
Pohyonsa-Tempel
P’yŏngan-bukto [Phyeonganpukto]
Die Sokka-Pagode des Pohyonsa-Tempels, gelegen auf dem Berg Myohyang in der Provinz North Pyongan, Nordkorea, ist eine beeindruckende 13-stöckige achteckige Granitpagode, die 1042 n. Chr. während der Koryo-Dynastie erbaut wurde. Sie ist 10,03 Meter hoch und ihr Körper hat einen Durchmesser von 6,58 Metern. Nach oben verjüngt sich die Pagode elegant, wobei die Traufen eines jeden Stockwerks an den Spitzen fein nach oben geschwungen sind und ihr dadurch ein lebendiges, „schwebendes“ Erscheinungsbild verleihen. Insgesamt 104 Glocken hängen von den Spitzen der Traufen, und eine vergoldete Bronzedeckplatte krönt die Anlage. Bei US-Bombenangriffen während des Koreakriegs wurden Glocken und Schmuck der Pagode beschädigt, doch wurde sie inzwischen wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt. Architekturhistorisch gilt sie als männliches Gegenstück zur weiblichen Tabo-Pagode des Pulguska-Tempels und hat das Design der Französischen Botschaft in Seoul maßgeblich inspiriert – durch den Architekten Kim Chung-up. Als Nationalschatz Nordkoreas steht die Sokka-Pagode beispielhaft für die meisterhafte Fertigung koreanischer buddhistischer Steinpagoden und besitzt eine bedeutende kulturelle sowie historische Relevanz.
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Tipp: Besucher sollten ihren Ausflug am besten im Frühling oder Herbst planen, wenn das Wetter angenehm ist und die Sicht auf die Umgebung des Myohyang-Bergs klarer ist. Aufgrund des geschützten Status des Ortes und der Lage in Nordkorea sind vorherige Arrangements über autorisierte Reiseveranstalter erforderlich. Tickets oder Einlassberechtigungen können eine Vorausbuchung verlangen. Vor Ort gibt es bescheidene Besucher-Einrichtungen, doch sollte man sich entsprechend auf begrenzten Komfort einstellen. Möglicherweise gelten Fotografierverbote – klären Sie die Regeln am besten vor Ort oder bei den Guides. Wer die Pagode gemeinsam mit weiteren Kultur- und Natursehenswürdigkeiten auf dem Myohyang-Berg erkundet, macht den Besuch besonders rund.
Interessante Fakten
- •An den Spitzen der Traufen hängen 104 Glocken, die bei Wind eine einzigartige akustische Wirkung erzeugen.
- •Sie ist das männliche architektonische Gegenstück zur weiblichen Tabo-Pagode des Pulguska-Tempels.
- •Das Design der Sokka-Pagode inspirierte die Französische Botschaft in Seoul, entworfen von dem koreanischen Architekten Kim Chung-up.
- •Während des Koreakriegs wurde die Pagode schwer beschädigt, anschließend jedoch sorgfältig restauriert, um ihr ursprüngliches Erscheinungsbild zu bewahren.
Geschichte
Die Sokka-Pagode wurde 1042 n.
Chr.
während der Koryo-Dynastie errichtet und gehört zu den ältesten bis heute erhaltenen Steinpagoden in Korea.
Im Koreakrieg erlitt sie schwere Schäden, vor allem an ihren bronzenen Glocken und am verzierten oberen Abschluss, verursacht durch US-Bombenangriffe.
Die Wiederherstellungsmaßnahmen nach dem Krieg brachten die Pagode zurück zu ihrer ursprünglichen Pracht.
Über Jahrhunderte hinweg ist sie ein Symbol für buddhistische Architekturleistungen und kulturelles Erbe geblieben und hat ihren Status als Nationalschatz Nordkoreas bewahrt.
Ihr Design prägte zudem die moderne Architektur – besonders durch die Inspiration der Französischen Botschaft in Seoul.
Ortsführer
Sokka-Pagodenbau1042
Die 13-stöckige achteckige Granitpagode zeigt sich mit sich allmählich verjüngenden Ebenen und leicht nach oben geschwungenen Traufen. Verziert ist sie mit 104 bronzenen Glocken und oben befindet sich eine vergoldete Bronzespitze – ein Beispiel für die handwerkliche Steinpagoden-Tradition der Koryo-Dynastie.