Cook-Insel-Wildlife-Schutzgebiet
Line Islands
Das Cook Island Wildlife Sanctuary, auch bekannt als Vostok Island, ist eine unbewohnte Koralleninsel im zentralen Pazifik innerhalb der Line Islands von Kiribati. Die Insel umfasst 24 Hektar, ist dreieckig und besitzt Strände aus Korallensand und Geröll. Im Inneren dominiert ein dichter Bestand hoher Pisonia-Bäume, der in dickem Torfboden wurzelt und eine einzigartige dunkle Baumkrone bildet – sogar aus Satellitenbildern ist sie deutlich zu erkennen. Dieser dichte Wald beherbergt verschiedene Seevögel wie Rotfuß-Tölpel, große und kleinere Fregattvögel, Schwarznoddies, Weißseeschwalben, Maskentölpel, Braun-Tölpel und Braun-Noddies. Weitere Tiere sind Polynesische Ratten, Skinke mit Kupfer-schwanz, Kokoskrabben und Grüne Meeresschildkröten. Der Insel fehlen Süßwasser und eine Lagune, wodurch sie für eine dauerhafte menschliche Ansiedlung ungeeignet ist. Aufgrund ihrer Abgeschiedenheit und ihrer ökologischen Bedeutung wurde sie zum Wildlife-Schutzgebiet erklärt und wird nur selten besucht – meist von Wissenschaftlern und gelegentlich von Yachtausflüglern. Das Landen ist schwierig, da es weder einen Hafen noch einen Ankerplatz gibt und so die unberührte Natur erhalten bleibt.
Planen Sie Ihre Reise nach Kiribati mit KI
Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.
Tipp: Besucher sollten sorgfältig planen, da das Anlanden wegen fehlender Häfen und rauer See herausfordernd ist. Die beste Zeit für einen Besuch sind Tage mit ruhigen Meeresverhältnissen. Da es sich um ein geschütztes Schutzgebiet handelt, ist der Zugang begrenzt und in der Regel nur wissenschaftlichen oder autorisierten Expeditionen vorbehalten. Eine Vorausgenehmigung der Behörden von Kiribati wird empfohlen. Es gibt keine Besucher-Einrichtungen – daher ist Selbstversorgung entscheidend. Das Beobachten von Seevögeln und der einzigartigen Waldkrone vom Boot aus oder aus der Luft bietet lohnende Erlebnisse, ohne das empfindliche Ökosystem zu stören.
Interessante Fakten
- •Die dichte Pisonia-Waldkrone der Insel erscheint auf Satellitenbildern als dunkles „Black-Hole“ und sorgt für Spekulationen über Zensur.
- •Trotz Versuchen konnten auf der Insel keine Kokospalmen wachsen, die 1922 angepflanzt wurden – anders als auf den nahegelegenen Inseln.
- •Die Kohlebark Tokatea wurde 1879 auf der Insel zerstört und markierte die erste dokumentierte Landung durch die Besatzung eines Schiffbruchs.
- •Die Insel hat keine Süßwasserquellen, weshalb sie sich nicht für die menschliche Besiedlung eignet.
- •Hier leben zahlreiche Seevogelarten, wodurch die Insel ein wichtiges Vogelschutzgebiet ist.
Geschichte
Die Vostok-Insel wurde 1820 erstmals vom russischen Entdecker Fabian Gottlieb von Bellingshausen gesichtet, der sie nach seinem Schiff Vostok benannte.
Trotz verschiedener Sichtungen durch Walfänger und Entdecker blieb die Insel unbewohnt und den nahegelegenen Cook-Islandern bis ins 20.
Jahrhundert unbekannt.
Im 19.
Jahrhundert wurde sie unter dem Guano Act von den Vereinigten Staaten beansprucht, jedoch nie abgebaut.
Später erhielt das British Colonial Office Lizenzen zur Gewinnung von Guano, obwohl es zu keiner nennenswerten Ausbeutung kam.
Die Insel gehörte zunächst zur British Gilbert and Ellice Islands Colony, bevor sie 1979 zu dem unabhängigen Kiribati kam.
Seitdem wird sie als Wildlife-Schutzgebiet geschützt; 2014 wurde eine Fangverbotszone eingerichtet, um ihre Meeresumwelt zu bewahren.