Beiteddine-Palast

Beiteddine-Palast

Mont-Liban

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Der Beiteddine-Palast liegt 45 Kilometer südöstlich von Beirut in der Region Mount Lebanon (Gouvernement). Er ist ein herausragendes Beispiel für die Architektur des frühen 19. Jahrhunderts in Libanon. Der Palast wurde ab 1788 von Emir Bashir II errichtet, umgeben von einem früheren drusischen Einsiedlerkloster. Zu den Besonderheiten zählen weitläufige Innenhöfe, kunstvolle Marmortüren, geometrische Arkaden und traditionelle „Mandaloun“-Balkone mit detailreicher Holzarbeit. Der Palast diente als Wohnsitz des Herrschers und als Verwaltungszentrum des Emirats Mount Lebanon. Der innere Hof, Dar Al Wousta, steht im Mittelpunkt um einen Brunnen, während die privaten Gemächer des Emirs mit reich geschnitzten Türrahmen und handbemaltem Holzvertäfelungen aufwarten. Das gesamte Ensemble umfasst zudem wunderschön verzierte Hammams (türkische Bäder) mit Fenstern aus Buntglas, die die Kuppeldächer zum Leuchten bringen. Heute sind Teile des Palastes für die Öffentlichkeit zugänglich – darunter das Byzantinische Mosaikmuseum mit Mosaiken aus dem 4. und 5. Jahrhundert sowie das Ethnographische Museum mit phönizischer Keramik, römischem Glas und traditionellen Kostümen. Der Palast ist bis heute ein Symbol des libanesischen Kulturerbes und beherbergt das jährliche Beiteddine Festival, das Besucher mit seiner kulturellen Bedeutung und seiner architektonischen Pracht anzieht.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Beiteddine-Palastes ist während des jährlichen Sommer- Beiteddine Festivals, bei dem kulturelle Veranstaltungen in den Innenhöfen des Palastes stattfinden. Besucher werden gebeten, wenn möglich vorab Tickets zu kaufen, um Wartezeiten zu vermeiden. Der Palast bietet Ermäßigungen für Schüler/Studierende und Gruppen. Ein früher Morgen- oder später Nachmittagsbesuch sorgt für angenehmes Wetter und ein weicheres Licht – ideal für Fotos. Beachten Sie jedoch, dass Teile des Palastes weiterhin der offizielle Sommersitz des libanesischen Präsidenten sind und nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Interessante Fakten

  • Der Beiteddine-Palast wurde um ein kleines muslimisch-druzisches Einsiedlerkloster errichtet, das seiner Namensbedeutung „Haus des Glaubens“ zugrunde liegt.
  • Der Palast besitzt einen langen Kanal, den Emir Bashir II bauen ließ, um Wasser vom Safa-Fluss heranzuführen.
  • Während des Bürgerkriegs im Mount Lebanon in den 1860er-Jahren war das Palastgelände Schauplatz von Kämpfen zwischen osmanischen Truppen sowie der örtlichen christlichen und drusischen Bevölkerung.
  • Der Palast beherbergt das jährliche Beiteddine Festival, ein großes Kulturereignis in Libanon.
  • Im Beiteddine-Palast befindet sich das Byzantinische Mosaikmuseum mit Ausstellungsstücken aus dem 4. und 5. Jahrhundert.

Geschichte

1788

Emir Bashir II aus der Dynastie der Shihab begann 1788 mit dem Bau des Beiteddine-Palastes an der Stelle eines früheren drusischen Einsiedlerklosters und machte ihn bis 1811 zum Verwaltungszentrum von Mount Lebanon.

1840

Nach Bashirs Verbannung im Jahr 1840 nutzten die Osmanen den Palast als Regierungsgebäude, und er spielte auch während des Französischen Mandats ähnliche Verwaltungsrollen.

1934

1934 zum nationalen Denkmal erklärt, erlitt der Palast während des Libanesischen Bürgerkriegs schwere Schäden, wurde jedoch ab 1984 auf Anordnung von Walid Jumblatt wiederhergestellt.

Heute ist er teilweise weiterhin der Sommersitz des Präsidenten und gleichzeitig ein Kultur- und Geschichtsstandort.

Ortsführer

1
Al Midan (Dar Al Baranieh)frühes 19. Jahrhundert
Emir Bashir II

Der weitläufige vordere Innenhof des Palastes mit schönen Brunnen und im nördlichen Bereich von der Madafa ummauert – einem langen Gebäude, in dem Gäste untergebracht wurden.

2
Dar Al Wousta (Innerer Hof)frühes 19. Jahrhundert
Emir Bashir II

Der zentrale innere Innenhof des Palastes ist mit unterschiedlichen Flügeln um einen Patio angeordnet, der mit einem fließenden Brunnen geschmückt ist – so entsteht eine ruhige und elegante Atmosphäre.

3
Privatgemächer des Emirs und Empfangssälefrühes 19. Jahrhundert
Emir Bashir II

Hinter einer reich geschnitzten Tür öffnet sich das private Quartier des Emirs. Es ist mit mehrfarbigen Mosaiken, handbemalter Holzverkleidung und kunstvoller Fliesenarbeit ausgestattet und zeigt die Prunkhaftigkeit der libanesischen Handwerkskunst.

4
Hammams (türkische Bäder)frühes 19. Jahrhundert
Emir Bashir II

Die türkischen Bäder des Palastes sind aufwendig gestaltet: mit feinen Skulpturen, Arkaden und Fenstern aus Buntglas, die in Kuppeldächer eingelassen sind – eine regelrechte Licht- und Farbdramaturgie.

5
Byzantinisches Mosaikmuseum4.–5. Jahrhundert

Ein Museum im Palast, das außergewöhnliche Mosaiken aus dem 4. und 5. Jahrhundert zeigt und die reichen historischen Schichten der Region hervorhebt.

6
Ethnographisches Museum

Es werden phönizische Keramik, römisches Glas, traditionelle libanesische Kostüme und Schmuck gezeigt – ein Einblick in das kulturelle Erbe Libanons.

Kontakt

Telefon: 05 500 077