Ojukheon House

Ojukheon House

Gangwon-do

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Das Ojukheon House in Gangneung (Provinz Gangwon) ist eine historische koreanische Holzwandresidenz aus dem späten 15. Jahrhundert. Es gilt als Geburtsstätte der gefeierten Künstlerin und Kalligraphin Shin Saimdang sowie ihres Sohnes Yi I, eines angesehenen konfuzianischen Gelehrten der Joseon-Dynastie. Das Haus ist nach dem schwarzen Bambus (ojuk) benannt, der es umgibt – ein so markantes Merkmal, dass es auf dem südkoreanischen 5000-Won-Schein zu sehen ist. Architektonisch steht Ojukheon beispielhaft für den Übergang von den jusimpo- zu den ikgong-Stilen, wie sie für Gelehrtenhäuser in der Mitte der Joseon-Periode typisch sind. Der Komplex umfasst mehrere wichtige Gebäude: das Haupthaus Ojukheon mit dem Raum Mongnyongsil, in dem Yi I geboren wurde; das Munseongsa Shrine zu Ehren von Yi I mit dessen posthumen Ehrentitel; sowie Eojegak, das die gelehrten Schriften von Yi beherbergt. Auf dem Gelände gibt es außerdem den Yulgongmae-Zwetschgen-/Pflaumenbaum, von dem man glaubt, dass Shin Saimdang ihn selbst gemalt hat. Über die historische Residenz hinaus beherbergt der Komplex den Yulgok Memorial Hall, das Gangneung City Museum und das erst kürzlich eröffnete Gangneung Money Museum – für Besucherinnen und Besucher eine besonders reichhaltige kulturelle und historische Erfahrung. Ojukheon ist bis heute ein geschätztes kulturelles Erbe und spiegelt Koreas Tradition der Gelehrsamkeit sowie sein künstlerisches Vermächtnis wider.

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Tipp: Besucher werden gebeten, auf der offiziellen Website nach den aktuellen Öffnungszeiten sowie nach möglichen temporären Schließungen zu schauen – etwa wegen Renovierungsarbeiten in den Museen. Die beste Reisezeit ist Frühling oder Herbst, wenn die umgebenden schwarzen Bambusse und die Pflaumenbäume am schönsten sind. Tickets für den Komplex und seine Museen können oft vor Ort gekauft werden, in der Hochsaison wird jedoch eine vorherige Buchung empfohlen. Ermäßigter Eintritt kann für Seniorinnen und Senioren, Studierende und Gruppen verfügbar sein. Außerdem können Besucher an Wochenenden traditionelle Puppenspielvorführungen direkt auf dem Gelände von Ojukheon genießen – als kulturelle Ergänzung über die Ausstellungen hinaus.

Interessante Fakten

  • Ojukheon gehört zu den ältesten hölzernen Wohngebäuden in Korea und reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück.
  • Das Haus ist von schwarzen Bambussen umgeben – selten und symbolisch zugleich – und gibt dem Ort seinen Namen.
  • Der Raum, in dem Yi I geboren wurde, heißt Mongnyongsil („Dream Dragon Room“/„Traumdrachenraum“). Er wurde nach einem Traum benannt, den Shin Saimdang vor seiner Geburt hatte.
  • Ojukheon ist als Hintergrundmotiv auf dem südkoreanischen 5000-Won-Banknoten zu sehen.
  • Der Yulgongmae-Pflaumenbaum auf dem Gelände soll von Shin Saimdang selbst gemalt worden sein.
  • Zum Areal gehört das Gangneung Money Museum, das Währungen aus der Goryeo-Dynastie bis hin zum modernen Korea zeigt.

Geschichte

Das Ojukheon House wurde im späten 15.

Jahrhundert während der Joseon-Dynastie errichtet und diente als Wohnsitz für Gelehrtenbeamte.

Es erlangte besondere historische Bedeutung als Geburtsstätte von Shin Saimdang und ihrem Sohn Yi I.

1963

1963 wurde das Haus zum nationalen Schatz erklärt – in Anerkennung seiner architektonischen und kulturellen Bedeutung.

1938

1938 wurde es unter der Verordnung zum Schutz des Joseon-Kulturerbes geschützt.

1975

Eine bedeutende Restaurierungsmaßnahme fand 1975 statt: Dabei wurden die Hauptanlage demontiert und wiederaufgebaut sowie das Munseongsa Shrine hinzugefügt.

1995

Weitere Restaurierungen erfolgten 1995 für das alte Haus hinter Ojukheon – zur Bewahrung seines Erbes für zukünftige Generationen.

Ortsführer

1
Ojukheon Main HouseLate 15th century

Das Haupthaus aus Holz, in dem Shin Saimdang und Yi I geboren wurden. Es zeigt die traditionelle Architektur aus der Joseon-Zeit und den Raum Mongnyongsil, der für seine kulturelle Bedeutung berühmt ist.

2
Munseongsa Shrine1975

Ein 1975 errichtetes Shrine zu Ehren von Yi I. Es beherbergt sein Porträt und erinnert an seinen posthumen Ehrentitel, der von König Injo verliehen wurde.

3
Eojegak

Ein Speicherbauwerk, das geschaffen wurde, um die gelehrten Werke von Yi I aufzubewahren – darunter die Gyeongmongyogyeol sowie sein Tintenstein. Es spiegelt das intellektuelle Erbe von Yi I wider.

4
Yulgok Memorial Hall1965

Ein Museum, das 1965 gegründet wurde und Kunstwerke sowie Relikte zeigt, die mit Shin Saimdang, Yi I und anderen bedeutenden Persönlichkeiten verbunden sind. Es verdeutlicht ihre kulturelle Wirkung.

5
Gangneung City Museum1992

Ein Museum, das 1992 gegründet wurde und historische sowie kulturelle Exponate aus der Region Gangneung zeigt. Es vermittelt einen Kontext zum lokalen Erbe.

6
Gangneung Money Museum2023

Ein erst kürzlich eröffnetes Museum, das die Geschichte des Geldwesens zeigt – von der Goryeo-Dynastie bis zur Gründung der Bank of Korea. So wird das wirtschaftliche Erbe in den Fokus gerückt.

Kontakt

Telefon: 033-660-3301