U-Bahn Pjöngjang

U-Bahn Pjöngjang

P’yŏngyang [Phyeongyang]

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Die U-Bahn Pjöngjang ist das wichtigste Schnellbahnnetz in Pjöngjang, der Hauptstadt Nordkoreas. Besonders bemerkenswert sind die tief unter der Erde liegenden Stationen, die zugleich als Luftschutzbunker dienen, sowie die aufwendig gestalteten Innenräume mit sozialistischem Realismus und Mosaiken. In den 1970er-Jahren eröffnet, gehört die Bahn zu den tiefsten der Welt – ein Spiegel sowohl praktischer als auch symbolischer Elemente der nordkoreanischen Architektur und Ideologie. Als tägliches Rückgrat für Tausende Pendler verbindet sie zentrale Stadtteile und Regierungsanlagen und unterstreicht damit ihre Rolle im Verkehrssystem der Stadt. Die Stationen sind auf eigene Weise gestaltet: mit imposanten Säulen, Kronleuchtern und Wandbildern, die revolutionäre Themen und die Geschichte Nordkoreas zeigen. So ist die U-Bahn nicht nur Transportmittel, sondern auch eine Bühne für nationalen Stolz und Propaganda. Der Zugang zur U-Bahn ist generell auf Einheimische und geführte Touristen beschränkt – ein Zeichen für die kontrollierte Natur der nordkoreanischen Gesellschaft. Weltweit sticht die U-Bahn Pjöngjang vor allem durch die Kombination aus funktionalem Nutzen und monumentaler künstlerischer Inszenierung hervor. Besucher zieht vor allem das politische und kulturelle Umfeld in ihren Bann.

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Tipp: Planen Sie ihre Ausflüge am besten für die Tageszeit, wenn geführte Touren verfügbar sind, da der eigenständige Zugang eingeschränkt ist. Es wird empfohlen, Touren über autorisierte Reiseveranstalter zu buchen, um die Einlassbedingungen zu erfüllen. Kommen Sie früh, um Menschenmengen zu vermeiden, und beachten Sie, dass das Fotografieren meist nur in bestimmten Bereichen erlaubt ist – folgen Sie daher stets den Anweisungen der Guides. Die U-Bahn verkehrt relativ häufig, doch die Fahrpläne können an Feiertagen oder bei besonderen Events abweichen. Ermäßigungen oder spezielle Zugänge sind für ausländische Touristen in der Regel nicht verfügbar, planen Sie daher entsprechend.

Interessante Fakten

  • Die U-Bahn Pjöngjang gehört zu den tiefsten U-Bahn-Systemen der Welt: Die Stationen liegen rund 110 Meter unter der Erde.
  • Die Stationen sind mit aufwendig gestalteten Wandbildern des sozialistischen Realismus und Mosaiken versehen, die die revolutionäre Geschichte Nordkoreas darstellen.
  • Die U-Bahn dient außerdem als Bunker, der in Kriegszeiten Tausende Menschen schützen kann.
  • Der Zugang zur U-Bahn ist streng kontrolliert: Ausländische Touristen dürfen sie nur im Rahmen geführter Touren besuchen.
  • Das U-Bahn-System besteht aus zwei Linien, der Chollima-Linie und der Hyoksin-Linie, die unterschiedliche Teile der Stadt bedienen.

Geschichte

Die U-Bahn Pjöngjang wurde Anfang der 1970er-Jahre eingeweiht – in einer Phase schnellen städtischen Ausbaus unter dem nordkoreanischen Regime.

Sie wurde mit dem doppelten Ziel gebaut, öffentliche Verkehrsaufgaben zu übernehmen und die Zivilverteidigung zu stärken.

Daher sind die Stationen so konzipiert, dass sie im Konfliktfall als Bunker dienen können.

Im Laufe der Jahrzehnte wurde die U-Bahn erweitert, um der wachsenden Bevölkerung in Pjöngjang gerecht zu werden und die Anbindung wichtiger Bereiche der Stadt zu verbessern.

Das System spiegelt die politischen und ideologischen Prioritäten Nordkoreas wider: Architektur und Kunstwerke betonen revolutionäre Themen.

Trotz begrenzter Informationen aufgrund der Geheimhaltung des Landes ist die U-Bahn bis heute ein Symbol für die Modernisierungsbemühungen Nordkoreas in der Zeit des Kalten Krieges – und darüber hinaus.

Ortsführer

1
Stationen der Chollima-Linie1970s

Diese Linie umfasst mehrere prachtvolle Stationen, die mit Kronleuchtern, Wandgemälden und Kunstwerken im Stil des sozialistischen Realismus dekoriert sind und die östlichen Stadtteile von Pjöngjang bedienen.

2
Stationen der Hyoksin-Linie1970s

Diese Linie bedient die westlichen Teile von Pjöngjang. Sie verfügt über ähnlich opulent gestaltete Stationen mit revolutionären Motiven und stellt eine wichtige Pendlerstrecke dar.