Nationalmuseum des Widerstands

Nationalmuseum des Widerstands

Esch an der Alzette

70/10090 min

Das Nationalmuseum des Widerstands und der Menschenrechte in Esch-sur-Alzette bietet eine eindringliche Auseinandersetzung mit Luxemburgs Erfahrungen unter der nationalsozialistischen Besatzung von 1940 bis 1945. Das Museum ist in einem Gebäude untergebracht, das 1956 von den Architekten Nicolas Schmit-Noesen und Laurent Schmit entworfen wurde. Es dokumentiert die vielfältigen Formen des Widerstands durch Luxemburger, darunter passiver Widerstand, aktive Widerstandsbewegungen, Streiks sowie die Teilnahme Luxemburger an den alliierten Streitkräften. Die Ausstellung im Erdgeschoss beleuchtet die deutsche Invasion, das NS-Regime und schließlich die Befreiung in den Jahren 1944–1945. Im Obergeschoss stehen die Konzentrationslager und die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung Luxemburgs im Mittelpunkt. Zur Sammlung gehören bedeutende Kunstwerke wie Reliefs von Emile Hulten und Claus Cito, Skulpturen von Lucien Wercollier und René Weyland sowie bewegende Arbeiten wie das Fresko und die Leinwand von Foni Tissen zum Konzentrationslager Hinzert – ergänzt durch Zeichnungen von Yvonne Useldinger aus dem Lager Ravensbrück. Seit 2009 beherbergt das Museum wechselnde Sonderausstellungen, die verschiedene Aspekte von Krieg, Widerstand und Menschenrechten in den Fokus rücken – darunter Fotografie, Kunst und historische Dokumente. Das Museum ist ein zentrales Mahn- und Bildungszentrum, das die Erinnerung an die Opfer und die Helden der nationalsozialistischen Besatzung in Luxemburg bewahrt.

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Tipp: Besucher sollten auf der Website des Museums nach den aktuellen Sonderausstellungen und Führungen schauen, etwa nach der Fotoausstellung „WOMEN IN WAR by Lynsey Addario“. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen, insbesondere für besondere Veranstaltungen und geführte Besuche. Das Museum bietet für bestimmte Veranstaltungen kostenlosen Eintritt und stellt das ganze Jahr über Bildungsmaterial sowie Gedenkformate bereit. Die beste Zeit für einen Besuch sind die Sonderausstellungen für ein besonders intensives Erlebnis, während die Dauerausstellung ganzjährig zugänglich ist.

Interessante Fakten

  • Das Museumsgebäude wurde 1956 gezielt von Nicolas Schmit-Noesen und Laurent Schmit entworfen, um die Sammlung zum Widerstand zu beherbergen.
  • Es zeigt Kunstwerke bekannter Künstler wie Emile Hulten, Claus Cito, Lucien Wercollier, René Weyland, Foni Tissen und Yvonne Useldinger.
  • Seit 2009 veranstaltet das Museum etwa alle sechs Monate Sonderausstellungen, die Themen von Karikaturen, die das NS-Regime verspotten, bis hin zu den Erfahrungen der Luxemburger Juden im Krieg abdecken.
  • Das Museum umfasst ein großes Fresko von Foni Tissen sowie Zeichnungen aus Konzentrationslagern, die dem Krieg eine besonders eindringliche künstlerische Perspektive verleihen.
  • Das Museum befasst sich außerdem mit der Behandlung der jüdischen Gemeinde Luxemburgs und politischer Deportierter während der nationalsozialistischen Besatzung.

Geschichte

Die Planungen für das Museum begannen in den späten 1940er-Jahren, angestoßen von Mitgliedern des Widerstands und politischen Deportierten, die die Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Besatzung Luxemburgs bewahren wollten.

Ein Komitee, an dem auch die Stadt Esch-sur-Alzette sowie Vertreter des Widerstands beteiligt waren, leitete die Fundraising-Aktionen, die schließlich zur Eröffnung des Museums am 22.

1956

Juli 1956 führten.

Das Gebäude wurde von den Architekten Nicolas Schmit-Noesen und Laurent Schmit entworfen.

1984

1984 wurde die Sammlung erneuert und das Museum unter dem Kulturminister Robert Krieps renoviert; die Wiedereröffnung erfolgte 1987 als Nationalmuseum.

2008

Seit 2008 wird das Museum von Frank Schroeder geleitet, der seine Mission der Erinnerung und Bildung fortführt.

Ortsführer

1
Ausstellung im Erdgeschoss1956

Diese Ausstellung erzählt das Schicksal der Luxemburger von der deutschen Invasion im Mai 1940 über die NS-Unterdrückung bis zur Befreiung in den Jahren 1944–1945. Dabei werden Fotografien, Objekte und Kunstwerke präsentiert, die Widerstandsaktivitäten sowie das tägliche Leben unter der Besatzung veranschaulichen.

2
Ausstellung im ersten Stock1956

Die dem Konzentrationslagern und der Verfolgung der Luxemburger Juden gewidmete Etage zeigt Funde und Kunstwerke, die mit dem Holocaust und den politischen Deportationen zusammenhängen – darunter Zeichnungen der Ravensbrück-Überlebenden Yvonne Useldinger sowie die Leinwand zum Konzentrationslager Hinzert von Foni Tissen.

3
Skulpturen und Reliefs

Das Museum beherbergt bedeutende Skulpturen und Reliefs, darunter Werke von Emile Hulten, Claus Cito, Lucien Wercollier und René Weyland – sie verleihen der historischen Erzählung eine starke künstlerische Dimension.

4
Sonderausstellungen2009-present

Seit 2009 zeigt das Museum eine Reihe von Sonderausstellungen im Sechs-Monats-Rhythmus. Zu den Themen zählen unter anderem Kriegs-Karikaturen, europäische Minderheiten sowie bekannte Persönlichkeiten wie Nelson Mandela – und so wird das Verständnis der Besucher für Widerstand und Menschenrechte bereichert.

Kontakt

Telefon: 54 84 72