
Nakhwaam-Felsen
Chungcheongnam-do
Der Nakhwaam-Felsen ist eine markante Granitklippe am Berg Busosan in Chungcheongnam-do, Südkorea. Historisch bedeutsam ist er als Schauplatz einer berührenden Sage aus dem Jahr 660 n. Chr.: Damals fiel die Hauptstadt des Baekje-Reiches, Sabi, an die verbündeten Streitkräfte von Silla und dem Tang-China. Der Überlieferung zufolge wählten etwa 3.000 Palastjungfrauen, um der Gefangennahme zu entgehen, den Sprung von dieser Klippe in den untenliegenden Baekma-Fluss. Zwar wird die genaue Zahl und der genaue Ablauf von Historikern aufgrund der räumlichen Gegebenheiten der Klippe angezweifelt, doch die Legende bleibt ein starkes Symbol für Treue und Tragik. Im Jahr 1929 wurde oben auf der Klippe ein achteckiger Pavillon namens Baekhwajeong errichtet, um das Andenken dieser Jungfrauen zu ehren. Der Felsen trägt eine Inschrift mit seinem Namen, die der bekannte Gelehrte Song Si-yeol (1607-1689) in Kalligrafie hat ausarbeiten lassen. Der Nakhwaam-Felsen gehört zu den Baekje-Historischen Stätten, die als UNESCO-Welterbe die architektonischen und kulturellen Errungenschaften des Baekje-Reiches würdigen, das von 18 v. Chr. bis 660 n. Chr. florierte. Das Gelände bietet Besuchern eine gelungene Mischung aus natürlicher Schönheit und tiefer historischer Ausstrahlung – der dramatische Abfall der Klippe mit Blick auf den Fluss verstärkt die eindrucksvolle Atmosphäre.
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Tipp: Die beste Zeit, um den Nakhwaam-Felsen zu besuchen, ist im Frühling, wenn die Umgebung besonders lebendig ist und das Wetter mild. Wer Menschenmengen vermeiden möchte, sollte am besten früh am Tag kommen. Obwohl kein Eintritt erhoben wird, empfiehlt es sich, die lokalen Öffnungszeiten zu prüfen und für einen erweiterten historischen Kontext geführte Touren in Betracht zu ziehen. In der Nähe gelegene Kulturstätten bieten möglicherweise bescheidene Ermäßigungen für Studierende und Senioren. Wenn man geführte Touren im Voraus bucht, kann das Erlebnis noch besser werden, weil man detaillierte Einblicke in die Baekje-Geschichte und die mit dem Felsen verbundene Legende erhält.
Interessante Fakten
- •Der Nakhwaam-Felsen ist seit 1984 von Chungcheongnam-do als Kulturerbe-Material Nr. 110 ausgewiesen.
- •Der Felsen ist mit der Legende von 3.000 Baekje-Palastjungfrauen verbunden, die beim Untergang von Sabi im Jahr 660 n. Chr. dem Tod in Kauf nahmen, statt gefangen genommen zu werden.
- •Der Name „Nakhwaam“ bedeutet „Falling Flower Rock“ (Felsen der fallenden Blüten) und symbolisiert das tragische Schicksal der Jungfrauen.
- •Die Inschrift am Felsen wurde von Song Si-yeol, einem bedeutenden koreanischen Gelehrten aus dem 17. Jahrhundert, in Kalligrafie ausgeführt.
- •Die Legende von den Jungfrauen tauchte erstmals schriftlich in der Samguk Yusa auf, einer Sammlung koreanischer Geschichtserzählungen aus dem 13. Jahrhundert, wobei das genaue Ereignis von Historikern umstritten ist.
Geschichte
Der Nakhwaam-Felsen steht historisch im Zusammenhang mit dem Untergang der Hauptstadt des Baekje-Reiches, Sabi, im Jahr 660 n.
Chr., als es zu einer Invasion durch die verbündeten Streitkräfte von Silla und Tang kam.
Die Sage von den 3.000 Palastjungfrauen, die von der Klippe sprangen, um einer Gefangennahme zu entgehen, entstand in späteren historischen Texten und in der Volksüberlieferung; dennoch werden die genaue Zahl und die Umstände von Historikern unterschiedlich bewertet.
Der Name „Nakhwaam“ taucht in historischen Aufzeichnungen aus der Goryeo-Zeit auf, und die Stätte wurde offiziell mit dem Bau des Pavillons Baekhwajeong im Jahr 1929 gewürdigt.
Der Felsen und die zugehörigen Geschichten wurden als Kulturerbe bewahrt – als Spiegel des tragischen Endes von Baekje und als bleibendes Vermächtnis von Treue und Opferbereitschaft.
Ortsführer
Pavillon Baekhwajeong1929
Ein achteckiger Pavillon, der 1929 oben auf dem Nakhwaam-Felsen errichtet wurde, um an die Palastjungfrauen zu erinnern, die ums Leben kamen. Er bietet einen schönen Aussichtspunkt über den Baekma-Fluss und die umliegende Landschaft.
Inschrift am Nakhwaam-Felsen17. Jahrhundert
Der Name „Nakhwaam“ ist in Kalligrafie von Song Si-yeol in die Felswand eingraviert – von einem renommierten koreanischen Gelehrten aus dem 17. Jahrhundert. Das verleiht der Stätte zusätzliche kulturelle und historische Bedeutung.
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Telefon: 041-830-2884