
Haeinsa
Gyeongsangbuk-do
Haeinsa ist ein bedeutender buddhistischer Tempel im Gayasan Nationalpark in der Provinz Süddes Gyeongsang, Südkorea. Der Tempel wurde im Jahr 802 n. Chr. gegründet und ist das Hauptkloster der Jogye Order des koreanischen Seon-Buddhismus. Als einer der Tempel der Drei Juwelen steht Haeinsa außerdem sinnbildlich für das Dharma – also die Lehren Buddhas. Besonders berühmt ist der Tempel für die Bewahrung der Tripitaka Koreana: eine Sammlung aus 81.350 Holz-Druckstöcken mit den gesamten buddhistischen Schriften, untergebracht im Komplex Janggyeong Panjeon. Dieser Komplex ist wegen seines genialen architektonischen Konzepts bekannt, das eigens auf die Erhaltung dieser heiligen Texte ausgerichtet ist. Dafür wurde er gemeinsam mit dem Tempel selbst zum UNESCO-Welterbe erklärt. Die Haupthalle Daejeokkwangjeon würdigt Vairocana Buddha in einzigartiger Weise – anders als bei typischen Tempeln in Korea. Zum Tempelkomplex gehören außerdem weitere bedeutende Hallen wie Beopbojeon und Sudara-jang. Zudem beherbergt er zahlreiche nationale Schätze, darunter Holzschnitzereien, buddhistische Gemälde, steinerne Pagoden und Laternen. Im Laufe der Geschichte war Haeinsa ein Zentrum buddhistischer Praxis und Kultur und wurde unter anderem mit einflussreichen Mönchen wie Seongcheol in Verbindung gebracht. Noch heute ist es ein aktiver religiöser Ort und bietet Besuchern Programme für einen Tempelaufenthalt, die spirituelle Erfahrung suchen. Dass der Tempel bemerkenswerterweise die Brände und Kriegsgefahren überstand – darunter ein Vorfall während des Koreakriegs, bei dem ein Pilot den Befehlen, die Anlage zu bombardieren, nicht folgte – macht seine historische Bedeutung und die kulturelle Verehrung zusätzlich aus.
Planen Sie Ihre Reise nach Südkorea mit KI
Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.
Tipp: Besucher sollten ihren Besuch idealerweise im Frühling oder Herbst planen, wenn das Wetter angenehm ist und die Landschaft besonders schön wirkt. Für Programme im Rahmen eines Tempelaufenthalts werden vorab Tickets oder Reservierungen empfohlen, um die Verfügbarkeit sicherzustellen. Der Eintritt nach Haeinsa ist seit Mai 2023 kostenlos, jedoch sind Spenden willkommen, um die Erhaltungsmaßnahmen zu unterstützen. Der Tempel ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und bietet geführte Touren an, um das Besuchserlebnis zu bereichern. Angesichts der religiösen Bedeutung des Tempels wird angemessene, schlichte Kleidung und respektvolles Verhalten erwartet.
Interessante Fakten
- •Die Tripitaka Koreana besteht aus 81.350 Holz-Druckstöcken und gilt als eine der vollständigsten und genauesten buddhistischen Kanons weltweit.
- •Die Lagerhallen des Janggyeong Panjeon gehören zu den größten Holzbauwerken der Welt und haben mehrere Brände sowie Kriegsbedrohungen überstanden.
- •Während des Koreakriegs widersetzte sich der Oberst der Air Force Kim Young-hwan den Befehlen, Haeinsa zu bombardieren, und bewahrte so den Tempel und seine Schätze.
- •Haeinsa ist einer der Tempel der Drei Juwelen in Korea und steht für das Dharma – also die Lehren Buddhas.
- •Die Haupthalle Daejeokkwangjeon ist Vairocana Buddha gewidmet – ungewöhnlich für koreanische Tempel, die typischerweise Gautama Buddha verehren.
Geschichte
Haeinsa wurde im Jahr 802 n.
Chr.
während der Zeit der Vereinigten Silla gegründet.
Berichten zufolge wurde sie von zwei Mönchen angestoßen, die die Königin heilten – daraus entstand die königliche Förderung für den Bau des Tempels.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Tempel mehrfach renoviert, besonders im 10.
Jahrhundert sowie 1488, 1622 und 1644.
1817 wurde der Tempel durch einen Brand zerstört und 1818 wiederaufgebaut.
Die Lagerhallen des Janggyeong Panjeon, in denen die Tripitaka Koreana aufbewahrt wird, wurden 1457 unter König Sejo von Joseon erweitert.
Während des Koreakriegs wurde Haeinsa beinahe bombardiert, aber verschont, weil ein kommandierender Pilot die Befehle verweigerte.
Seitdem ist der Tempel aufgrund seiner kulturellen und historischen Bedeutung als UNESCO-Welterbestätte anerkannt.
Ortsführer
Janggyeong Panjeon (Tripitaka Koreana Depots)15. Jahrhundert (erweitert 1457)
Dieser Komplex aus vier hölzernen Lagerhallen ist der Aufbewahrung der Tripitaka Koreana-Druckstöcke gewidmet. Die Hallen sind so konzipiert, dass optimale Bedingungen für die Holzblöcke erhalten bleiben – unter anderem durch natürliche Lüftung und Techniken zur Kontrolle der Luftfeuchtigkeit. Sie sind der älteste Teil des Tempels und haben Brände und Krieg unversehrt überstanden.
Daejeokkwangjeon (Haupthalle)Wiederaufbau nach dem Brand von 1818
Die Haupthalle von Haeinsa ist Vairocana Buddha gewidmet, bekannt als die Halle des Großen Schweigens und des Lichts. Sie beherbergt eine bemerkenswerte hölzerne Statue von Vairocana Buddha und ist der Mittelpunkt für Verehrung und Zeremonien.
Daebirojeon (Halle der beiden Vairocana-Buddhas)Zeit der Vereinigten Silla (ca. 9. Jahrhundert)
Diese Halle beherbergt die beiden Statuen von Vairocana Buddha. Sie wurden als aus der Zeit der Vereinigten Silla stammend erkannt und 2005 durch Inschriften sowie wissenschaftliche Analysen bestätigt.
Kontakt
Telefon: 055-934-3152