Kirche des Heiligen Erzengels Michael, Marijampolė

Marijampolės apskritis

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Die Kirche des Heiligen Erzengels Michael in der Region Marijampolė ist eine römisch-katholische Kirche mit einer unverwechselbaren Architektur, die an ein traditionelles Wohnhaus erinnert. Sie hat einen rechteckigen Grundriss mit Turm und einem dreischiffigen Innenraum, der durch rechteckige Säulen getrennt ist. Das mittlere Schiff ist höher und breiter und reicht bis in den Presbyteriumsbereich, während die Seitenschiffe seitlich enden und jeweils mit Sakristeien abschließen. Die Kirche besitzt drei Altäre und eine kleine Orgelempore oberhalb des Haupteingangs. 1941 wurde die Gemeinde auf Initiative des Dekans Mykolas Krupavičius gegründet; sie wurde nach König Mindaugas benannt und steht damit symbolisch für die Verbundenheit der örtlichen Gemeinschaften. Die Kirche wurde mit Materialien aus einer früheren orthodoxen Kirche gebaut und mehrfach renoviert, darunter 2014 in besonderem Umfang. Sie ist ein geistlicher Mittelpunkt für mehrere nahegelegene Dörfer: Hier finden regelmäßig sonntägliche Gottesdienste statt sowie jährliche Feste zu Ehren der Heimsuchung Mariens und des Heiligen Michael. Auf dem Kirchhof befindet sich ein Gedenkstein mit einem Kreuz, das der Familie Gavėnas gewidmet ist und die lokale Tradition widerspiegelt.

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Tipp: Besucherinnen und Besuchern wird empfohlen, die Sonntagsgottesdienste zu besuchen, um das lebendige Gemeindeleben der Kirche zu erleben. Die beste Zeit für einen Besuch sind die jährlichen Feste rund um den 31. Mai (Heimsuchung Mariens) und den 29. September (Michaelstag), die jeweils am nächstgelegenen Sonntag gefeiert werden. Eintrittskarten werden nicht benötigt, doch angemessene, respektvolle Kleidung sowie die Teilnahme an den Gottesdiensten werden empfohlen. Die Pfarrei bietet Sakramente und seelsorgerische Dienste an; die Kontaktaufnahme ist über die offizielle Website oder telefonisch möglich. Für Gruppenbesuche oder besondere Zeremonien wird eine frühzeitige Planung empfohlen.

Interessante Fakten

  • Der Name der Kirche ehrt König Mindaugas, den ersten und einzigen gekrönten König von Litauen, als Symbol für die Einheit der örtlichen Gemeinschaften.
  • Das Gebäude wurde mit Ziegeln aus einer ehemaligen orthodoxen Kirche errichtet, die für die katholische Pfarrei wiederverwendet wurde.
  • Auf dem Kirchhof steht ein Gedenkstein mit einem Kreuz, das der Familie Gavėnas gewidmet ist – einer bedeutenden lokalen priesterlichen Familie.
  • Die Pfarrei begeht zwei große jährliche Feste: die Heimsuchung Mariens und den Michaelstag, die beide am nächstgelegenen Sonntag zu den offiziellen Daten gefeiert werden.

Geschichte

1941

Die Pfarrei Mindaugai wurde 1941 durch das Engagement des Dekans Mykolas Krupavičius aus Kalvarija gegründet.

Er schlug vor, die Pfarrei nach König Mindaugas zu benennen, um die benachbarten Dörfer zu vereinen.

Zunächst wurde eine provisorische Kirche aus einer gekauften Baracke errichtet; später wurde sie durch einen festen Bau ersetzt, der mit Ziegeln aus einer früheren orthodoxen Kirche errichtet wurde, die in Verfall geraten war.

Der erste Pfarrer, Vytautas Demikis, ließ das Ziegelpfarrhaus bauen und legte die Grundmauern für die neue Kirche.

1955

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Pfarrhaus beschlagnahmt, doch die Gemeinde baute 1955 für den Priester ein kleines Haus.

2014

2014 wurde die Kirche renoviert, um ihre Bausubstanz und ihr kulturelles Erbe zu bewahren.

Ortsführer

1
Hauptschiff und Presbyterium1941
Juozas Auštrevičius

Der zentrale Teil der Kirche ist höher und breiter als die Seitenschiffe und ragt bis ins Presbyterium hinein, wo sich der Hauptaltar befindet. So bildet er den Mittelpunkt für die liturgischen Zeremonien.

2
Seitenschiffe und Sakristeien1941
Juozas Auštrevičius

Zwei Seitenschiffe, voneinander durch rechteckige Säulen getrennt, enden an Sakristeien, die direkt an das Presbyterium angrenzen. Sie werden für die Vorbereitung und die Aufbewahrung liturgischer Gegenstände genutzt.

3
Kirchturm und Fassade1941
Juozas Auštrevičius

Die Kirche verfügt über einen Turm sowie eine Fassade mit einem kleinen Baldachin über den Türen des Haupteingangs. Es gibt keinen eingefassten Vorraum – das unterstreicht den Eindruck eines traditionellen Wohnhauses.

4
Gedenkstein auf dem Kirchhof20th century
Pranas Gavėnas

Ein Stein mit einem Kreuz, den Pfarrer Pranas Gavėnas errichten ließ, um alle verstorbenen Familienmitglieder der Familie Gavėnas zu ehren. Das spiegelt das lokale priesterliche Erbe wider.

Kontakt

Telefon: (0-343) 50275