
Cambodschisches Minenmuseum
Siem Reab [Siĕmréab]
Das Cambodschische Minenmuseum liegt unweit von Siem Reap und nahe dem Tempelkomplex Banteay Srey im Angkor-Nationalpark. Es gewährt tiefe Einblicke in Kambodschas schwierige Vergangenheit, die von Jahrzehnten des Konflikts geprägt war. Gegründet von Aki Ra, einem ehemaligen Kindersoldaten, der später als Humanist und CNN Hero bekannt wurde, zeigt das Museum die verheerenden Auswirkungen von Landminen und nicht explodierter Munition, die noch aus der Zeit der Khmer Rouge, dem Bürgerkrieg, den amerikanischen Bombardierungen und der vietnamesischen Besatzung stammen. Besucher können Ausstellungen erkunden, die die Geschichte der Landminen in Kambodscha sowie die laufenden Räumungsarbeiten dokumentieren, die darauf abzielen, das Land wieder sicher zu machen. Das Museum bietet selbst geführte Audiotouren, die über QR-Codes zugänglich sind, und auf Anfrage persönliche geführte Touren auf Khmer und Englisch. Es ist nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein Appell an die Besucher, die Minenräumung durch Spenden und Aufmerksamkeit zu unterstützen. Durch die Nähe zu Siem Reap ist das Museum eine sinnvolle Ergänzung des kulturellen und historischen Erlebnisses der Region – und passt perfekt zu einem Besuch der nahegelegenen Angkor-Tempel.
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Tipp: Planen Sie Ihren Besuch am Morgen oder am späten Nachmittag, um der Mittagshitze zu entgehen, denn das Museum ist täglich von 7:30 bis 17:30 Uhr geöffnet. Es empfiehlt sich, Kleingeld in bar mitzubringen, da Barzahlungen bevorzugt werden. Für ein noch intensiveres Erlebnis sollten Sie mindestens 48 Stunden im Voraus eine persönliche geführte Tour buchen, indem Sie das Museum per E-Mail oder Telefon kontaktieren. Besucher können außerdem selbst geführte Audiotouren über QR-Codes nutzen, die im gesamten Museum verfügbar sind. Die Unterstützung des Museums durch Spenden hilft, die laufenden Maßnahmen zur Räumung von Landminen zu finanzieren.
Interessante Fakten
- •Kambodscha gehört weltweit zu den am stärksten verminten Ländern, vor allem aufgrund der jahrzehntelangen Konflikte.
- •Das Museum wurde von Aki Ra gegründet, einem ehemaligen Kindersoldaten, der später Humanist wurde und als CNN Hero anerkannt ist.
- •Millionen von Landminen wurden geräumt, doch es wird geschätzt, dass Kambodscha noch mehrere Jahrzehnte lang kontaminiert bleibt.
- •Das Museum bietet selbst geführte Audiotouren, die über QR-Codes auf dem gesamten Gelände zugänglich sind.
- •Es liegt in der Nähe des Tempelkomplexes Banteay Srey innerhalb des Angkor-Nationalparks, einer großen Touristenregion.
Geschichte
Kambodscha hat Jahrzehnte von Konflikten durchlebt – darunter Bürgerkrieg, das Regime der Khmer Rouge, amerikanische Bombardierungen und die vietnamesische Besatzung –, die zu einer weiträumigen Kontamination durch Landminen führten.
Das Cambodschische Minenmuseum wurde von Aki Ra gegründet, einem ehemaligen Kindersoldaten, der später als Humanist aktiv wurde und sich der Räumung von Landminen widmete.
Im Laufe der Zeit wurden Millionen von Landminen geräumt, doch Kambodscha gilt weiterhin als eines der am stärksten verminten Länder der Welt – mit fortbestehenden Risiken für Zivilisten.
Das Museum wurde ins Leben gerufen, um Besuchern diese Geschichte zu vermitteln und die fortlaufenden Entminungsmaßnahmen durch öffentliche Aufklärung und Spenden zu unterstützen.
Ortsführer
Ausstellungsbereich
Zeigt Exponate, Fotografien und Informationen, die die Geschichte der Landminen in Kambodscha, die Auswirkungen auf Zivilisten und die Bemühungen zu ihrer Räumung dokumentieren.
Außenbereich: Ausstellung von Entminungsgerät
Präsentiert Werkzeuge und Ausrüstung, die bei Einsätzen zur Räumung von Landminen verwendet werden, und veranschaulicht die Gefahren sowie die technischen Aspekte des Prozesses.
Gedenkgarten
Ein ruhiger Außenbereich, der den Opfern von Landminen und nicht explodierter Munition gewidmet ist – als Hommage an die von dem Erbe des Konflikts Betroffenen.
Kontakt
Telefon: 012 971 198