Hexenhügel

Hexenhügel

Klaipėdos apskritis

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Der Hexenhügel in Juodkrantė liegt auf einer 42 Meter hohen, parabelförmigen Düne und ist vor allem für seinen Skulpturenpark im Freien bekannt – inspiriert von litauischer Folklore und heidnischen Traditionen. Der Park wurde 1979 von dem Förster Jonas Stanius ins Leben gerufen. Zu sehen sind Dutzende hölzerner Skulpturen, geschaffen von Kunsthandwerkern des Volkes aus ganz Litauen, die Figuren aus lokalen Legenden, Mythen und Märchen darstellen. Der Hügel teilt sich natürlich in einen „hellen“ und einen „dunklen“ Bereich: Auf der hellen Seite begegnen den Besuchern unter anderem die Riesin Neringa, die zwölf Brüder mit ihren Raben und der Fischer Kastytis. Die dunkle Seite zeigt dagegen unheimlichere Gestalten – darunter Teufel, Hexen und Lucifer an den Toren der Hölle. Das Gelände bietet einen Panoramablick auf die Ostsee und die Kurische Nehrung, was die märchenhafte Stimmung noch verstärkt. Die Skulpturen werden regelmäßig restauriert und fortlaufend durch neue ergänzt – so bleibt das lebendige kulturelle Erbe erhalten. Der Park ist seit 1995 ein geomorphologisches Naturdenkmal und eng mit alten Feierlichkeiten wie Rasos (Johannistag, Mittsommer) verbunden. Die gelungene Mischung aus Natur, Kunst und Folklore macht den Hexenhügel zu einem besonders faszinierenden Ziel für alle, die sich für litauische Kultur und Mythologie interessieren.

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Tipp: Besuchen Sie den Hexenhügel am besten im späten Frühjahr bis in den frühen Herbst: Dann sind die Wetterbedingungen am besten und Sie können die Skulpturen im Freien in vollen Zügen genießen. In der Hochsaison wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen. Ermäßigungen gibt es häufig für Studierende, Senioren und Gruppen. Tragen Sie bequeme Wanderschuhe, denn das Gelände umfasst Dünenhänge und Waldwege. Geführte Touren geben noch mehr Einblick in die Folklore, die hinter den Skulpturen steckt.

Interessante Fakten

  • Der Hexenhügel liegt auf einer 42 Meter hohen, parabelförmigen Düne und bietet Ausblicke sowohl auf die Ostsee als auch auf die Kurische Nehrung.
  • Der Skulpturenpark wurde 1979 gegründet und umfasst mittlerweile rund 80 hölzerne Skulpturen verschiedener litauischer Volkskünstler.
  • Der Ort ist in einen „hellen“ und einen „dunklen“ Bereich unterteilt – als Darstellung unterschiedlicher Aspekte litauischer Folklore und Mythologie.
  • Historisch war der Hügel ein Ort für Rasos (Mittsommer)-Feierlichkeiten, bei denen vor dem Ersten Weltkrieg Musiker und Chöre aus den nahegelegenen Regionen kamen.
  • Der Park ist seit 1995 ein geomorphologisches Naturdenkmal und bewahrt sowohl das natürliche als auch das kulturelle Erbe.

Geschichte

Der Hexenhügel begann als parabelförmige Düne, die früher von den Einheimischen für die Mittsommer-Feierlichkeiten genutzt wurde – lokal bekannt als Rasos oder Joninės, gefeiert seit dem 19.

Jahrhundert.

1979

1979 initiierte der Förster Jonas Stanius die Entstehung hölzerner Skulpturen, die litauische Volksmärchen darstellen.

Damit war der Startschuss für den Skulpturenpark gefallen.

2007

Im Laufe der Jahre wuchs der Park durch Beiträge von Volkskünstlern aus dem ganzen Land und kam bis 2007 auf rund 80 Skulpturen.

1995

1995 wurde der Ort als geomorphologisches Naturdenkmal ausgewiesen und damit seine Bedeutung für die Umwelt und die Kultur gewürdigt.

Der Charakter des Hügels ist zweigeteilt – in helle und dunkle Themenbereiche – und spiegelt alte Legenden sowie heidnische Glaubensvorstellungen wider, die mit dem Ort verbunden sind.

Ortsführer

1
Wanderweg auf der hellen Seite

Dieser Bereich zeigt bekannte Figuren aus litauischen Märchen wie die Riesin Neringa, die zwölf Brüder, die mit Raben davonlaufen, ihre Schwester Elenutė sowie den Fischer Kastytis. Der Weg endet auf dem Gipfel mit Skulpturen, die die Geschichten von Neringa und Naglis darstellen.

2
Wanderweg auf der dunklen Seite

Der Pfad wird schmaler und dunkler und führt die Besucher durch Szenen mit Teufeln, Hexen und Lucifer an den Toren der Hölle. Dieser Bereich steht für die dunklere Seite der Folklore und heidnischen Mythologie und schafft eine geheimnisvolle und unheimliche Atmosphäre.

3
Skulptur des singenden Hahns

Am Ende des dunklen Weges gelegen, symbolisiert diese Skulptur das Vertreiben von Gespenstern und bösen Geistern bei Tagesanbruch – als Zeichen dafür, dass das nächtliche Treiben ein Ende findet.