stadt. Später wurde er zum Wohnsitz des Gouverneurs und ist seit 1890 ausschließlich dem Großherzog und seiner Familie vorbehalten. Der Palast verfügt über eine reich verzierte Innenausstattung: Die Repräsentationsräume werden für offizielle Sitzungen, Empfänge und Staatsbankette genutzt. Architektonisch spiegeln sich hier Renovierungen wider, die der belgische Architekt Gédéon Bordiau und der luxemburgische Architekt Charles Arendt vorgenommen haben – inklusive eines neuen Flügels für Unterkünfte von Familie und Gästen. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Palast von den Nazis besetzt und als Konzerthalle genutzt; dabei wurden Möbel und Kunstwerke beschädigt. Nach dem Krieg wurde er wiederhergestellt und neu ausgestaltet – und seine repräsentative Funktion blieb erhalten. In den Sommermonaten ist der Palast für geführte Touren für die Öffentlichkeit zugänglich und gewährt Einblicke in die luxemburgische Monarchie und in staatliche Abläufe. Er ist bis heute ein Symbol des kulturellen Erbes Luxemburgs – und Gastgeber für offizielle Anlässe sowie ausländische Würdenträger.

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Tipp: Besuchen Sie den Palast im Sommer (Mitte Juli bis Mitte September), wenn geführte Touren in mehreren Sprachen angeboten werden – unter anderem auf Englisch, Französisch, Deutsch und Luxemburgisch. In der Hauptsaison wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen. Da im Palast offizielle Zeremonien stattfinden, lohnt sich ein Blick in den Ablaufplan für mögliche öffentliche Veranstaltungen oder Schließungen. Fotografieren im Inneren kann eingeschränkt sein – fragen Sie daher vorher nach. Für Gruppen, Studierende und Seniorinnen bzw. Senioren können Ermäßigungen verfügbar sein.

Interessante Fakten

  • Der Palast war ursprünglich von 1572 bis 1795 das Rathaus von Luxemburg.
  • Während des Zweiten Weltkriegs nutzten die Nazis den Palast als Konzerthalle und als Schenke und beschädigten dabei einen Großteil seiner Möbel und Kunstwerke.
  • Die Innenräume des Palasts wurden 1883 für einen königlichen Besuch von König William III. und Königin Emma renoviert.
  • Ein neuer Flügel wurde unter Großherzog Adolphe hinzugefügt – nach Plänen der Architekten Gédéon Bordiau und Charles Arendt.
  • Die Großherzogliche Garde übernahm bis 1966 die zeremoniellen Aufgaben, danach ging diese Rolle an das Militär Luxemburgs über.
  • Im Dezember 2024 erlitt Nancy Pelosi nach einem Sturz auf den Marmortreppen des Palasts einen Hüftbruch.

Geschichte

1572

Ursprünglich als Luxemburger Rathaus errichtet (1572), übernahm das Gebäude verschiedene Verwaltungsaufgaben, bevor es 1817 zum Wohnsitz des Gouverneurs wurde.

1890

1890 wurde es mit dem Amtsantritt des Hauses Nassau-Weilburg ausschließlich für den Großherzog und seine Familie bestimmt und umfangreich renoviert.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Palast von den nationalsozialistischen Truppen besetzt und als Konzerthalle umfunktioniert – das führte zu Schäden an den Innenräumen.

Nach dem Krieg leitete Großherzogin Charlotte die Restaurierung, weitere Renovierungen liefen bis in das späte 20.

Jahrhundert hinein, um die Einrichtungen zu modernisieren und dabei den historischen Charakter zu bewahren.

Ortsführer

1
Repräsentationsräume

Diese Räume im ersten Stock werden für offizielle Treffen, Audienzen und Empfänge genutzt und zeigen elegante Interieurs sowie historische Dekorationen.

2
Ballsaal

Der festliche Rahmen für Staatsbankette und offizielle Dinner: Untergebracht werden dort auch ausländische Staatsoberhäupter und Würdenträger, die Luxemburg besuchen.

3
Flügel für Familie und GästeEndes des 19. Jahrhunderts
Gédéon Bordiau und Charles Arendt

Dieser während der Renovierungen unter Großherzog Adolphe ergänzte Flügel umfasst private Räume für die Familie sowie Unterkünfte für Gäste. Entworfen wurde er von Gédéon Bordiau und Charles Arendt.

Kontakt

Telefon: 22 28 09