Ethnographisches Museum Alytus

Ethnographisches Museum Alytus

Alytaus apskritis

55/10090 min

Das 1928 gegründete Ethnographische Museum Alytus ist das größte staatliche Museum im Süden Litauens. Es widmet sich der Bewahrung und Ausstellung des archäologischen, ethnografischen und historischen Erbes der Region Alytus. Die umfangreiche Sammlung umfasst mehr als 70.000 Stücke – darunter eine der reichsten Sammlungen an Ohrringen Litauens aus dem 14. bis 17. Jahrhundert, Münzhorte sowie Pergamentdokumente aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Das Museum führt archäologische und ethnografische Expeditionen durch und erforscht lokale Fundorte wie die Alytus Hillfort, den Bazorai-Friedhof und mehrere weitere alte Befestigungen. Es bietet Ausstellungen zur ethnokulturellen und regionalen Geschichte sowie Gedenkausstellungen mit Zweigstellen zu bedeutenden Persönlichkeiten aus der Region. Das Museum überstand während des Zweiten Weltkriegs mehrere Plünderungen, verlor dabei viele Exponate, wurde jedoch nach dem Krieg wiederhergestellt und konnte seine Sammlungen und Ausstellungen weiter ausbauen. Mit Bildungsprogrammen sowie regelmäßig stattfindenden Ausstellungen und Kulturveranstaltungen ist es eine wichtige Kultureinrichtung in der Region.

Planen Sie Ihre Reise nach Litauen mit KI

Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.

Tipp: Besuchen Sie das Museum in den Frühlings- und Sommermonaten, um das beste Erlebnis zu haben und die besonderen Ausstellungen sowie Bildungsworkshops zu genießen. Es empfiehlt sich, die offizielle Website des Museums zu prüfen, um die aktuellen Öffnungszeiten sowie eventuelle temporäre Ausstellungen oder Veranstaltungen zu erfahren. Ermäßigungen gibt es möglicherweise für Schüler, Senioren und Gruppen. Für Gruppenbesuche oder spezielle Programme wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen.

Interessante Fakten

  • Das Museum beherbergt eine der größten Sammlungen an Ohrringen aus dem 14. bis 17. Jahrhundert in Litauen.
  • Es gibt dort mehr als 70.000 Exponate – darunter archäologische Funde, Münzen und alte Pergamente.
  • Die Mitarbeiter des Museums haben mehrere lokale Hügelburgen und antike Stätten erforscht und ausgegraben, darunter die Alytus Hillfort und der Bazorai-Friedhof.
  • Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Museum drei Mal geplündert – dabei gingen die meisten Ausstellungsstücke verloren. Anschließend wurde es jedoch nach dem Krieg wieder aufgebaut.

Geschichte

1920

Das Museum entstand aus der 1920 registrierten Dzūkija Aušros Society, wurde jedoch 1928 offiziell als Alytus Museum durch eine Gruppe lokaler kulturengagierter Aktivisten gegründet.

1935

1935 fusionierte es mit der Dzūkų kraštotyros draugija (Dzūkija Ethnographic Society) und wurde zum Dzūkų Museum.

Das Museum wurde mehrfach verlegt und erlitt während des Zweiten Weltkriegs große Verluste durch Plünderungen sowjetischer und deutscher Kräfte.

1946

Es wurde 1946 neu eingerichtet und 1947 in Ethnographisches Museum Alytus umbenannt.

Von Ende der 1950er-Jahre an konnten sich die Sammlungen und Aktivitäten des Museums deutlich erweitern, wodurch seine Rolle als zentrale Kultureinrichtung im Süden Litauens gefestigt wurde.

Ortsführer

1
Ethnokulturelle Ausstellung

Diese Dauerausstellung zeigt die traditionelle Kultur, Handwerkskunst und den Lebensalltag der Region Dzūkija. Dabei stehen lokale Bräuche, Trachten und Alltagsgegenstände im Mittelpunkt.

2
Archäologische Sammlung

Zu sehen sind Exponate aus lokalen Ausgrabungen – darunter Werkzeuge, Münzen und antiker Schmuck, der bis in das Mittelalter zurückreicht.

3
Gedenkmuseen von A. Matučio-Matulevičiaus und A. Jonyno

Zweigstellen, die bedeutenden kulturellen Persönlichkeiten aus der Region gewidmet sind. Sie bewahren ihr Andenken sowie ihre Leistungen und Beiträge.

Kontakt

Telefon: (0-315) 53370