Sursock-Museum

Sursock-Museum

Beyrouth

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Das Sursock-Museum, offiziell das Nicolas Ibrahim Sursock Museum, ist ein bedeutendes Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Beirut, Libanon. Untergebracht ist es in einer historischen Villa, die 1912 vom libanesischen Aristokraten Nicolas Ibrahim Sursock erbaut wurde. Das Museum zeigt eine umfangreiche Sammlung von über 800 Werken – darunter Gemälde, Skulpturen und Grafikarbeiten aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Die Architektur vereint auf besondere Weise italienisch-venezianische und osmanische Stile, weshalb es zu den wenigen in Beirut verbliebenen Villen aus dieser Zeit gehört. Seit der Eröffnung im Jahr 1961 ist das Museum ein kultureller Ankerpunkt und veranstaltet über hundert Ausstellungen mit sowohl libanesischen als auch internationalen Künstlern. Zur Sammlung gehören moderne Kunst, japanische Druckgrafiken und islamische Kunst – ein Spiegel einer vielfältigen künstlerischen Tradition. Nachdem das Museum bei der Explosion in Beirut 2020 Schäden erlitten hatte, wurde es umfangreich restauriert und 2023 wiedereröffnet – mit erweiterten unterirdischen Räumen, die von französischen und libanesischen Architekten entworfen wurden. Zu den neuen Einrichtungen zählen zusätzliche Ausstellungsbereiche, eine Forschungsbibliothek, ein Auditorium und Werkstätten. So wird die Rolle des Hauses als kulturelles Zentrum weiter gestärkt. Das Museum widmet sich weiterhin sowohl der libanesischen als auch der internationalen Kunst und trägt damit maßgeblich zur lebendigen Kulturszene Beiruts bei.

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Tipp: Besucher sollten sich auf der offiziellen Website des Museums über die aktuellen Öffnungszeiten und Sonderausstellungen informieren. Die beste Zeit für einen Besuch sind kulturelle Veranstaltungen oder Ausstellungen, um die zeitgenössische libanesische Kunst in voller Vielfalt zu erleben. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen – besonders für beliebte Ausstellungen. Ermäßigungen können für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen verfügbar sein. Die Lage im Stadtteil Rmeil ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, und in der Nähe laden Cafés zum Entspannen nach dem Rundgang ein.

Interessante Fakten

  • Das Museumsgebäude ist ein Beispiel für libanesische Architektur, die italienisch-venezianische und osmanische Einflüsse verbindet.
  • Ursprünglich war es eine private Villa, bevor es auf Grundlage des letzten Willens des Gründers in ein Museum umgewandelt wurde.
  • Zur Sammlung des Museums gehören über 800 Werke aus moderner Kunst, japanischer Druckgrafik und islamischer Kunst.
  • Bei der Explosion 2020 in Beirut mit Ammoniumnitrat wurde das Museum stark beschädigt, aber es wurde restauriert und 2023 wiedereröffnet.
  • Die Erweiterung 2015 vergrößerte die Ausstellungsfläche von 1.500 auf 8.500 Quadratmeter durch neue unterirdische Etagen.
  • 2024 gewährte die UNESCO dem Museum einen verbesserten Schutz, um sein kulturelles Erbe während regionaler Konflikte zu bewahren.

Geschichte

1912

Das Sursock-Museum begann als private Villa, die 1912 von Nicolas Ibrahim Sursock erbaut wurde.

1952

Nach seinem Tod im Jahr 1952 vermachte er sie Beirut, damit sie als Museum dienen sollte.

1953

Zwischen 1953 und 1957 fungierte die Villa als Gästehaus des Präsidenten und beherbergte hochrangige Persönlichkeiten wie den Schah von Iran.

1961

Offiziell eröffnet wurde das Museum 1961 – mit Ausstellungen zeitgenössischer Kunst als Pionierprojekt in Libanon.

2015

2015 wurde es deutlich erweitert: um vier unterirdische Etagen, die die Ausstellungs- und Forschungsmöglichkeiten verbesserten.

2020

Nach Schäden durch die Explosion 2020 (Ammoniumnitrat) wurde das Museum restauriert und 2023 wiedereröffnet – und damit seine kulturelle Bedeutung erneut bekräftigt.

Ortsführer

1
Historische Villenarchitektur1912
Nicolas Ibrahim Sursock (Erbauer)

Das Gebäude des Museums zeigt eine einzigartige Mischung aus italienisch-venezianischen und osmanischen Architektur-Stilen und steht für das aristokratische Design des frühen 20. Jahrhunderts im Libanon. Besucher können die reich verzierten Fassaden, die großzügigen Innenhöfe und Details aus der jeweiligen Epoche bewundern, die das urbane Erbe Beiruts widerspiegeln.

2
Die permanente Kunstsammlung

Das Museum beherbergt über 800 Werke, darunter Gemälde, Skulpturen und Grafikarbeiten aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Die Sammlung umfasst bedeutende libanesische Künstler wie Chafic Abboud, Paul Guiragossian und Saloua Raouda Choucair – ergänzt durch internationale Arbeiten, darunter japanische Druckgrafiken und islamische Kunst.

3
Unterirdische Etagen der Erweiterung von 20152015
Jean-Michel Wilmotte, Jacques Abou Khaled

Entworfen von dem französischen Architekten Jean-Michel Wilmotte und dem libanesischen Architekten Jacques Abou Khaled, ergänzte die Erweiterung vier unterirdische Etagen unter dem Garten. Dadurch wurde die Ausstellungsfläche deutlich vergrößert und es kamen Einrichtungen wie eine Forschungsbibliothek, ein Auditorium, eine Werkstatt zur Restaurierung sowie Angebote für Besucher hinzu.

4
Restaurierung nach der Explosion von 20202023

Nach erheblichen Schäden durch die Explosion mit Ammoniumnitrat im Jahr 2020 in Beirut durchlief das Museum eine Restaurierung, die von internationalen Spendern unterstützt wurde – darunter auch ein bemerkenswerter Beitrag der italienischen Regierung. Es öffnete im Mai 2023 wieder und bewahrte seine Kunstsammlung und die historische Architektur.

Kontakt

Telefon: 01 202 001