Biwa-See

Kansai Region

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Der Biwa-See liegt in der Präfektur Shiga in Japans Kansai-Region. Er ist der größte Süßwassersee des Landes und zugleich einer der ältesten Seen der Welt: Seine Entstehung reicht über 4 Millionen Jahre zurück. Seine Form erinnert an das traditionelle japanische Saiteninstrument Biwa, das ihm auch seinen Namen gab. Der See hat eine Fläche von etwa 670 Quadratkilometern und dient als entscheidendes Wasserspeicherbecken für Städte wie Kyōto und Ōtsu – und sichert so den Trinkwasserbedarf von rund 15 Millionen Menschen. Das Ökosystem des Biwa-Sees ist außergewöhnlich vielfältig: Es beherbergt mehr als 1.000 Arten und Unterarten, darunter zahlreiche endemische Fische und Weichtiere. Außerdem ist der See ein bedeutender Lebensraum für Wasservögel und zieht jährlich etwa 5.000 Tiere an. Historisch spielte der Biwa-See-Kanal (Lake Biwa Canal) eine wichtige Rolle dabei, Kyōtos Industrie in der zweiten Hälfte des 19. sowie im frühen 20. Jahrhundert neu zu beleben. Heute ist der See ein beliebtes Ausflugs- und Erholungsziel – mit Stränden wie Shiga und Ōmi-Maiko, dem Mizunomori Water Botanical Garden sowie dem Lake Biwa Museum, die sowohl kulturelle als auch naturkundliche Einblicke bieten. Allerdings steht die Artenvielfalt des Sees vor Herausforderungen durch eingeschleppte invasive Arten wie Black Bass und Bluegill, die im 20. Jahrhundert eingeführt wurden.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Biwa-Sees sind Frühling und Herbst: Dann ist das Wetter angenehm und die Landschaft besonders schön. Wer gern aktiv unterwegs ist, sollte auch die Strände im nordwestlichen Bereich wie Shiga und Ōmi-Maiko einplanen. Für Attraktionen wie das Lake Biwa Museum und den Mizunomori Water Botanical Garden empfiehlt sich der Ticketkauf im Voraus. Eventuell gibt es Ermäßigungen für Schüler und Gruppen. Die Anreise zum See ist von Kyōto und Ōtsu aus bequem – zudem stehen ausreichend Besucher-Einrichtungen und Informationszentren zur Verfügung.

Interessante Fakten

  • Der Biwa-See gilt als der 13. älteste See der Welt.
  • Seine Form ähnelt dem traditionellen japanischen Biwa-Instrument – daher teilt er auch den Namen.
  • Er liefert etwa 15 Millionen Menschen in der Kansai-Region Trinkwasser.
  • Der Lake Biwa Canal war entscheidend dafür, dass Kyōtos Industrie Ende der 1800er und Anfang der 1900er Jahre wieder aufblühte.
  • Im Jahr 2009 stellte ein im Biwa-See gefangener Largemouth Bass einen Weltrekord für die Art auf.
  • Rund 5.000 Wasservögel besuchen den Biwa-See jährlich – das unterstreicht seine Bedeutung für die Vogelartenvielfalt.

Geschichte

Der Biwa-See ist ein tektonischer See, der vor über 4 Millionen Jahren entstanden ist und damit zu den ältesten Seen weltweit zählt.

Historisch war er unter den Namen Aumi oder Chikatsu Awa-umi bekannt; aufgrund seiner Nähe zu Kyōto wurde er in der japanischen Literatur und Dichtung immer wieder erwähnt.

In der Edo-Zeit setzte sich der Name Biwa-ko durch – inspiriert von der Form des Sees, die dem Biwa-Instrument ähnelt.

Der Bau des Lake Biwa Canal im späten 19.

Jahrhundert war ein bedeutender Meilenstein, der Kyōtos industrielle Wiederbelebung stark anschob.

Über Jahrhunderte hinweg war der See eine unverzichtbare Ressource für Wasser, Fischerei und als Inspirationsquelle für Kultur in der Kansai-Region.

Ortsführer

1
Strände von Shiga und Ōmi-Maiko

Beliebte Erholungsstrände entlang der nordwestlichen Ufer des Biwa-Sees – mit Möglichkeiten zum Schwimmen und für entspannte Ausblicke.

2
Lake Biwa Museum1996

Ein Museum in Kusatsu, das der natürlichen und kulturellen Geschichte des Biwa-Sees gewidmet ist. Zu sehen sind Ausstellungen über das Ökosystem des Sees und das Zusammenspiel von Menschen und Natur.

3
Mizunomori Water Botanical Garden

Ein Botanischer Garten mit Schwerpunkt auf Wasserpflanzen und der Artenvielfalt der Gewässer des Biwa-Sees.