Nationalpark Gola-Wald
Gbarpolu
Der Gola-Rainforest-Nationalpark liegt im Osten von Sierra Leone in der Region Gbarpolu und ist der größte zusammenhängende Regenwald des Landes. Er umfasst über 71.000 Hektar. Er gehört zum Ober-Guinea-Wald, einem Biodiversitäts-Hotspot, der sich von Guinea bis Togo erstreckt. Im Park leben über 330 Vogelarten, darunter 14 bedrohte Arten, außerdem mehr als 650 Schmetterlingsarten und 49 Säugetierarten wie Westliche Schimpansen, Zwergflusspferde und Waldelefanten. Ursprünglich wurde der Wald Mitte bis Ende des 20. Jahrhunderts für Holz und Mineralien genutzt. Seit den 1990er-Jahren zielen Schutzmaßnahmen darauf ab, den Wald zu bewahren und zugleich die lokalen Gemeinschaften in nachhaltige Lebensgrundlagen einzubinden. Der Park wurde offiziell 2010 eingerichtet, indem drei Waldschutzgebiete zusammengelegt wurden, und ist der zweite Nationalpark Sierra Leones. 2025 wurde er als UNESCO-Welterbestätte ausgewiesen – im Rahmen des Gola-Tiwai-Komplexes – und damit seine globale ökologische Bedeutung hervorgehoben. Der Park wird außerdem von BirdLife International als Important Bird Area anerkannt, weil seine reiche Vogelwelt und sein Schutzwert besonders hervorstechen.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Gola-Rainforest-Nationalparks ist die Trockenzeit: So lassen sich mehr Tierbeobachtungen machen und die Wege sind besser zugänglich. Besucherinnen und Besucher sollten möglichst geführte Touren über lokale Naturschutzorganisationen organisieren, um das Engagement der Community zu unterstützen. Es wird empfohlen, Genehmigungen oder geführte Touren im Voraus zu buchen – besonders in den Reise-Spitzenzeiten. Der Park nimmt an Naturschutzprogrammen teil, die unter Umständen bildende Touren und Erlebnisse mit von der Community geführten Formaten anbieten. Vor Ort sollte man sich auf tropische Bedingungen im Regenwald einstellen, einschließlich Insektenschutz und passender Ausrüstung zum Wandern.
Interessante Fakten
- •Der Park beheimatet über 330 Vogelarten, darunter 14 bedrohte Arten.
- •Er unterstützt eine Population von über 300 Westlichen Schimpansen – eine der wenigen verbliebenen Populationen in Westafrika.
- •Der Gola-Rainforest-Nationalpark gehört zum Ober-Guinea-Wald, einem bedeutenden Biodiversitäts-Hotspot, der sich von Guinea bis Togo erstreckt.
- •Der Park wurde 2025 als UNESCO-Welterbestätte ausgewiesen – im Rahmen des Gola-Tiwai-Komplexes.
- •Er wurde von BirdLife International als Important Bird Area anerkannt, unter anderem wegen seiner bedeutenden Vogelbestände.
Geschichte
Das Gebiet des Gola-Rainforest wurde zwischen den 1960er- und 1980er-Jahren in großem Umfang kommerziell abgeholzt; betroffen waren über 20.000 Hektar.
Seit den 1990er-Jahren arbeiten Naturschutzprojekte unter Einbindung der Regierung von Sierra Leone, der Conservation Society of Sierra Leone und der Royal Society for the Protection of Birds daran, den Wald zu schützen und die lokalen Gemeinschaften zu unterstützen.
Der Nationalpark wurde im Dezember 2010 offiziell von Präsident Ernest Bai Koroma erklärt – dabei wurden drei Waldschutzgebiete zu einem einzigen Schutzgebiet zusammengeführt.
2025 wurde der Park von der UNESCO als Welterbestätte anerkannt und damit seine Bedeutung als Biodiversitäts-Hotspot hervorgehoben, der mit den angrenzenden Waldgebieten von Liberia geteilt wird.