
Geumsansa-Tempel
Jeollabuk-do
Der Geumsansa-Tempel liegt an den Hängen des Moaksan in der Stadt Gimje in Südkorea und ist ein bedeutender buddhistischer Tempel der Jogye-Ordensrichtung. Der Tempel wurde 599 n. Chr. während des Baekje-Reichs gegründet. In den folgenden Jahrhunderten erfuhr er zahlreiche Erweiterungen und Renovierungen – besonders durch Meister Jinpyo im 8. Jahrhundert sowie durch den königlichen Präzeptor Hyedeok im 11. Jahrhundert. Der Tempel wurde zu einem Zentrum des Glaubens an Maitreya und hatte im späten 16. Jahrhundert während der japanischen Invasionen auch eine defensive Funktion. Danach wurde er 1635 wiederaufgebaut. Die Mireukjeon-Halle, ein seltener dreistöckiger Holzbau mit einer großen Statue des zukünftigen Buddhas, ist als Nationales Kulturerbe Nr. 62 ausgewiesen und steht exemplarisch für einzigartige koreanische Architekturformen. Heute ist der Geumsansa-Tempel weiterhin eine wichtige spirituelle und kulturelle Stätte: Er beherbergt verschiedene buddhistische Zeremonien und bewahrt zahlreiche historische Schätze.
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Tipp: Besucher sollten den Geumsansa-Tempel am besten im Frühling oder im Herbst erkunden, wenn das Wetter angenehm ist und die Landschaft besonders schön. Es wird empfohlen, die offizielle Website des Tempels zu prüfen, um die Termine der Veranstaltungen zu erfahren, und Tickets im Voraus zu besorgen oder geführte Touren zu arrangieren, damit man das kulturelle Erbe des Tempels in vollen Zügen erleben kann. Für Gruppen, Senioren oder Studierende können Ermäßigungen verfügbar sein. Beim Besuch auf dem Tempelgelände sind respektvolle Kleidung und ein angemessenes Verhalten erwünscht.
Interessante Fakten
- •Die Mireukjeon-Halle des Geumsansa-Tempels ist die einzige dreistöckige Holzhallenkirche im buddhistischen Kontext in Korea.
- •Meister Jinpyo, der den Tempel im 8. Jahrhundert erweiterte, soll eine Vision von Maitreya gehabt haben und daraufhin eine Statue nach dieser Vorstellung geschaffen haben.
- •Während der japanischen Invasionen von 1592 und 1597 wurden buddhistische Mönche, die am Geumsansa-Tempel ausgebildet worden waren, zur Verteidigung der Region eingesetzt.
- •Der Tempel beherbergt zahlreiche kulturelle Schätze, von denen viele älter sind als die heutigen Gebäude, die 1635 rekonstruiert wurden.
- •Zum Tempelkomplex gehörten in der Blütezeit in der Goryeo-Dynastie unter dem königlichen Präzeptor Hyedeok einst 88 Hallen und 711 Zimmer.
Geschichte
Der Geumsansa-Tempel wurde ursprünglich 599 oder 600 n.
Chr.
von König Beop aus Baekje gegründet.
Zwischen 722 und 766 n.
Chr.
wurde er unter Meister Jinpyo erweitert, der den Glauben an Maitreya in den Tempel brachte.
Später leitete 1079 der königliche Präzeptor Hyedeok eine umfassende Renovierung, bei der der Tempelkomplex deutlich vergrößert wurde.
Der Tempel wurde während der japanischen Invasionen in Korea im späten 16.
Jahrhundert beschädigt und 1635 wiederaufgebaut.
In seiner gesamten Geschichte diente der Geumsansa-Tempel als religiöse, kulturelle und militärische Stätte – ein Spiegelbild des buddhistischen Erbes Koreas und seiner historischen Widerstandskraft.
Ortsführer
Mireukjeon-Halle1635
Eine einzigartige dreistöckige Holzhalle mit der großen Statue des Maitreya-Buddhas, erbaut im Jahr 1635. Die Halle verfügt über kunstvoll gearbeitete Holzsäulen im Stil des minheullim und eine Dachkonstruktion mit mehreren Querbalken – und gilt damit als seltenes Beispiel koreanischer buddhistischer Architektur.
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