
Wat Si Saket
Viangchan
Wat Si Saket gehört zu den ältesten Tempeln in Vientiane, Laos, und ist besonders wegen seines markanten Baustils berühmt: Traditionelles laotisches Design wird mit Einflüssen aus dem frühen 19. Jahrhundert kombiniert. In den frühen 1800er-Jahren errichtet, ist er vor allem für seine Umfriedungsmauern bekannt, die Tausende kleiner Buddha-Statuen und Bildnisse beherbergen – so ist er ein einzigartiges Zeugnis buddhistischer Kunst und gelebter Hingabe. Im Gegensatz zu vielen anderen Tempeln in Laos überstand Wat Si Saket die Siam-Invasion von 1827 und bewahrte dadurch seine ursprüngliche Bausubstanz und religiösen Artefakte. Die Tempelanlage umfasst ein zentrales Heiligtum, einen großen Viharn (Versammlungssaal) sowie wunderschöne Gärten, die sowohl Besuchern als auch Gläubigen eine entspannte Atmosphäre bieten. Seine historische und kulturelle Bedeutung ist eng mit dem religiösen Erbe Vientianes verbunden und spiegelt den Status der Stadt als spirituelles Zentrum in Laos wider. Besucher können die filigranen Holz- und Stuckarbeiten bewundern sowie die ruhige Stimmung genießen, die zum Nachdenken und zu Respekt gegenüber buddhistischen Traditionen einlädt. Wat Si Saket ist bis heute ein aktiver Ort des Gebets und zugleich eine beliebte Touristenattraktion – und gewährt so einen Einblick in laotische religiöse Kunst und Architektur.
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Tipp: Am besten besucht man Wat Si Saket früh am Morgen oder am späten Nachmittag, um der Mittagshitze und den Menschenmassen zu entgehen. Besucher sollten sich angemessen und eher schlicht kleiden, da es sich um einen aktiven religiösen Ort handelt. Tickets müssen in der Regel nicht im Voraus gekauft werden, dennoch empfiehlt es sich, nach besonderen Veranstaltungen oder Schließungen zu schauen. Mögliche Eintrittsgebühren sind eher moderat; für Studierende und Gruppen kann es Ermäßigungen geben. Fotografieren ist erlaubt, sollte aber respektvoll erfolgen – bitte keine Blitzaufnahmen im Inneren des Hauptheiligtums.
Interessante Fakten
- •Wat Si Saket ist der älteste noch erhaltene Tempel in Vientiane und überstand die Siam-Invasion von 1827, bei der viele andere Tempel zerstört wurden.
- •Die Ummauerung beherbergt über 10.000 kleine Buddha-Statuen und Bildnisse aus verschiedenen Materialien, darunter Holz, Stein und Bronze.
- •Wat Si Saket wurde in einem Stil errichtet, der von thailändischen Tempeln beeinflusst ist – das ist in Laos eher unüblich, da die meisten Tempel dem traditionellen laotischen Design folgen.
Geschichte
Wat Si Saket wurde um 1818 während der Herrschaft von König Anouvong des Königreichs von Vientiane im laotischen Kernland errichtet.
Es wurde im Stil gestaltet, der sich an der thailändischen buddhistischen Architektur orientiert, mit einer Ummauerung (Cloister Wall) mit Tausenden von Buddha-Bildnissen.
Besonders hervorzuheben ist, dass der Tempel die Siam-Invasion von 1827 überstand, bei der große Teile von Vientiane zerstört wurden – deshalb zählt er zu den wenigen verbliebenen Bauwerken aus dieser Zeit.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde Wat Si Saket restauriert, um die architektonische Substanz und die religiösen Artefakte zu bewahren.
Heute ist er ein lebendiger Beleg für die Widerstandskraft laotischer Kultur und des Buddhismus – trotz historischer Konflikte.
Ortsführer
Ummauerung (Cloister Wall)1818
Die Tempelanlage umschließend, enthält die Ummauerung Tausende kleiner Buddha-Statuen und Bildnisse, die in Reihen angeordnet sind. Sie zeigen verschiedene Stile und Epochen buddhistischer Kunst.
Haupthalle (Viharn, Assembly Hall)1818
Die zentrale Halle, in der sich Mönche für Zeremonien und zum Gebet versammeln. Sie beherbergt eine große Buddha-Statue und ist reich an filigranen Schnitzereien und Verzierungen – ein Ausdruck laotischer buddhistischer Kunstfertigkeit.
Tempelgärten
Ruhige Gärten rund um den Tempel bieten eine friedliche Kulisse für Meditation und Besinnung und bereichern so das spirituelle Erlebnis der Besucher.
Kontakt
Telefon: 020 56 777 272