
Long Cheng Air Base
Xaisômboun
Die Long Cheng Air Base im Distrikt Longchaeng der Provinz Xaisomboun in Laos war eine entscheidende Militäranlage während des Laotischen Bürgerkriegs. Die 1962 von der CIA eingerichtete Basis diente als Hauptquartier für den Generalmajor Vang Pao und wuchs rasch zu einer der größten US-Auslandsbasen heran. Bekannt als Lima Site 98 oder Lima Site 20A, war die Anlage strategisch in einem Tal auf 3.100 Fuß Höhe versteckt. Sie war von Kalksteingebirgen und Karstaufschlüssen umgeben, die einen natürlichen Schutz boten. In ihrer Blütezeit Ende der 1960er Jahre lebten dort ungefähr 40.000 Einwohner, womit Long Tieng trotz fehlender Eintragung auf offiziellen Karten zur zweitgrößten Stadt in Laos wurde. Die Basis war ein Dreh- und Angelpunkt für Hmong-Kräfte, die mit den USA verbündet waren: Hier mischten sich militärisches und ziviles Leben – mit Märkten, Essensständen und Werkstätten. Long Tieng überstand Ende 1971 und Anfang 1972 bedeutende Angriffe nordvietnamesischer Truppen, blieb jedoch ein kritischer Rückhalt. Im Mai 1975 wurde die Basis im Zuge des Vormarschs kommunistischer Kräfte evakuiert, wobei Tausende von Hmong und CIA-Personal per Luftbrücke in Sicherheit gebracht wurden. Heute steht die Long Cheng Air Base als Symbol für die geheimnisvolle und zugleich komplexe Geschichte der CIA-Beteiligung in Südostasien – und für die Widerstandskraft des Hmong-Volkes.
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Tipp: Besucher sollten wissen, dass die Long Cheng Air Base ein abgelegenes historisches Areal mit nur begrenzter Infrastruktur ist. Die beste Reisezeit ist die Trockenzeit, da der Zugang dann leichter ist. Aufgrund der sensiblen Geschichte und Lage werden vorherige Absprachen und geführte Touren empfohlen. Es gibt keine regelmäßigen Besucher-Einrichtungen – planen Sie also entsprechend. Möglicherweise müssen Tickets oder Genehmigungen im Voraus über lokale Behörden oder spezialisierte Reiseveranstalter für historische Kriegsstätten besorgt werden.
Interessante Fakten
- •In ihrer Hochphase war Long Tieng die zweitgrößte Stadt in Laos, tauchte jedoch während des Krieges nie auf Karten auf.
- •Die Basis wurde wegen ihrer abgeschotteten Natur und strategischen Bedeutung scherzhaft „der geheimste Ort der Erde“ genannt.
- •Der CIA-Offizier Jerry Daniels bezeichnete das CIA-Hauptquartier in Long Tieng als „Sky“ – nach Montanas Spitznamen „Big Sky Country“.
- •Long Tieng war auf drei Seiten durch Kalksteingebirge und Karstaufschlüsse geschützt, was einen natürlichen Schutz bot.
- •Die Evakuierung im Jahr 1975 brachte unter chaotischen Bedingungen zwischen 1.000 und 3.000 Hmong- und CIA-Personal nach Thailand per Luftbrücke.
Geschichte
Die Long Cheng Air Base wurde 1962 von der CIA als geheime Militärbasis für Generalmajor Vang Pao während des Laotischen Bürgerkriegs errichtet.
Bis 1964 war ein Flugfeld fertiggestellt, und bis 1966 wurde sie zu einer der größten US-Militäranlagen im Ausland.
Während des Krieges war die Basis umkämpft; besonders überstand sie einen großen Angriff nordvietnamesischer Truppen Ende 1971 und Anfang 1972.
Trotz intensiver Kämpfe und hoher Verluste blieb die Anlage unter Kontrolle der Hmong und ihrer Verbündeten.
Im Jahr 1975, als kommunistische Kräfte vorrückten, wurde die Basis in einer chaotischen Luftbrücken-Operation evakuiert – und damit endete ihre strategische Rolle.