MAG Besucher-Informationszentrum

MAG Besucher-Informationszentrum

Xiangkhouang

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Das MAG Besucher-Informationszentrum in Xiangkhouang bietet ein spannendes und lehrreiches Erlebnis über das Erbe von nicht explodierter Munition (UXO) in Laos – einem der am stärksten bombardierten Länder pro Kopf während des Zweiten Indochinakriegs. Über multimediale Ausstellungen, interaktive Karten, persönliche Geschichten sowie Exponate mit Räumtechnik und geborgener Munition erhalten Besucher ein tiefes Verständnis dafür, welche anhaltenden Gefahren UXO für die lokalen Gemeinschaften darstellt. Das Zentrum zeigt, wie Räumungsprojekte ein sichereres Leben ermöglichen – für Landwirtschaft, Bildung und Entwicklungsmöglichkeiten – und so zu einer hoffnungsvollen Zukunft für betroffene Familien beitragen. Nahe den historisch bedeutsamen archäologischen Stätten der Ebene der Tonkrüge gelegen, ordnet das Zentrum auch die größere Geschichte und die Herausforderungen der Region ein. Der Eintritt ist frei und damit für alle zugänglich, die sich für die menschlichen und ökologischen Folgen von Krieg sowie für die wichtige Arbeit humanitärer Minenräumorganisationen interessieren.

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Tipp: Das MAG Besucher-Informationszentrum ist ganzjährig geöffnet und kostenlos. Am besten besuchen Sie es bei Tageslicht, damit Sie die interaktiven Ausstellungen und die Vorführungen von Dokumentationen in vollem Umfang erkunden können. Auch wenn keine Tickets erforderlich sind, werden Besucher ermutigt, die Räumungsarbeit von MAG zu unterstützen, indem sie vor Ort erhältliche Merchandise-Artikel kaufen. Geleitete Rundgänge oder Unterstützung durch das Personal können verfügbar sein, um das Verständnis der Ausstellungen zu vertiefen. Außerdem lohnt es sich, die nahegelegenen Stätten der Ebene der Tonkrüge zu besuchen: Sie sind nach den Räumungsarbeiten zugänglich und liefern eine ergänzende historische Einordnung.

Interessante Fakten

  • Laos ist aufgrund des Zweiten Indochinakriegs das am stärksten bombardierte Land der Welt pro Kopf.
  • Bis zu 30% der in Laos abgeworfenen Clusterkampfmittel explodierten nicht und hinterließen gefährliche nicht explodierte Munition, die im ganzen Land verstreut ist.
  • MAG Besucher-Informationszentren verwenden interaktive Karten, um Bombenmuster und Kontaminationsgrade in ganz Laos zu zeigen.
  • Das Zentrum stellt echte Räumtechnik sowie Beispiele für Sprengstoffreste aus, die bei Einsätzen gefunden wurden.
  • Der Besuch des Zentrums ist kostenlos; die Einnahmen aus dem Merchandise-Verkauf unterstützen die Räumungsarbeit direkt.

Geschichte

1964

Laos erlebte während des Zweiten Indochinakriegs zwischen 1964 und 1973 intensive Bombardierungen: Es wurden über 580.000 Bombenmissionen geflogen, was das Land zum am stärksten bombardierten Land pro Kopf machte.

Ein bedeutender Teil der abgeworfenen Clusterkampfmittel explodierte nicht und ließ nicht explodierte Munition im ganzen Land verstreut zurück – vor allem in der Provinz Xiangkhouang.

Seit Kriegsende arbeiten humanitäre Organisationen wie MAG daran, UXO zu räumen, um Gemeinschaften zu schützen und eine sichere Entwicklung zu ermöglichen.

Die MAG Besucher-Informationszentren wurden eingerichtet, um die Öffentlichkeit über dieses Erbe und die laufenden Räumungsbemühungen zu informieren und für Frieden und Sicherheit in den betroffenen Regionen zu werben.

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