St. Kitts Scenic Railway

St. Kitts Scenic Railway

Saint Kitts

75/10090 min

Die St. Kitts Scenic Railway ist eine 29 Kilometer lange Schmalspurbahn, die entlang der malerischen Küste der Karibikinsel St. Kitts verläuft. Ursprünglich zwischen 1912 und 1926 errichtet, wurde die Bahn gebaut, um Zuckerrohr von Plantagen zu einer zentralen Zuckerfabrik in Basseterre zu transportieren – ein Spiegel der einst dominierenden Zuckerindustrie der Insel. Heute ist sie eine touristische Attraktion und bietet Besuchern eine besondere Möglichkeit, die üppigen Landschaften und die Küstenkulisse der Insel zu entdecken. Die Bahn verfügt über fünf markante zweistöckige Waggons mit hydraulisch öffnenden Dächern, die einen uneingeschränkten Panoramablick ermöglichen. Im unteren Deck ist es klimatisiert und mit Kunst aus der Region gestaltet, während das obere Deck 360-Grad-Vistas über die Insel bietet. Die Lokomotiven sind dieselhydraulische Modelle, die ursprünglich aus Polen stammten und für diese landschaftlich reizvolle Strecke überholt wurden. So bewahrt die Bahn eine wichtige historische Verbindung zum industriellen Erbe von St. Kitts und sorgt gleichzeitig für ein unvergessliches Reiseerlebnis – mitten in Natur und Kulturgeschichte.

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Tipp: Besuchen Sie die St. Kitts Scenic Railway in der Trockenzeit, wenn das Wetter am besten ist und die Sicht klarer. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen – besonders dann, wenn Kreuzfahrtschiffe anlegen und die Nachfrage ihren Höhepunkt erreicht. Achten Sie außerdem auf mögliche Rabatte oder Paketangebote, die in Kooperation mit lokalen touristischen Anbietern angeboten werden. Die Bahn verkehrt saisonal im Einklang mit den Touristenströmen, daher sollten Sie vor der Planung die aktuellen Öffnungszeiten prüfen.

Interessante Fakten

  • Die Spurweite der Bahn beträgt 762 mm (2 ft 6 in) – eine Schmalspur, wie sie typisch für Industriebahnen ist.
  • Die Lokomotiven sind dieselhydraulische PKP-Klasse Lyd2-Modelle, die ursprünglich aus einer polnischen Zuckerraffinerie stammen und in Rumänien überholt wurden.
  • Die zweistöckigen Wagen verfügen über hydraulisch anhebbare Dächer, sodass das obere Deck als Open-Air-Bereich mit 360-Grad-Sicht genutzt werden kann.
  • Die Bahn wurde ursprünglich gebaut, um Kosten zu senken und die Effizienz der Zuckerproduktion zu verbessern, indem die Vermahlung zentralisiert wurde.
  • Trotz des Mottos gibt es in den West Indies noch andere betriebsfähige Eisenbahnen, darunter in Martinique, Jamaica, der Dominikanischen Republik und in Kuba.

Geschichte

1912

Die Bahn wurde ursprünglich von 1912 bis 1926 gebaut, um den Transport von Zuckerrohr zu einer zentralen Zuckerfabrik in Basseterre zu erleichtern und damit die Zuckerwirtschaft der Insel abzubilden.

1912

Der erste Abschnitt wurde 1912 eröffnet und umfasste Abzweigungen zum Palmetto Point sowie zum Bourryeau Estate.

Sie verkehrte während der Zuckerernte zeitweise saisonal, bis der Niedergang der Zuckerindustrie einsetzte.

2003

Im Jahr 2003 wurde die Strecke im Rahmen einer Public-Private-Partnerschaft als Touristenzug wiederbelebt: Dabei blieben die historische Route erhalten und es wurden landschaftlich reizvolle Touren entlang der Küste angeboten.

Das Motto der Bahn, „Last Railway in the West Indies“, unterstreicht ihre kulturelle Bedeutung – obwohl es in der Karibik auch weiterhin andere Eisenbahnen gibt.

Ortsführer

1
Double-Decker Rail Cars2002
Jeff Hamilton (Hamilton Manufacturing Company)

Diese einzigartigen Waggons bieten im unteren, klimatisierten Parlour-Deck eine gestaltete Fensterfront mit Gewölbebögen sowie Kunst aus der Region. Oben befindet sich ein Open-Air-Deck mit hydraulisch anhebbarem Dach – mit Panoramablick auf die Insel.

2
Diesel-Hydraulic LocomotivesEarly 20th century (original build)
23 August Works (Romania)

Die Bahn setzt drei dieselhydraulische Lokomotiven der PKP-Klasse Lyd2 ein, die ursprünglich in Rumänien gebaut wurden und mit Henschel-Dieselmotoren überholt bzw. instandgesetzt sind. Sie verfügen über einzelne Führerstände mit Bedienelementen für beide Fahrtrichtungen.

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