Burg Gutenberg

Burg Gutenberg

Balzers

70/10090 min

Die Burg Gutenberg liegt in der südlichen Gemeinde Balzers in Liechtenstein und zählt zu den fünf Burgen des Landes – und zu den nur zwei, die bis heute vollständig erhalten geblieben sind. Auf einem 70 Meter hohen Felsen thront die Burg und reicht bis in das frühe 12. Jahrhundert zurück. Damals entwickelte sie sich aus einer mittelalterlichen Kirche und einem Friedhof zu einer befestigten Wehrburg. Über die Jahrhunderte war sie im Besitz bedeutender Adelsfamilien, darunter der Herren von Frauenberg, und später des Hauses Habsburg. Sie diente als strategische Grenzwache. Die Burg überstand 1499 eine Belagerung im Schwabenkrieg und erhielt bedeutende Reparaturen unter Kaiser Maximilian I. Obwohl sie im 17. Jahrhundert ihren militärischen Nutzen einstellte und durch einen Brand Schäden erlitt, wurde sie Anfang des 20. Jahrhunderts umfassend von dem Architekten Egon Rheinberger wiederhergestellt. Heute ist die Burg Gutenberg als Museum für die Öffentlichkeit zugänglich. Sie verfügt über eine Kapelle und einen Rosengarten und ist im Sommer Veranstaltungsort für kulturelle Events und Hochzeiten. Die mittelalterliche Architektur, die historische Bedeutung und die malerische Lage machen die Burg Gutenberg zu einer besonderen Sehenswürdigkeit in Liechtenstein.

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Tipp: Besuchen Sie die Burg Gutenberg während der sommerlichen Touristen-Saison (Mai bis Oktober), um geführte Touren zu genießen und sonntags Kapelle sowie Rosengarten zu besichtigen. Der Burghof ist ganzjährig kostenlos geöffnet. Es empfiehlt sich, geführte Touren und die Buchung von Events im Voraus zu planen. Besuche am frühen Morgen oder am späten Nachmittag bieten ein angenehmes Licht und weniger Andrang.

Interessante Fakten

  • Der Burgfelsen ist seit der Jungsteinzeit bewohnt; dies wird durch die Figur „Mars von Gutenberg“ belegt, die im Liechtensteinischen Landesmuseum ausgestellt ist.
  • Die Burg Gutenberg ist eine von nur zwei Burgen in Liechtenstein, die bis heute vollständig erhalten geblieben sind.
  • Die Burg wurde nach einer Belagerung während des Schwabenkriegs 1499 unter Anordnung von Kaiser Maximilian I. repariert.
  • Eine Zugbrücke gehörte bis 1537 zur Burg, wurde jedoch nach Sturmschäden entfernt und nie ersetzt.
  • Die Burg wurde früher als Quelle für Baumaterial genutzt, um Balzers nach einem Brand im Jahr 1795 wiederaufzubauen.

Geschichte

Der Burgfelsen ist seit der Jungsteinzeit bewohnt; archäologische Funde wie die Figur „Mars von Gutenberg“ belegen dies.

Die Burg entstand im frühen 12.

Jahrhundert aus einer befestigten Kirche und einem Friedhof.

Zunächst im Besitz der Herren von Frauenberg, ging sie im frühen 14.

Jahrhundert an das Haus Habsburg über.

1499

Nach Schäden während des Schwabenkriegs 1499 ordnete Kaiser Maximilian I.

umfangreiche Reparaturen an.

1537

Die bis 1537 eingesetzte Zugbrücke wurde nach Sturmschäden abgebaut und nie ersetzt.

Die militärische Rolle der Burg nahm im 17.

und 18.

Jahrhundert ab, und sie erlitt Brandschäden.

Nach teilweiser Ruine und der Nutzung als Steinbruch für den Wiederaufbau in der Region wurde sie Anfang des 20.

1979

Jahrhunderts wiederhergestellt und schließlich 1979 vom Fürstentum Liechtenstein für kulturelle Zwecke gekauft.

Ortsführer

1
Der Hauptturm12. Jahrhundert

Der ursprünglich im 12. Jahrhundert errichtete Hauptturm entstand, indem die Höhe des bestehenden Bergfrieds erhöht wurde. Mit Zinnen ausgestattet, diente er als zentrales Element der Verteidigung der Burg.

2
Kapelle und Rosengarten der Burg2010 (Rekonstruktion)

Die 2010 wiederhergestellte Kapelle und der angrenzende Rosengarten sind an den Sommer-Sonntagen zugänglich und geben Einblicke in das religiöse und kulturelle Erbe der Burg.

3
Bauten der Unteren Burg1905-1912
Egon Rheinberger

Diese Gebäude, die zwischen 1905 und 1912 vom Architekten Egon Rheinberger restauriert und erweitert wurden, verbesserten die Nutzbarkeit der Burg und bewahrten ihren historischen Charakter.

Kontakt

Telefon: 384 55 77

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