Gochang-Dolmenstätte

Gochang-Dolmenstätte

Jeollabuk-do

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Die Gochang-Dolmenstätte in Jeollabuk-do, Südkorea, ist vor allem wegen ihrer umfangreichen Sammlung an Steindolmen berühmt. Diese dienten im 1. Jahrtausend v. Chr. als Grabmarker und als Stätten für rituelle Handlungen. Sie ist Teil der UNESCO-Welterbeliste – gemeinsam mit den Dolmenstätten von Hwasun und Ganghwa. Die Dolmen geben unschätzbare Einblicke in die Bestattungspraxis der herrschenden Elite während der neolithischen und bronzezeitlichen Epochen Koreas. Das Areal umfasst die größte und vielfältigste Gruppe an Dolmen, bekannt als die Jungnim-ri-Dolmen, die sich rund um das Dorf Maesan im Landkreis Gochang konzentrieren. Die Dolmen werden vor allem in zwei Typen eingeteilt: den nördlichen Tischtyp, bei dem Steinwände mit einer großen Steintafel gekrönt sind, und den südlichen Go-Board-Typ, der sich durch unterirdische Bestattungen auszeichnet, die von Steinen gestützt werden. Ausgrabungen seit 1965 haben Tongefäße, Bronzeobjekte, Steingeräte und kommaförmige Schmuckstücke zutage gefördert – und damit die ausgefeilte Kultur der damaligen Zeit sichtbar gemacht. Die Stätte liefert außerdem Hinweise auf uralte Methoden des Steinbruchs und des Transports, die zum Bau dieser Megalithen eingesetzt wurden. Die hohe Konzentration und Vielfalt der Dolmen in Gochang machen die Koreanische Halbinsel zu einem einzigartigen Zentrum megalithischer Kultur – sie repräsentieren etwa 40 % der Dolmen weltweit.

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Tipp: Besucher sollten ihren Besuch idealerweise im Frühling oder im Herbst einplanen: Dann ist das Wetter angenehm und die Erkundung der Außenanlagen macht mehr Spaß. Tickets sind oft vor Ort erhältlich, aber es ist empfehlenswert, auf der offiziellen Website nach Aktualisierungen oder Angeboten für geführte Touren zu schauen. Für Gruppen, Senioren oder Schüler können Ermäßigungen verfügbar sein. Aufgrund der Lage im Freien und des unebenen Geländes werden bequeme Wanderschuhe empfohlen.

Interessante Fakten

  • Die Koreanische Halbinsel beherbergt ungefähr 40 % der Dolmen der Welt – damit ist sie die Region mit der höchsten Konzentration weltweit.
  • Die Gochang-Dolmenstätte hat die größte und vielfältigste Gruppe an Dolmen unter den drei in Korea von der UNESCO gelisteten Stätten.
  • Die Dolmen in Gochang werden vor allem in zwei Typen eingeteilt: den nördlichen Tischtyp und den südlichen Go-Board-Typ – beide mit jeweils eigenständigen Konstruktionsstilen.
  • Ausgrabungen in Gochang haben Tongefäße, Bronzeobjekte, Steingeräte und kommaförmige Schmuckstücke zutage gefördert – und geben damit Einblicke in die Kultur des alten Korea.
  • Die Dolmenkultur in Korea dauerte ungefähr vom 7. Jahrhundert v. Chr. bis zum 3. Jahrhundert v. Chr. und verbindet Traditionen der Jungstein- und Bronzezeit.

Geschichte

Die Gochang-Dolmenstätte stammt aus der Zeit zwischen dem 7.

und 3.

Jahrhundert v.

Chr.

– aus den neolithischen und bronzezeitlichen Epochen Koreas.

1965

Die Ausgrabungen begannen 1965 und legten die Bedeutung der Stätte für das Verständnis von alten koreanischen Bestattungs- und Ritualpraktiken offen.

Über die Jahrhunderte hat die Anlage Hunderte von Dolmen bewahrt, die die Gräber der herrschenden Elite markieren und die damalige soziale Hierarchie widerspiegeln.

2000

Im Jahr 2000 wurde Gochang gemeinsam mit den Stätten von Hwasun und Ganghwa zum UNESCO-Welterbe ernannt – als Anerkennung für den herausragenden kulturellen Wert.

Seitdem wird die Stätte sorgfältig erhalten und erforscht, um dieses einzigartige megalithische Erbe zu schützen.

Ortsführer

1
Jungnim-ri-Dolmen1. Jahrtausend v. Chr.

Das Kerngebiet der Gochang-Dolmenstätte mit der größten und vielfältigsten Sammlung an Dolmen: Hier werden sowohl Strukturen des nördlichen Tischtyps als auch des südlichen Go-Board-Typs gezeigt – inklusive detaillierter Steinhandwerkskunst.