St.-Georgs-Kirche, Kairiai
Šiaulių apskritis
Die St.-Georgs-Kirche in Kairiai, im Landkreis Šiauliai in Litauen, ist eine römisch-katholische Kirche mit einer bewegten Geschichte, die mit der unruhigen Vergangenheit der Region eng verbunden ist. Ursprünglich wurde sie um 1908–1909 von der Russischen Kaiserlichen Armee als orthodoxe Kirche für die Militärbesatzung errichtet. Sie wurde entweder dem Heiligen Nikolaus oder dem Heiligen Georg geweiht – einige Quellen favorisieren den Letzteren. Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Abzug der russischen Truppen wurde die Kirche umgewidmet und 1919 als römisch-katholische Kirche geweiht. In den Anfangsjahren wurde mit viel Engagement versucht, die Kirche mit den nötigen liturgischen Gegenständen auszustatten – unter anderem durch Spenden der Gemeindemitglieder vor Ort und litauischer Amerikaner. 1976 erlitt das Gebäude Brandschäden, wurde jedoch umgehend wiederhergestellt. Heute ist es weiterhin ein bedeutender Ort des Glaubens: mit regelmäßigen Gottesdiensten und Veranstaltungen für die Gemeinde. So steht die Kirche sinnbildlich für die Widerstandskraft und den Glauben der Menschen in der Region.
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Tipp: Besucher werden ermutigt, sonntags um 12:00 Uhr den Gottesdienst (Messe) zu besuchen, um die spirituelle Atmosphäre der Kirche zu erleben. Die beste Zeit für einen Besuch ist während des jährlichen Festes zu Ehren des St. Roch (19. August), das mit besonderen Feierlichkeiten verbunden ist. Es empfiehlt sich, die offizielle Website der Kirche zu prüfen oder sie telefonisch zu kontaktieren, um die aktuellsten Veranstaltungstermine sowie etwaige Sondergottesdienste zu erfahren. Spenden und Unterstützung durch die Gemeindemitglieder spielen weiterhin eine wichtige Rolle bei der Instandhaltung der Kirche – ein Zeichen für ihre stark gemeinschaftsbezogene Ausrichtung.
Interessante Fakten
- •Die Kirche wurde ursprünglich als orthodoxe Militärkirche für die Garnison der Russischen Kaiserlichen Armee in Šiauliai errichtet.
- •Die Widmung wechselte vom Heiligen Nikolaus zum Heiligen Georg, als die Kirche zu einer römisch-katholischen Kirche wurde.
- •Während des Ersten Weltkriegs wurde die Kirche nach dem Abzug der russischen Armee als Lagerhaus von deutschen Truppen genutzt.
- •Das Gebäude wurde zwar 1976 von einem Brand beschädigt, aber schnell repariert – so blieben die Altäre und der Hauptturm erhalten.
Geschichte
Die Kirche wurde ursprünglich zwischen 1907 und 1909 von der Russischen Kaiserlichen Armee als orthodoxe Militärkirche nahe dem Bahnhof Šiauliai errichtet.
1908 oder 1909 wurde sie unter dem Namen des Heiligen Nikolaus oder des Heiligen Georg geweiht.
Nachdem die russische Armee während des Ersten Weltkriegs abgezogen war, wurde das Gebäude geschlossen und später von deutschen Truppen als Lagerhaus genutzt.
1919 wurde die Kirche an die litauische römisch-katholische Gemeinde übergeben und als St.-Georgs-Kirche geweiht.
In den Anfangsjahren gab es zahlreiche Herausforderungen, unter anderem fehlten zunächst liturgische Gegenstände, die nach und nach durch Spenden beschafft wurden.
Die Kirche erlitt 1976 einen Brand, wurde aber im folgenden Jahr wiederhergestellt – und so blieb ihre historische und religiöse Bedeutung erhalten.
Kontakt
Telefon: (0-41) 374748