Kirche des Skapulier-Wundertäters St. Maria, Druskininkai
Alytaus apskritis
Die Kirche des Skapulier-Wundertäters St. Maria in Druskininkai ist eine bedeutende neogotische Backsteinkirche im Herzen der Stadt. Ursprünglich wurde die erste Backsteinkirche zwischen 1841 und 1844 errichtet, doch die heutige Anlage entstand über einen längeren Zeitraum von 1912 bis 1931. Entworfen wurde sie von dem Architekten Stefan Schiller. Die Kirche hat einen rechteckigen Grundriss mit einem einzelnen Turm und drei Türmchen. Im Inneren finden sich drei Schiffe mit sternförmigen Gewölben, die auf Pfeilern ruhen. Die Kirche dient sowohl litauisch- als auch polnischsprachigen Gemeinden und spiegelt damit die multikulturelle Geschichte der Region wider. Ein besonders markantes Element an der Fassade ist die 4,5 Meter hohe Statue des Christus des Segners, die 1991 vom Bildhauer K. Patamsis hinzugefügt wurde. Renoviert wurde die Kirche 1966–1970 und zuletzt 2021–2022, unter anderem mit Erneuerungen von Dach und Boden. Sie besitzt den Status eines Kulturdenkmals und ist weiterhin ein aktiver Pfarrmittelpunkt mit regelmäßigen Gottesdiensten und religiösen Feierlichkeiten. Das ursprüngliche Altarbild, das für die Kapelle des Landguts Trakų Vokė geschaffen wurde, befindet sich heute in dieser Kirche – und unterstreicht damit die historische Bedeutung zusätzlich.
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Tipp: Besucher sollten vor allem an Wochenenden zu den Gottesdiensten kommen, um die lebendige multikulturelle Liturgie der Kirche zu erleben: Die Messen werden sowohl auf Litauisch als auch auf Polnisch abgehalten. Die beste Zeit für einen Besuch sind größere religiöse Festtage wie Weihnachten und Ostern, wenn es besondere Liturgien und Prozessionen gibt. Für einen allgemeinen Besuch ist keine Buchung erforderlich, allerdings empfiehlt es sich, für aktuelle Zeiten und besondere Veranstaltungen die Website der Pfarrei zu prüfen. Je nach Gruppe oder bei Pfarrveranstaltungen sind möglicherweise Ermäßigungen oder ein besonderer Zugang verfügbar.
Interessante Fakten
- •Die Kirche ist in Litauen als Kulturdenkmal registriert (Nr. 15862).
- •Das Altarbild wurde ursprünglich auf Anordnung der Familie Tiškevičiai für die Kapelle des Landguts Trakų Vokė gefertigt und später nach Druskininkai gebracht.
- •Die 4,5 Meter hohe Statue des Christus des Segners an der Fassade wurde 1991 vom litauischen Bildhauer K. Patamsis geschaffen.
- •Die Pfarrei feiert Messen sowohl auf Litauisch als auch auf Polnisch – ein Spiegel der vielfältigen Gemeinschaft in der Gegend.
Geschichte
Die erste Backsteinkirche in Druskininkai wurde zwischen 1841 und 1844 errichtet, doch es gab bis 1879 keinen ansässigen Priester – wegen Einschränkungen durch die russischen kaiserlichen Behörden.
Die heutige neogotische Kirche wurde von 1912 bis 1931 erbaut.
Angestoßen wurde das Projekt von Pfarrer Boleslovas Valeika, der 1942 von den Nazis hingerichtet wurde.
Die alte Kirche wurde 1931 abgerissen.
Bedeutende Renovierungsarbeiten fanden in den Jahren 1966–1970 statt, geleitet von Pfarrer Konstantinas Gajauskas, der bis 1992 im Amt war.
Das Altarbild war ursprünglich für die Kapelle des Landguts Trakų Vokė in Auftrag gegeben worden, wurde jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg in diese Kirche verlegt.
Die jüngeren Renovierungen zwischen 2021 und 2022 modernisierten Dach und Bodenbelag, ohne den historischen Charakter zu verändern.
Ortsführer
Hauptschiff und Sterngewölbe1912-1931
Im Inneren gibt es drei Schiffe, die durch Pfeiler voneinander getrennt sind und mit charakteristischen sternförmigen Gewölben bedeckt werden – ein starker Eindruck von neogotischem Baustil.
Fassade und Statue des Christus des Segners1991
Die Fassade der Kirche ist mit einer 4,5 Meter hohen Statue des Christus des Segners geschmückt. Sie wurde 1991 installiert und von K. Patamsis geschaffen; sie steht sinnbildlich für Segen und Schutz über die Stadt.
AltarbildMitte des 19. Jahrhunderts
Ursprünglich für die Kapelle des Landguts Trakų Vokė gefertigt, die von der Familie Tiškevičiai in Auftrag gegeben hatte, wurde das Altarbild nach dem Zweiten Weltkrieg in diese Kirche verlegt und ist bis heute ein bedeutendes historisches Zeugnis.
Kontakt
Telefon: (0-682) 58343