Nationalmuseum Kambodschas

Nationalmuseum Kambodschas

Phnom Penh [Phnum Pénh]

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Das Nationalmuseum Kambodschas liegt mitten in Phnom Penh und ist das führende Museum für Kulturgeschichte und Archäologie des Landes. Das Museum wurde 1920 gegründet und ist vor allem wegen seiner umfangreichen Sammlung von über 14.000 Kunstobjekten der Khmer berühmt – darunter Skulpturen, Keramiken, Bronzen und ethnografische Artefakte, die von der Vorgeschichte bis zum Khmer-Reich und darüber hinaus reichen. Die Museumsgebäude, entworfen von George Groslier, greifen die traditionelle Tempelarchitektur der Khmer auf und interpretieren sie mit kolonialen Einflüssen neu – so entsteht ein eindrucksvoller, kulturell sehr stimmiger Ort. In der Nähe des Königspalasts und des Platzes Veal Preah Man gelegen, dient das Museum nicht nur als Ort der kulturellen Bewahrung, sondern auch als Gebetsstätte: Wichtige buddhistische und hinduistische Skulpturen sind dort zu sehen. Obwohl das Museum in der Zeit der Roten Khmer Schäden erlitt und vernachlässigt wurde, wurde es restauriert und 1979 wiedereröffnet – mit dem Auftrag, das kambodschanische Erbe zu bewahren und zu fördern. Es arbeitet eng mit der Royal University of Fine Arts zusammen und betreut weitere staatliche Museen. Dabei stehen Bildung, Denkmalpflege und die Rückführung von Kulturgut im Fokus. Für Kambodscha bleibt das Museum ein wichtiges Symbol nationalen Stolzes und der kulturellen Identität.

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Tipp: Besucher sollten möglichst in den kühleren Morgenstunden kommen, um die Ausstellungen in angenehmer Umgebung in Ruhe genießen zu können. In der Hauptsaison wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen. Das Museum bietet Ermäßigungen für Studierende und Gruppen. Die Fotoregeln sollten vor Ort geprüft werden, da es bei manchen Exponaten Einschränkungen geben kann. Das Museum ist gut vom Zentrum von Phnom Penh aus erreichbar und liegt nahe an weiteren Attraktionen wie dem Royal Palace – ideal, um Besuche zu kombinieren.

Interessante Fakten

  • Das Museum beherbergt über 14.000 Exponate und zählt damit zu den größten Sammlungen kmerischer Kunst der Welt.
  • Die Gestaltung des Gebäudes ist von der Tempelarchitektur der Khmer inspiriert, wurde jedoch durch französisch-koloniale Perspektiven neu interpretiert.
  • Während der Herrschaft der Roten Khmer wurde das Museum verlassen und verfiel; viele Artefakte wurden beschädigt oder gestohlen.
  • Das Museum hat auch eine Funktion als Gebetsstätte: Wichtige buddhistische und hinduistische Skulpturen sind ausgestellt.
  • Es arbeitet eng mit der Royal University of Fine Arts zusammen und verwaltet weitere staatliche Museen in Kambodscha.

Geschichte

1917

Der Grundstein für das Nationalmuseum Kambodschas wurde 1917 gelegt, und offiziell eröffnet wurde es 1920 zum Khmer-Neujahr.

Entworfen vom Historiker und Kurator George Groslier, spiegelt das Gebäude traditionelle Stile kmerischer Tempel wider, angepasst für den Museumsbetrieb.

1924

1924 wurden Erweiterungen hinzugefügt, um dem Bau mehr Pracht zu verleihen.

1951

Die Verwaltung des Museums ging 1951 von französischen Kolonialbehörden auf Kambodschaner über, und das Museum spielte eine wichtige Rolle bei der kulturellen Bewahrung nach der Unabhängigkeit.

1975

Die Herrschaft der Roten Khmer (1975–1979) verursachte schwere Schäden und Verfall, doch das Museum wurde restauriert und 1979 wiedereröffnet.

Seitdem setzt es seine Arbeit fort, um kmerische Kunst, Geschichte und kulturelle Identität zu fördern.

Ortsführer

1
Hauptausstellungshallen

Diese Hallen präsentieren die umfangreiche Sammlung an kmerischen Skulpturen, Keramiken, Bronzen und ethnografischen Objekten und zeigen Kambodschas künstlerische Entwicklung von der Vorgeschichte über die Angkor-Zeit bis in die Zeit danach.

2
Architektur des Museumsgebäudes1917-1924
George Groslier

Entworfen von George Groslier zwischen 1917 und 1924, ist die Architektur des Museums von traditionellen Khmer-Tempeln inspiriert. Charakteristische Dächer und Galerien schaffen eine ruhige, kulturell stimmige Atmosphäre.

3
Buddha-Ausstellung der Zeit nach Angkor2000

Eine dauerhafte Ausstellung, die im Jahr 2000 eröffnet wurde, zeigt Buddha-Skulpturen aus der Zeit nach Angkor. Unterstützt durch UNESCO und lokale Mäzene hebt sie die religiöse Funktion des Museums hervor.

Kontakt

Telefon: 023 217 643