See Towada

See Towada

Tohoku Region

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Der See Towada liegt an der Grenze zwischen den Präfekturen Aomori und Akita in Japan. Er ist der größte Kratersee auf der Insel Honshū und der zwölftgrößte See des Landes. Er liegt etwa 400 Meter über dem Meeresspiegel und erreicht Tiefen von über 300 Metern, was zu seiner leuchtend blauen Farbe beiträgt. Der See nimmt eine 11 Kilometer breite Caldera ein, die von einem Stratovulkan gebildet wurde und seit rund 200.000 Jahren aktiv ist. Bedeutende Eruptionen prägten dabei seine einzigartige Form mit zwei Halbinseln. Das Wasser des Sees wird von etwa siebzig Flüssen gespeist und über den Oirase River abgeleitet, der in Richtung Pazifischen Ozean fließt. Die Umgebung des Towada-Sees gehört zum Towada-Hachimantai Nationalpark. Dort findet man gemäßigte Laubwälder mit Birken- und Buchenbäumen. Historisch hat der See eine kulturelle Bedeutung: Er wird in Verbindung gebracht mit dem Heerführer Yamata Sakanoue Tamuramaro sowie mit spirituellen Yamabushi-Praktizierenden. Heute ist der See ein beliebtes Ziel zum Bootfahren, Kanufahren und Campen; eine markante Sehenswürdigkeit ist die Statue Otome-no-Zo. Seine natürliche Schönheit und seine geologische Besonderheit machen den See zu einem spannenden Ort für Besucher, die sowohl Outdoor-Erholung als auch kulturelles Erbe suchen.

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Tipp: Die beste Zeit, den See Towada zu besuchen, sind die Herbstmonate, wenn die umliegenden Wälder leuchtende Herbstfarben zeigen und die Aussicht auf den See besonders eindrucksvoll wird. Besucher sollten in der Hauptsaison Ausflugsboot-Touren am besten im Voraus buchen, um sicher einen Platz zu bekommen. Kanufahren und Campingmöglichkeiten gibt es bei Utarube – dort sind besonders intensive Naturerlebnisse möglich. Gegebenenfalls gibt es Ermäßigungen für Gruppentouren oder Nationalpark-Pässe. Ein Besuch am frühen Morgen sorgt für ruhige Bedingungen und klarere Sicht auf das blaue Wasser des Sees.

Interessante Fakten

  • Der See Towada ist der größte Kratersee auf der Insel Honshū und in Japan der zwölftgrößte See nach Wasseroberfläche.
  • Seine leuchtend blaue Farbe ist auf die große Tiefe zurückzuführen, die über 300 Meter beträgt.
  • Der See liegt in einer 11-Kilometer-durchmessrenden Caldera, die von einem Stratovulkan gebildet wurde, der etwa 200.000 Jahre lang aktiv war.
  • Die Otome-no-Zo (Mädchenstatue) von Kōtarō Takamura am Seeufer, sein letztes Werk, erinnert an den 15. Jahrestag des Nationalparks.
  • Eine Militärflugzeugmaschine der kaiserlich-japanischen Armee aus Kriegszeiten wurde 2012 aus der Tiefe des Sees geborgen, nachdem sie dort 1943 abgestürzt war.

Geschichte

200

Der See Towada entstand innerhalb der Caldera eines aktiven Stratovulkans, der etwa vor 200.000 Jahren aktiv wurde.

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Große Eruptionen ereigneten sich vor 55.000, 36.000 und 15.000 Jahren.

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Ein weiterer Stratovulkan, Mount Goshikiiwa, bildete sich zwischen 15.000 und 12.000 Jahren innerhalb der Caldera, gefolgt von Lavapfropfen, die die heutige Form des Sees etwa vor 5.400 Jahren prägten.

915

Die letzte aufgezeichnete vulkanische Eruption in der Region war 915 n.

Chr.; sie wirkte sich auf die weitere Region Tōhoku aus.

Der Name des Sees leitet sich vermutlich vom Ainu-Wort für „felsiger See“ ab.

1936

Historisch war der See ein Ort von spiritueller Bedeutung für die Yamabushi-Asketen und wurde später zu einem geschützten Gebiet im Towada-Hachimantai Nationalpark, der 1936 gegründet wurde.

Ortsführer

1
Statue Otome-no-Zo1953
Kōtarō Takamura

Eine Skulptur von zwei Frauen von Kōtarō Takamura, die den See Towada symbolisiert und 1953 zum 15. Jubiläum des Parks eingeweiht wurde. Sie steht in Yasumiya nahe der zentralen Seeregion, wo die Ausflugsboote anlegen.

2
Oirase River-Auslass

Der einzige Abfluss des Sees Towada: Der Oirase River fließt vom See in Richtung Pazifischen Ozean und bietet malerische Spaziergänge am Fluss sowie eine wunderschöne Naturkulisse.

3
Erholungsgebiet Utarube

Ein beliebter Ort am Seeufer mit Kanuverleih und Campingmöglichkeiten, der es Besuchern ermöglicht, ganz nah an die natürliche Umgebung des Sees heranzukommen.