
Nida-Leuchtturm
Klaipėdos apskritis
Der Nida-Leuchtturm, auch als Urbo-Hügel-Leuchtturm bekannt, steht auf dem Urbo-Hügel in Nida, Litauen, etwa 900 Meter vom Baltischen Meer entfernt. Der Leuchtturm ist 29,3 Meter hoch; das Licht befindet sich 79 Meter über dem Meeresspiegel. Dadurch ist sein Signal bis zu 22 Seemeilen (etwa 40 Kilometer) sichtbar. Der ursprüngliche Leuchtturm wurde in den frühen 1870er-Jahren als 27 Meter hoher Backstein-Turm errichtet. Der noch heute zugängliche, mit Steinen gepflasterte Weg umfasst 200 Stufen und wurde von Kriegsgefangenen gebaut. Am 24. Oktober 1874 nahm der Leuchtturm seinen Betrieb auf. Im Jahr 1944 wurde er von den sich zurückziehenden deutschen Streitkräften im Zweiten Weltkrieg zerstört, 1945 jedoch wieder aufgebaut und 1953 in seine heutige verstärkte Betonkonstruktion umgebaut – mit horizontalen roten und weißen Streifen. Die Kristalllinse, die in Izium, Ukraine, hergestellt wurde und zuvor in Frankreich ausgestellt war, ist ein besonderes Merkmal. Der Leuchtturm arbeitet automatisch und sendet nachts zwei kurze weiße Blitzlichter im Abstand von 5,8 Sekunden, um Seeleuten zu signalisieren, dass es keinen Hafen gibt. Er verfügt über eine eigene Stromstation, die den durchgehenden Betrieb sicherstellt. 1991 wurde der Leuchtturm dem Heiligen Petrus geweiht, dem Schutzpatron der Fischer. Der Nida-Leuchtturm ist weiterhin ein bedeutendes maritimes Wahrzeichen und in globalen Verzeichnissen für Leuchtfeuersignale sowie in Navigationskarten aufgeführt.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Nida-Leuchtturms sind klare Abende, um das Leuchtsignal live in Betrieb zu sehen. Besucher sollten die gepflasterten Treppenstufen erkunden, die zum Leuchtturm führen und einen schönen Blick bieten. Fahrkarten bzw. Informationen zum Eintritt sollten Sie im Voraus über die offizielle Website der Neringa Museums prüfen. Der Leuchtturm arbeitet automatisch und kann das ganze Jahr über besucht werden, ohne dass vor Ort Personal anwesend ist. Für Museumsbesucher können Ermäßigungen verfügbar sein, wenn Tickets für nahegelegene Attraktionen in Nida kombiniert werden.
Interessante Fakten
- •Der ursprüngliche Weg mit 200 gepflasterten Stufen zum Leuchtturm wurde von Kriegsgefangenen gebaut und ist bis heute erhalten.
- •Die Kristalllinse des Leuchtturms wurde in Izium, Ukraine, hergestellt und war einst in Frankreich ausgestellt, wo sie einen Preis gewann.
- •Der Nida-Leuchtturm sendet ein einzigartiges Lichtsignal mit zwei kurzen Blitzen alle 5,8 Sekunden, um das Fehlen eines Hafens anzuzeigen.
- •Der Leuchtturm hat eine eigene Stromstation, die sich automatisch aktiviert, falls die Hauptstromversorgung ausfällt.
- •Der Nida-Leuchtturm ist in globalen maritimen Verzeichnissen für Leuchtfeuersignale und Navigationskarten enthalten und unterstreicht damit seine Bedeutung für die Schifffahrt.
Geschichte
Der erste Nida-Leuchtturm wurde in den frühen 1870er-Jahren nach der Einigung Deutschlands gebaut; er hatte einen 27 Meter hohen Backstein-Turm.
Er war ab dem 24.
Oktober 1874 in Betrieb.
1944, in den letzten Phasen des Zweiten Weltkriegs, zerstörten die sich zurückziehenden deutschen Truppen den Leuchtturm.
1945 wurde er wieder aufgebaut und anschließend 1953 in die heutige verstärkte Betonkonstruktion rekonstruiert.
1991 wurde der Leuchtturm dem Heiligen Petrus, dem Schutzpatron der Fischer, geweiht – ein Zeichen für seine kulturelle Bedeutung in der Gemeinschaft.
Ortsführer
Weg zum Leuchtturm mit Steinpflaster1870s
Dieser historische Weg, der von Kriegsgefangenen gebaut wurde, besteht aus 200 Steinstufen, die den Urbo-Hügel hinaufführen zum Leuchtturm. Besucher erhalten so einen Einblick in den Bau im 19. Jahrhundert sowie in die schönen Ausblicke auf die umliegende Landschaft.
Turm des Nida-Leuchtturms1953
Der heutige Leuchtturm-Turm ist eine 29,3 Meter hohe verstärkte Betonkonstruktion, die mit markanten horizontalen roten und weißen Streifen bemalt ist. Er beherbergt die Kristalllinse, die Lichtsignale projiziert, die bis zu 22 Seemeilen sichtbar sind.
Kontakt
Telefon: (0-469) 52260