Kunstmuseum der Präfektur Fukushima

Kunstmuseum der Präfektur Fukushima

Tohoku Region

75/10090 min

Das Kunstmuseum der Präfektur Fukushima liegt in Fukushima am Fuße des Mount Shinobu. Es befindet sich auf einem großzügigen Campus, der gemeinsam mit der Präfekturbibliothek Fukushima genutzt wird, aber über eigene klar abgegrenzte Bereiche sowie Gärten verfügt. Das Museum wurde im Juli 1984 gegründet und beherbergt eine umfangreiche Sammlung von nahezu 4.000 Kunstwerken – darunter Werke lokaler sowie international renommierter Künstler. Zur Sammlung gehören Meisterwerke französischer Impressionisten wie Claude Monet und Paul Gauguin ebenso wie wichtige moderne japanische Maler wie Sekine Shoji und Kishida Ryusei. Außerdem zeigt das Museum Realismus aus dem 20. Jahrhundert, Druckgrafiken, Kunsthandwerk aus Steingut, keramische Kunst und Textilien. Besonders hervorzuheben ist, dass es einen bedeutenden Teil der „Lucky Dragon“-Serie von Ben Shahn besitzt – eine eindringliche Darstellung der Geschichte des japanischen Fischbootes Daigo Fukuryū Maru, das durch eine Wasserstoffbomben-Explosion betroffen war. Im Laufe der Jahre hat das Museum große Sonderausstellungen mit Zehntausenden Besuchern veranstaltet, darunter Shows mit Themen rund um Picasso, Studio Ghibli sowie historische Motive wie das Alte Ägypten. Trotz einer vorübergehenden Schließung nach dem Tōhoku-Erdbeben und dem Tsunami 2011 bleibt das Museum ein kultureller Mittelpunkt der Region – mit historischer Bedeutung und einer Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen.

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Tipp: Besucher sollten die offizielle Website des Museums prüfen, um die aktuellen Öffnungszeiten und den Terminplan der Sonderausstellungen zu erfahren. Die beste Zeit für einen Besuch sind die großen Ausstellungen, die viele Menschen anziehen – daher empfiehlt sich der Ticketkauf im Voraus, um Wartezeiten zu vermeiden. Das Museum bietet Ermäßigungen für Seniorinnen und Senioren, Studierende und Gruppen. Die Barrierefreiheit ist gut, und das Museumsgelände bietet eine angenehme Atmosphäre zum Erkunden auch außerhalb der Ausstellungsräume.

Interessante Fakten

  • Das Museum besitzt einen bedeutenden Teil der „Lucky Dragon“-Serie von Ben Shahn, die die tragische Geschichte des Fischbootes Daigo Fukuryū Maru zeigt, das von einem Wasserstoffbombentest betroffen war.
  • Im April 1998 lockte eine Pablo-Picasso-Ausstellung über 67.000 Besucher an – eine der höchsten Besucherzahlen in der Geschichte des Museums.
  • Das Museum veranstaltete 2004 eine beliebte Ausstellung „Art of Star Wars“, die mehr als 77.000 Besucher anzog.
  • Nach dem Erdbeben und dem Tsunami 2011 schloss das Museum vorübergehend, übertraf aber kurz nach der Wiedereröffnung im Mai 2011 drei Millionen Besucher.
  • Ausstellungen mit Werken von Itō Jakuchū in den Jahren 2013 und 2019 verzeichneten jedes Mal über 100.000 Besucher.

Geschichte

1977

Die Anfänge des Museums gehen auf ein Treffen von Bürgern aus dem Jahr 1977 zurück, das darauf abzielte, die Kultur der Präfektur zu fördern.

1979

Danach folgten Berichte und Planungskomitees bis 1979 und 1980.

1982

Der Bau begann im Juli 1982 auf dem ehemaligen Gelände des Fukushima College Economics Department und wurde bis März 1984 abgeschlossen.

Offiziell eröffnet wurde das Museum am 22.

1984

Juli 1984.

2011

Seitdem hat es zahlreiche bedeutende Ausstellungen veranstaltet und bis 2011 die Meilensteine von einer, zwei und drei Millionen Besuchern überschritten.

2011

Das Tōhoku-Erdbeben 2011 führte zu einer vorübergehenden Schließung, doch das Museum erholte sich schnell und setzte seine Arbeit als wichtiges kulturelles Institut fort.

Ortsführer

1
Sammlung französischer Impressionisten

Dieser Bereich zeigt Meisterwerke von Claude Monet und Paul Gauguin und hebt die starke Präsenz des Museums für den europäischen Impressionismus hervor.

2
Moderne japanische Malerei

Mit Künstlern wie Sekine Shoji und Kishida Ryusei zeigt diese Galerie wichtige Entwicklungen der japanischen Kunst im 20. Jahrhundert.

3
„Lucky Dragon“-Serie von Ben Shahn1950s
Ben Shahn

Eine berührende Sammlung, die die Folgen der Wasserstoffbomben-Explosion darstellt, welche das Fischboot Daigo Fukuryū Maru betraf. Sie greift historische und politische Themen auf und vermittelt sie über die Kunst.

4
Keramik und Textilien

Zu den Exponaten zählen traditionelles und modernes Steingut, keramische Kunst und Textilien – ein Spiegel regionaler Handwerkskunst und künstlerischer Vielfalt.

Kontakt

Telefon: 024-531-5511