
Šiauliai-Kathedrale
Šiaulių apskritis
Die Šiauliai-Kathedrale, offiziell bekannt als Kathedrale der Heiligen Peter und Paul, ist ein bedeutendes Meisterwerk der Architektur im Stil der Renaissance-Mannerismus inmitten von Šiauliai, Litauen. Die Kathedrale steht auf einem erhöhten Gelände nahe einem Tal mit See und wird von einem anmutigen 70 Meter hohen Turm gekrönt, der von allen Zufahrten zur Stadt aus sichtbar ist. Seit fast 400 Jahren ist sie der Sitz des Bistums Šiauliai; 1997 wurde sie auf den Status einer Kathedrale erhoben – durch Papst Johannes Paul II. Architektonisch ist die Kathedrale als Grundriss im lateinischen Kreuz angelegt: mit einem Langhaus, einem Querschiff und einer sechseckigen Apsis. Flankiert wird sie von zwei Sakristeien sowie Seitenkapellen. Das Gebäude greift zudem Elemente des Verteidigungsbaus auf, etwa Erkerfenster und Schießscharten in den Tortürmen – ganz im Sinne der Renaissance und der praktischen Anforderungen in unruhigen Zeiten. Im Inneren sind Pilaster zu sehen, die einen reich gestalteten Fries sowie Galerien tragen, die den Innenraum umschließen – darunter die Orgelempore und Emporen im Querschiff. Historisch bedeutsam ist die Kathedrale auch als Pilgerstätte, die häufig von Menschen besucht wird, die zum nahegelegenen Berg der Kreuze (Hill of Crosses) unterwegs sind. Auf der Südseite beherbergt sie zudem eine der ältesten Sonnenuhren Litauens. Trotz Schäden durch Brände und Kriege ist die Kathedrale bis heute ein Symbol für geistige Widerstandskraft und architektonisches Erbe der Region.
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Tipp: Besuchen Sie die Kathedrale im Frühling und Sommer: Dann ist das Wetter angenehm und Sie können bequem zu Fuß von der Kathedrale zum nahegelegenen Hill of Crosses – einer beliebten Pilgerroute – gehen. Wenn Sie Gottesdienste besuchen möchten, sollten Sie die Messzeiten auf der offiziellen Website prüfen. Für den Eintritt sind in der Regel keine Tickets erforderlich, aber Spenden sind willkommen. Wer früh am Morgen startet, erlebt die Kathedrale oft in einer ruhigeren Atmosphäre. Die Kathedrale ist über alle wichtigen Straßen erreichbar, die nach Šiauliai führen, und Parkmöglichkeiten gibt es in der Nähe.
Interessante Fakten
- •Der Turm der Kathedrale ist 70 Meter hoch und von allen Straßen aus sichtbar, die nach Šiauliai führen.
- •Besonders sind die defensiven architektonischen Elemente wie Schießscharten in den Tortürmen – unter litauischen Kirchen eine Seltenheit.
- •Auf der Südseite befindet sich eine der ältesten Sonnenuhren Litauens, datiert auf etwa 1625 oder später.
- •Im Jahr 1643 wurde eine mechanische Uhr im Turm installiert – eine seltene Besonderheit in litauischen Kirchen dieser Zeit.
- •Die Kathedrale ist eine häufige Station für Pilger, die den nahegelegenen Hill of Crosses besuchen; im Sommer werden die beiden Orte oft zu Fuß zwischen einander abgegangen.
Geschichte
Die erste hölzerne Kirche in Šiauliai wurde 1445 vom samogitischen Ältesten Mykolas Kęsgaila errichtet.
Der Bau der heutigen steinernen Kirche begann 1617 und wurde 1634 von Bischof Jurgis Tiškevičius geweiht.
Die Kirche erlitt Schäden durch Brände – darunter ein bedeutender Brand im Jahr 1880, bei dem der hölzerne obere Teil des Turms zerstört wurde – und erneut im Jahr 1944 während des Zweiten Weltkriegs.
Im Laufe der Jahrhunderte gab es Restaurierungen und architektonische Veränderungen, darunter die Rekonstruktion der Seitenkapellen im Jahr 1924.
Die Installation einer mechanischen Uhr im Turm geht auf das Jahr 1643 zurück – eine seltene Besonderheit bei Kirchen in Litauen.
1997 wurde die Kirche nach dem Besuch von Papst Johannes Paul II.
am Hill of Crosses zum Kathedralstatus erhoben und wurde zum Mittelpunkt des neu gegründeten Bistums Šiauliai.
Ortsführer
Hauptschiff und Querschiff17th century
Das Innere der Kathedrale ist als Grundriss im lateinischen Kreuz gestaltet: mit einem Langhaus und einem Querschiff. Pilaster stützen eine breite, reich profilierte Traufe. Galerien umschließen den Innenraum, darunter die Orgelempore auf der Westseite sowie Emporen im Querschiff.
Sechseckige Apsis und Sakristeien17th century
Der Chorraum endet in einer sechseckigen Apsis, die von zwei gleich großen Sakristeien flankiert wird; die nördliche Sakristei ist historisch als Schatzkammer bekannt. Auf der gegenüberliegenden Seite des Querschiffs befinden sich zwei Kapellen.
Wehrhafte architektonische Merkmale17th century
Die Hauptfassade umfasst Erkerfenster und Tortürme mit Schießöffnungen – dadurch wirkt die Kathedrale wie eine Festung. Die Tore des Heiligtums vor der Hauptfassade unterstreichen ihren wehrhaften Charakter; einzigartig in Litauen.
Kontakt
Telefon: (0-615) 26555