Phoenix Islands Protected Area

Phoenix Islands Protected Area

Phoenix Islands

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Das Phoenix Islands Protected Area (PIPA) ist ein weitläufiges Meeres-Schutzgebiet in der Republik Kiribati im zentralen Pazifik, etwa auf halber Strecke zwischen Australien und Hawaii. Mit 408.250 km² Fläche entspricht es rund 11,34 % der ausschließlichen Wirtschaftszone von Kiribati und zählt damit zu den größten Meeres-Schutzgebieten der Erde. Das PIPA wurde eingerichtet, um eines der größten noch intakten Korallen-Archipel-Ökosysteme der Welt zu bewahren. Dazu gehört es auch 14 bekannte unterseeische Seamounts sowie eine Vielzahl von Lebensräumen in der Tiefsee. Die Gegend ist Heimat von ungefähr 800 Arten an Fauna – darunter 200 Korallenarten, 500 Fischarten, 18 Meeressäuger und 44 Vogelarten. Das geschützte Gebiet umfasst drei Atolle mit Lagunen und Korallenriffen: Orona, Nikumaroro und Kanton – sowie fünf niedrige Inseln mit Saumriffen: Manra, Rawaki, McKean, Birnie und Enderbury. Hinzu kommen zwei versunkene Riffe, Winslow und Carondelet. Die Riffe in dieser Region zeichnen sich durch ihre hervorragende Gesundheit sowie das Fehlen von Korallenbleiche und Krankheiten aus. Das unterscheidet das PIPA von vielen anderen Riffen im Pazifik. 2010 wurde das PIPA als das weltweit größte und tiefste UNESCO-Welterbe ausgewiesen und unterstreicht damit seine globale ökologische Bedeutung. Strenge Schutzmaßnahmen – darunter ein vollständiges Verbot des kommerziellen Fischfangs seit 2015 – sollen die Biodiversität der Region erhalten. 2023 wurde das Gebiet jedoch wieder für den kommerziellen Fischfang geöffnet, um lokale wirtschaftliche Interessen zu unterstützen. Die PIPA Trust ist eine Partnerschaft zwischen der Regierung von Kiribati und Naturschutzorganisationen und überwacht die Management- und Schutzbemühungen, um die ökologische Unversehrtheit dieser beeindruckenden Meeresumwelt zu bewahren.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Phoenix Islands Protected Area ist die Trockenzeit, wenn die See ruhiger ist und sich dadurch die Chancen für Beobachtungen im Meer verbessern. Planen Sie im Voraus und stimmen Sie sich mit den lokalen Behörden oder Naturschutzorganisationen ab, da für den Aufenthalt strenge Regeln gelten und das Gebiet streng überwacht wird, um die empfindlichen Ökosysteme zu schützen. Auch wenn der kommerzielle Fischfang bis 2023 verboten war, gibt es einige Zonen mit nachhaltiger Nutzung nahe der Insel Kanton, um die Versorgung der Bewohner zu unterstützen. Aufgrund der abgelegenen Lage und des eingeschränkten Zugangs empfiehlt es sich, Touren oder Forschungsbesuche frühzeitig zu buchen. Besucher werden außerdem ermutigt, alle Naturschutzvorgaben zu respektieren, um diesen einzigartigen Lebensraum im Meer zu bewahren.

Interessante Fakten

  • Das PIPA umfasst eine Fläche, die ungefähr so groß ist wie der US-Bundesstaat Kalifornien – und zählt damit zu den größten Meeres-Schutzgebieten weltweit.
  • Das Schutzgebiet umfasst 14 unterseeische Seamounts – erloschene Vulkane, die einzigartige Lebensräume in der Tiefsee bieten.
  • Die Riffe im PIPA gehören zu den gesündesten im Pazifik. Bei Umfragen zu Beginn der 2000er-Jahre zeigten sich weder Anzeichen von Bleiche noch Korallenkrankheiten.
  • 2010 wurde das PIPA zum weltweit größten und tiefsten UNESCO-Welterbe.
  • Die Region beherbergt etwa 800 bekannte Arten – darunter 200 Korallenarten und 500 Fischarten.

Geschichte

2008

Das Phoenix Islands Protected Area wurde 2008 offiziell als Meeres-Schutzgebiet eingerichtet und 2010 als UNESCO-Welterbe ausgewiesen – als Anerkennung für seine ökologische Bedeutung.

2015

Anfangs war ein begrenzter kommerzieller Fischfang erlaubt, doch 2015 wurde ein vollständiges Verbot kommerzieller extraktiver Aktivitäten eingeführt, um sowohl Meerestiere als auch Landarten zu schützen.

Der PIPA Trust wurde als Partnerschaft zwischen der Republik Kiribati und Naturschutzorganisationen gegründet, um das Gebiet zu verwalten.

2021

2021 kündigte die Regierung von Kiribati Pläne an, den Schutzstatus zu beenden, um den Thunfischfang zu fördern – infolgedessen wurde der kommerzielle Fischfang 2023 wieder geöffnet.

In seiner gesamten Geschichte stand das PIPA für einen bedeutenden Versuch, Naturschutz und nachhaltige Nutzung in einer abgelegenen ozeanischen Umgebung in Einklang zu bringen.

Ortsführer

1
Orona Atoll

Ein Atoll mit Lagune und einem Korallenriff am Rand, Teil des PIPA. Bekannt für seine artenreiche Meeresbiodiversität und gesunde Korallenökosysteme.

2
Nikumaroro Atoll

Ein Korallen-Atoll mit Lagune und umliegendem Riff. Von besonderer Bedeutung für Naturschutz und den Schutz mariner Lebensräume innerhalb des PIPA.

3
Kanton Atoll

Ein Atoll mit Lagune und Korallenriff – mit einer nachhaltigen Nutzungszone nahe der ansässigen Bevölkerung sowie reicher Biodiversität.

4
Manra Island

Eine niedrige Insel, die von Saumriffen umgeben ist und zu den vielfältigen Lebensräumen beiträgt, die innerhalb des PIPA geschützt werden.

5
Rawaki Island

Eine weitere niedrige Insel mit Saumriffen, bekannt für intakte Korallenökosysteme und Meeresleben.

6
McKean Island

Eine abgelegene niedrige Insel mit Saumriffen. Wichtig für verschiedene Seevogelarten und die marine Biodiversität im PIPA.

7
Birnie Island

Eine kleine niedrige Insel, umgeben von Korallenriffen. Sie trägt zur ökologischen Vielfalt des Phoenix Islands Protected Area bei.

8
Enderbury Island

Eine niedrige Insel mit Saumriffen und bedeutendem Lebensraum für Meeres- und Vogelarten im geschützten Bereich.