Kaindy-See
Almaty
Der Kaindy-See ist ein bemerkenswerter Natursee im kasachischen Nationalpark Kolsay Lakes, etwa 130 Kilometer östlich von Almaty. Er liegt auf einer Höhe von 2.000 Metern über dem Meeresspiegel, erstreckt sich etwa 400 Meter in der Länge und erreicht Tiefen nahe an 30 Metern. Der See entstand nach einem gewaltigen Kalkstein-Landslide, der durch das Erdbeben von 1911 (Kebin) ausgelöst wurde. Dabei entstand ein natürlicher Damm, der eine Schlucht versperrte und so dazu führte, dass Wasser eines Gebirgsflusses sich sammelte. Besonders einzigartig ist der versunkene Wald aus Picea schrenkiana, deren Stämme unheimlich aus der Wasseroberfläche ragen und eine surreale „untergetauchte Wald“-Landschaft bilden. Das kalte, mineralreiche Wasser konserviert diese Baumstämme: Die Rinde und die Seitenäste sind bereits verloren gegangen, die Stämme sind weiß geworden und von Algen überwuchert. Oft zeigt der See zudem eine lebhaft blaugrüne Farbe – ausgelöst durch Kalkablagerungen und andere Minerale. Der Kaindy-See ist ein beliebtes Ziel für Touristen, die Natur pur erleben möchten, außerdem zum Eis-Tauchen und – im Winter – zum Angeln auf Forellen. Die Umgebung bietet eine ruhige alpine Kulisse mit eindrucksvollen geologischen und ökologischen Besonderheiten, die Besucher in ihren Bann ziehen.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Kaindy-Sees ist der späte Frühling bis zum frühen Herbst, wenn das Wetter milder ist und der See für Wanderungen und Besichtigungen gut zugänglich. Im Winter zieht es Eis-Taucher und Angler an, allerdings braucht man wegen der Kälte spezielle Ausrüstung und Erfahrung. Besuchern wird empfohlen, Transport und Unterkunft im Voraus zu organisieren, da das Gebiet abgelegen ist. Wer vorher geführte Touren oder Park-Eintrittserlaubnisse kauft, kann das Erlebnis zusätzlich verbessern. Da der See in einem Nationalpark liegt, ist es wichtig, die lokalen Umweltvorschriften einzuhalten und den natürlichen Lebensraum zu bewahren.
Interessante Fakten
- •Der Kaindy-See entstand durch das Erdbeben von 1911 (Kebin), das einen Kalkstein-Landslide auslöste und eine Schlucht blockierte.
- •Der See enthält versunkene Baumstämme der Picea schrenkiana, die eine einzigartige „untergetauchte Wald“-Kulisse schaffen.
- •Die charakteristisch blaugrüne Färbung des Wassers stammt von Kalk- und Mineralablagerungen.
- •Trotz der niedrigen Temperaturen ist der See beliebt für Eis-Tauchgänge und Winter-Forellenangeln.
- •Die oberen Bereiche der versunkenen Bäume haben Rinde und Äste verloren, sind weiß geworden und erinnern an Masten versunkener Schiffe.
Geschichte
Der Kaindy-See entstand im Jahr 1911, nachdem das Kebin-Erdbeben einen massiven Kalkstein-Landslide ausgelöst hatte, der eine Bergschlucht blockierte und so einen natürlichen Damm entstehen ließ.
Durch dieses Ereignis stauten sich die Wassermassen eines Gebirgsflusses, wodurch der See überhaupt erst entstand.
Im Laufe der Zeit wurde der versunkene Wald der Fichten in den kalten Gewässern konserviert, was dem See sein markantes Aussehen verleiht.
Der Ort hat sich seither von einem geologischen Phänomen zu einer bedeutenden Naturattraktion innerhalb des Nationalparks Kolsay Lakes entwickelt.
Ortsführer
Versunkener Wald1911
Die versunkenen Baumstämme der Picea schrenkiana ragen über die Wasseroberfläche und schaffen unter Wasser eine surreale Waldlandschaft. Dass diese Bäume erhalten geblieben sind, liegt am kalten, mineralreichen Wasser.
Natürlicher Damm und Schlucht1911
Der Kalkstein-Landslide bildete einen natürlichen Damm von etwa 20 Metern Höhe. Er blockierte die Schlucht und ermöglichte so, dass sich der See bilden konnte. Der Kaindy-Fluss fließt in den See und passiert dabei diese Felswand.