
Ruinen der Unterburg
Schellenberg
Die Ruinen der Unterburg, auch lokal bekannt als Untere Burg oder Burg Alt-Schellenberg, sind eine mittelalterliche Schlossruine in der Gemeinde Schellenberg in Liechtenstein. Sie wurde um 1250 errichtet und ist die kleinere und neuere der beiden Ruinenburgen in Schellenberg. Ihren architektonischen Höhepunkt erreichte die Burg etwa um 1350 und war bis ungefähr ins 16. Jahrhundert bewohnt, bevor sie aufgegeben wurde. In den folgenden Jahrhunderten verlor sie ihre militärische Funktion und verfiel nach und nach. Heute liegen die Ruinen am Rand eines Waldes und sind zu Fuß oder mit dem Mountainbike über einen lokalen Weg erreichbar; der Zugang ist frei. Zu sehen sind unter anderem Reste wie der um 1400 datierte äußere Burghof, ein mittelalterlicher Backofen, ein um etwa 1350 ergänzter Turm sowie originale mittelalterliche Treppen. Der Historische Verein des Fürstentums Liechtenstein besitzt und betreut die Anlage seit 1956 – damit ist die Erhaltung und Forschung vor Ort gesichert. Als eine von nur fünf Burgen in Liechtenstein und eine von drei Ruinen bietet die Unterburg einen einzigartigen kulturellen und historischen Einblick in das mittelalterliche Erbe der Region.
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Tipp: Besucher werden gebeten, die Ruinen im Tageslicht zu erkunden – das sorgt für mehr Sicherheit und die beste Sicht. Die Anlage ist frei zugänglich, ohne Eintrittsgebühr; Tickets sind daher nicht nötig. Ein Besuch im Frühling oder im frühen Herbst bringt angenehmes Wetter und weniger Andrang. Da die Ruinen draußen liegen und stellenweise uneben sind, werden bequeme Wanderschuhe empfohlen. Es sind keine Vorausbuchungen erforderlich, aber ein Blick auf die Website des Historischen Vereins kann sich lohnen, um ggf. besondere Veranstaltungen oder geführte Touren zu finden.
Interessante Fakten
- •Die Unterburg ist eine von nur fünf Burgen, die in Liechtenstein erhalten geblieben sind, und eine von drei Ruinen.
- •Der Turm der Burg wurde um das Jahr 1350 während der Phase der großen Erweiterungen ergänzt.
- •Zu den Ruinen gehört ein mittelalterlicher Backofen – ein anschauliches Beispiel für das Leben im Alltag auf einer Burg im Mittelalter.
- •Die Anlage ist für Besucher frei zugänglich – ohne Eintrittsgebühr.
- •Eigentum und Erhaltung der Ruinen werden seit 1956 vom Historischen Verein des Fürstentums Liechtenstein betreut.
Geschichte
Die Unterburg wurde etwa um 1250 fertiggestellt und erstmals 1317 urkundlich erwähnt.
Um 1350 folgte eine bedeutende Erweiterung, die ihre strategische und zugleich repräsentative Bedeutung widerspiegelt.
Die Burg war bis etwa ins 16.
Jahrhundert bewohnt, danach wurde sie aufgegeben und verfiel nach und nach.
1956 wurde das Eigentum an den Historischen Verein des Fürstentums Liechtenstein übertragen.
Seitdem kümmert sich der Verein um den Erhalt und die archäologische Forschung und macht die Anlage als Kulturdenkmal zugänglich.
Ortsführer
Äußerer Burghofca. 1400
Der äußere Burghof stammt aus der Zeit um 1400 und umfasst das äußere Tor, das als wichtigste Verteidigungs-Einfahrt in die Burganlage diente.
Innerer Burghof
Der innere Burghof beherbergt einen mittelalterlichen Backofen, der die häuslichen Tätigkeiten der Bewohner der Burg belegt. Er ist zudem der heutige Zugangspunkt (Tor 2) zu den Ruinen.
Turm (Turm)ca. 1350
Der Turm wurde etwa um 1350 ergänzt. Er war ein zentraler Bestandteil der Verteidigungsanlage und steht sinnbildlich für den Höhepunkt der architektonischen Entwicklung der Burg.
Mittelalterliche Treppen (Treppe)
Die originalen mittelalterlichen Treppen ermöglichten den Zugang zwischen verschiedenen Ebenen der Burg. Sie zeigen außerdem die Bau- und Ausführungstechniken der damaligen Zeit.