
Tempel Unjusa
Jeollanam-do
Der Tempel Unjusa im Landkreis Hwasun in der Provinz Jeollanam-do, Südkorea, ist bekannt für seine außergewöhnliche Ansammlung steinerner Buddha-Statuen und steinerner Pagoden und hebt sich damit von anderen koreanischen buddhistischen Tempeln ab. Möglicherweise bereits in der späten Silla-Dynastie gegründet, sind die Ursprünge bis heute unklar. Einige führen die Gründung auf den Mönch Doseon zurück, der sie angeblich nach den Prinzipien der Geomantie ins Leben rief. Der Tempel beherbergte einst über tausend steinerne Statuen und Pagoden, doch heute sind nur noch 91 Statuen und 21 Pagoden erhalten. Die Bauwerke zeigen markante Merkmale wie säulenartige Körper, schlichte Gesichter sowie geometrische Muster, die in Gewänder und auf die Oberflächen der Pagoden eingraviert sind – typisch für die Goryeo-Zeit. Der Grundriss des Tempels stellt symbolisch ein großes Schiff dar: Hohe, viereckige Pagoden dienen als Masten, während abgerundete Pagoden und Buddhas als Besatzungsmitglieder gelten. Unjusa ist ein bedeutender Ort, um die Geschichte der koreanischen buddhistischen Kunst zu erforschen – mit religiösen Symbolen und architektonischen Stilen, die andernorts nur selten zu finden sind.
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Tipp: Besucher sollten einen Ausflug im Frühling oder im Herbst einplanen, wenn das Wetter angenehm ist und die Aussicht besonders schön. Es empfiehlt sich, die Öffnungszeiten im Voraus zu prüfen und eine geführte Tour zu buchen, um die einzigartigen Statuen und Pagoden des Tempels in ihrer ganzen Vielfalt zu entdecken. Tickets bieten möglicherweise Ermäßigungen für Studierende und Seniorinnen bzw. Senioren. Eine Vorausreservierung kann das Erlebnis deutlich verbessern – vor allem in der Hochsaison.
Interessante Fakten
- •Unjusa beherbergte einst über tausend steinerne Buddha-Statuen und Pagoden – ein einzigartiges Merkmal unter den koreanischen Tempeln.
- •Der Grundriss des Tempels stellt symbolisch ein großes Schiff dar: Pagoden als Masten und Buddhas als Besatzung.
- •Geometrische Muster wie X und III sind in den Pagoden eingraviert – eine charakteristische Besonderheit der Gestaltung.
- •Zwei unvollendete steinerne Buddha-Statuen, die „Wabul“ genannt werden, sind auf dem Gelände erhalten; sie werden mit einer lokalen Legende verknüpft, in der Stonemasons (Steinmetze) aus dem Himmel gerufen wurden.
Geschichte
Die Ursprünge des Tempels Unjusa liegen im Dunkeln: Archäologische Untersuchungen konnten den Bauzeitpunkt nicht eindeutig datieren und auch den Gründer nicht sicher identifizieren.
Traditionell wird angenommen, dass Mönch Doseon den Tempel in der späten Silla-Dynastie als geomantische Abhilfe für die koreanische Halbinsel errichtete.
Historische Aufzeichnungen aus dem Jahr 1432 dokumentieren über tausend steinerne Statuen und Pagoden an der Anlage, doch viele sind inzwischen verloren gegangen.
Die heute erhaltenen Bauwerke stammen vor allem aus der Goryeo-Zeit und spiegeln damit die historische Entwicklung des Tempels sowie seine kulturelle Bedeutung über Jahrhunderte wider.
Ortsführer
Haupthalle für den Kult
Die zentrale Halle in Unjusa, in der Gebete und Zeremonien stattfinden. Sie beherbergt wichtige Buddha-Statuen und religiöse Reliquien.
Neunstöckige Steinpagode (Unjusa Gucheung Seoktap)Goryeo-Zeit (918-1392)
Eine herausragende neunstöckige Steinpagode, die als Treasure #796 ausgewiesen ist. Sie steht exemplarisch für die Architektur der Steinpagoden aus der Goryeo-Zeit mit kunstvollen geometrischen Verzierungen.
Stein-Buddha-StatuenGoryeo-Zeit
Über das Tempelgelände verteilt. Diese Statuen unterscheiden sich in Größe und zeigen einzigartige Details wie säulenartige Körper, schlichte Gesichter sowie unverhältnismäßige Gliedmaßen – typisch für die Kunstfertigkeit der Goryeo-Zeit.
Steinpagoden-GruppeGoryeo-Zeit
Eine Sammlung von 21 Steinpagoden unterschiedlicher Höhe (3, 5, 7 und 9 Stockwerke), die in den umliegenden Feldern und Bergen steht. Besonders auffällig sind ihre hohen, schmalen Formen sowie flache Dachsteine.
Kontakt
Telefon: 061-374-0660