Myeongdong-Kathedrale

Myeongdong-Kathedrale

Seoul-teukbyeolsi

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Die Myeongdong-Kathedrale, offiziell bekannt als Cathedral Church of Our Lady of the Immaculate Conception, ist die Nationalkathedrale der Erzdiözese Seoul und eine zentrale Sehenswürdigkeit im Stadtteil Myeongdong. Sie ist der Heiligen Jungfrau Maria unter dem Titel Unbefleckte Empfängnis gewidmet und dient als Sitz des Erzbischofs von Seoul. Die Kathedrale wurde ab dem späten 19. Jahrhundert errichtet – zunächst gab es Widerstand, unter anderem durch Kaiser Gojong, der die Fertigstellung später schließlich unterstützte. Sie wurde 1898 geweiht und war zu dieser Zeit das größte Gebäude in Seoul. Die Kathedrale ist im Stil der Neugotik erbaut und beherbergt Reliquien der Koreanischen Märtyrer aus der Verfolgung von 1866. In den 1970er- und 1980er-Jahren spielte sie eine wichtige Rolle als Zufluchtsort und Zentrum für pro-demokratische Proteste während der Militärherrschaft in Südkorea und brachte ihr den Spitznamen „Mecca“ bei Demokratie-Aktivisten ein. Heute ist sie nach wie vor ein lebendiger religiöser Ort mit Gottesdiensten auf Koreanisch und für Ausländer und wird von der südkoreanischen Regierung als Historic Site No. 258 geführt. Die Kathedrale ist zugleich ein spirituelles und kulturelles Symbol – und zieht sowohl Touristen als auch Einheimische an.

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Tipp: Besucher sollten nach Möglichkeit den Sonntagsgottesdienst am Vormittag besuchen, wenn sie die religiösen Angebote der Kathedrale erleben möchten – es gibt Gottesdienste sowohl auf Koreanisch als auch auf Englisch. Am besten besucht man sie unter der Woche, um größere Menschenmengen am Wochenende zu vermeiden. Eine Vorausbuchung ist nicht nötig, da die Kathedrale für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Besucher sollten den laufenden Gottesdiensten und der Rolle der Kathedrale als Zufluchtsort gebührend respektieren. Gepflegte, unaufdringliche Kleidung wird empfohlen. Die Kathedrale ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln in zentraler Lage in Seoul gut erreichbar.

Interessante Fakten

  • Die Myeongdong-Kathedrale war das größte Gebäude in Seoul, als sie 1898 fertiggestellt wurde.
  • Sie beherbergt Reliquien Koreanischer Märtyrer, die während der Verfolgung von 1866 starben.
  • In den 1970er- und 1980er-Jahren wurde die Kathedrale als „Mecca“ für pro-demokratische Aktivisten bekannt.
  • Kaiser Gojong lehnte den Bau der Kathedrale zunächst ab, weil er befürchtete, sie könnte seinen Palast in den Schatten stellen.
  • Die südkoreanische Regierung wies die Kathedrale 1977 als Historic Site No. 258 aus.

Geschichte

Während der Joseon-Zeit sah sich das Christentum Verfolgung ausgesetzt, doch im 19.

Jahrhundert wuchs das Interesse durch französische Missionare.

1882

Nach dem Korea-Vertrag von 1882 mit den Vereinigten Staaten wurde Land erworben, um die Kathedrale zu bauen – trotz anfänglichem Widerstand durch Kaiser Gojong.

1892

Der Bau begann in den späten 1880er-Jahren; der Grundstein wurde 1892 gelegt und die Weihe erfolgte 1898.

Zu dieser Zeit war die Kathedrale das größte Gebäude in Seoul.

1866

Sie beherbergt Reliquien der Koreanischen Märtyrer aus dem Jahr 1866.

In den 1970er- und 1980er-Jahren wurde sie zum Zentrum für pro-demokratische Proteste gegen die Militärherrschaft und diente Aktivisten als Zufluchtsort.

1977

1977 wurde sie vom koreanischen Staat als Historic Site No.

258

258 ausgewiesen.

Ortsführer

1
Hauptheiligtum und Altar1898

Der zentrale Bereich für den Gottesdienst mit neogotischer Architektur, Glasfenstern und dem Hauptaltar, der der Unbefleckten Empfängnis gewidmet ist.

2
Krypta der Koreanischen Märtyrer1900

Eine heilige Krypta mit Reliquien der Koreanischen Märtyrer, die 1866 verfolgt wurden – als Symbol für die Widerstandskraft des koreanischen Katholizismus.

3
Neugotische ArchitekturLate 19th century
Eugène Jean George Coste (Supervisor)

Der markante neogotische Stil der Kathedrale umfasst spitz zulaufende Bögen, Kreuzrippengewölbe und fliegende Strebepfeiler – und macht sie zu einem architektonischen Wahrzeichen in Seoul.

Kontakt

Telefon: 02-774-1784