Phou Hin Poun National Biodiversity Conservation Area

Khammouan

60/10090 min

Das Phou Hin Poun National Biodiversity Conservation Area liegt in der Provinz Khammouane in Laos und bietet eine markante Karstlandschaft mit Kalksteintürmen innerhalb des Annamit-Gebirges. Die Region zeichnet sich durch felsiges, von Höhlen durchzogenes Terrain aus; mehr als die Hälfte der Fläche ist von felsigen Ausläufern geprägt. Dazu kommen trockener immergrüner Wald und Buschland, geformt durch ein tropisch-savannenartiges Klima. Diese vielfältige Lebensraum-Mischung unterstützt eine beeindruckende Vielfalt an Wildtieren: 113 Säugetierarten, 160 Vogelarten, 81 Reptilienarten, 47 Amphibienarten und 145 Fischarten. Besonders hervorzuheben ist die Laotische Felsenratte – eine so einzigartige Art, dass sie zunächst in eine eigene Familie eingeordnet wurde und später mit einer Abstammungslinie in Verbindung gebracht wurde, von der man annahm, sie sei seit Millionen von Jahren ausgestorben. Weitere seltene Säugetiere sind unter anderem der Indische Elefant, der Indochinesische Tiger, das vom Aussterben bedrohte Saola, der Riesenmuntjak, der Assam-Makak, François' Langur und das Schwarze Riesenhörnchen. Außerdem beherbergt das Gebiet 41 Fledermausarten, von denen eine einzige Höhle 22 beherbergt. Das Vogel- und Lebenszeichen ist besonders artenreich – unter anderem mit dem Grauen Pfauenfasan, der Hügelmyna, dem Rotkehl-Specht, dem Sooty-Babbler und dem Hornvogel mit Kranz. Trotz der großen Bedeutung für den Artenschutz erhält der Ort nur minimalen staatlichen Schutz und Mittel, was den Bedarf an mehr Bewusstseinsarbeit für den Naturschutz unterstreicht. Diese einzigartige Naturlandschaft gewährt einen Einblick in die reiche Biodiversität der Karst-Ökosysteme in Laos.

Planen Sie Ihre Reise nach Laos mit KI

Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.

Tipp: Besucher sollten ihren Aufenthalt möglichst in der Trockenzeit planen, damit der Zugang leichter ist und sich die Chancen auf Wildtierbeobachtungen verbessern. Aufgrund der begrenzten Infrastruktur und des geringen Schutzes ist es empfehlenswert, geführte Touren über lokale Anbieter zu buchen, die das Gelände und die Arten gut kennen. Eine frühzeitige Planung ist sinnvoll, um – falls erforderlich – Genehmigungen oder Erlaubnisse rechtzeitig zu sichern. Für die raue Karstlandschaft und die Erkundung von Höhlen empfiehlt es sich, die passende Ausrüstung mitzubringen. Ein bestimmtes Ticketsystem gibt es nicht, aber die Unterstützung lokaler Naturschutzmaßnahmen ist ausdrücklich erwünscht.

Interessante Fakten

  • Phou Hin Poun ist die Heimat der Laotischen Felsenratte – einer Art, von der man dachte, sie sei seit 11 Millionen Jahren ausgestorben, bis man sie hier entdeckte.
  • Eine Höhle, Tam Houay Si, beherbergt 22 der 41 in der Region vorkommenden Fledermausarten.
  • Das Gebiet beherbergt das vom Aussterben bedrohte Saola – eines der seltensten großen Säugetiere der Welt.
  • Die Karstlandschaft von Phou Hin Poun besteht zu über 50% aus felsigen Ausläufern und schafft so ein einzigartiges Mosaik an Lebensräumen.
  • Innerhalb dieses Schutzgebiets wurde eine neue Gattung von Altwelt-Ratten und -Mäusen entdeckt: Saxatilomys paulinae.

Geschichte

Das Phou Hin Poun National Biodiversity Conservation Area hieß früher Khammouane Limestone National Biodiversity Conservation Area und gehört zu den 21 ausgewiesenen Biodiversitäts-Schutzgebieten in Laos.

Es wurde eingerichtet, um die einzigartige Karstlandschaft und ihre seltenen Arten zu schützen, doch staatliche Finanzierung und Schutz bleiben nach wie vor gering.

Im Laufe der Jahre wurde das Gebiet vor allem durch die Entdeckung seltener Arten wie der Laotischen Felsenratte und neuer Gattungen von Nagetieren bekannt – ein Zeichen dafür, dass es ein wichtiger Ort für biologische Forschung und Naturschutz ist.

603

Die menschliche Bevölkerung im Gebiet liegt bei ungefähr 29.603 und spiegelt damit das Miteinander der lokalen Gemeinden mit der natürlichen Umwelt wider.