Kolsai-Seen

Kolsai-Seen

Almaty

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Der Kolsai-Seen-Nationalpark liegt an den nördlichen Hängen der Tian-Shan-Berge im südöstlichen Kasachstan. Er ist vor allem wegen seiner drei wunderschönen Bergseen bekannt, die durch Erdrutsche entstanden sind, welche den Kolsay-Fluss aufgestaut haben. Der Park umfasst den Unteren, Mittleren und Oberen Kolsai-See – jeder mit eigener, ganz besonderer Landschaftsromantik. Am größten und malerischsten ist der Mittlere See. In der Region befindet sich außerdem der Kaindy-See, der mit seinen versunkenen Fichtenstämmen und spiegelglatten Gewässern berühmt ist. Der Park gehört zum UNESCO-Weltnetz der Biosphärenreservate und schützt eine große Vielfalt an Flora und Fauna – darunter auch seltene Arten wie der Tian-Shan-Braunbär und der Schneeleopard. Besucher können zu Fuß entlang eines 25 km langen Trails zwischen den Seen wandern, reiten und in nahe gelegenen Dörfern campen. Das feucht-kontinentale Klima der Region begünstigt üppige alpine Wiesen und Nadelwälder – und macht das Gebiet zu einem besonders ursprünglichen Naturrefugium. Die Kolsai-Seen verbinden ökologische Bedeutung mit einer gut erreichbaren Outdoor-Reichweite und ziehen Naturfreunde ebenso an wie Abenteuersuchende.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Kolsai-Seen ist von April bis Ende September, wenn das Wetter mild ist und Camping möglich. Es empfiehlt sich, Gästehäuser oder Campingplätze im Voraus zu buchen – vor allem in der Hauptsaison. Wanderwege eignen sich auch für Einsteiger, doch man sollte sich auf wechselnde Temperaturen einstellen, besonders auf kühlere Nächte. Ziehe geführte Touren oder Ausritte in Betracht, um den 25 km langen Trail über mehrere Tage zu erkunden. Besucher sollten die Naturschutzregeln unbedingt respektieren, da ein großer Teil des Parks streng geschützt ist. Nimm passende Ausrüstung für Bedingungen in den Bergen mit und checke vor der Abreise die lokalen Wettervorhersagen.

Interessante Fakten

  • Die Kolsai-Seen werden oft die „Perlen des Tian Shan“ genannt – wegen ihrer außergewöhnlichen Schönheit.
  • Der Kaindy-See ist berühmt für seinen versunkenen Wald aus Fichtenstämmen, der auf einen 1911 durch ein Erdbeben ausgelösten Erdrutsch zurückgeht.
  • Der Park beherbergt über 700 Pflanzenarten, darunter 12, die als selten eingestuft sind.
  • Sechs Säugetierarten im Park sind in Kasachstan selten – darunter der Schneeleopard und der Tian-Shan-Braunbär.
  • Die Wanderroute, die die Seen verbindet, ist 25 km lang und kann zu Fuß in drei Tagen oder auf dem Pferd in einem Tag absolviert werden.

Geschichte

Die Kolsai-Seen sind durch Erdrutsche entstanden, die die Flusstäler aufstauten.

1887

Der Untere See und der Kaindy-See gehen auf Ereignisse aus den Jahren 1887 bzw.

1911

1911 zurück.

Bis in die jüngsten Jahrzehnte blieb die Region weitgehend unberührt – dann wurde sie zum Nationalpark erklärt und in das UNESCO-Weltnetz der Biosphärenreservate aufgenommen.

Im Laufe der Zeit haben Schutzmaßnahmen die vielfältigen Ökosysteme des Parks bewahrt und dabei Tourismus und Erhaltung in Einklang gebracht.

Die Entwicklung von Wanderwegen und Besucherinfrastrukturen hat die Seen zu einem beliebten Ziel für Bergtourismus gemacht – bei gleichzeitiger Wahrung ihrer natürlichen Eigenart.

Ortsführer

1
Unterer Kolsay-See

Ein natürliches Berggewässer von etwa 1 km Länge, 400 Metern Breite und 80 Metern Tiefe. Er ist mit dem Auto erreichbar; in der Nähe gibt es Gästehäuser und Campingplätze. Er dient als Ausgangspunkt für Wanderungen.

2
Mittlerer Kolsay-See (Mynzholky)

Der größte und landschaftlich schönste der drei Kolsay-Seen liegt 5 km flussaufwärts vom unteren See entfernt. Er erreicht Tiefen von 50 Metern und ist von alpinen Wiesen und Wäldern umgeben.

3
Oberer Kolsay-See

Der obere See liegt 6 km oberhalb des mittleren Sees. Er ist von Fichtenbäumen und alpinen Wiesen umgeben. Er befindet sich nahe dem Pass Sara-Buluk und der Grenze zu Kirgisistan – in großer Höhe und abseits gelegen.

4
Kaindy-See1911

Ein außergewöhnlicher See, bekannt für sein klares Wasser und die versunkenen toten Fichtenstämme. Er entstand 1911 durch einen durch ein Erdbeben ausgelösten Erdrutsch, der eine Schlucht aufstaut. Der Kaindy-See liegt 11 km östlich der Kolsay-Seen.