
Shimanami Kaido
Shikoku Region
Der Shimanami Kaido, offiziell bekannt als Nishiseto Expressway, ist eine berühmte Schnellstraße in Japan, die Onomichi in der Präfektur Hiroshima mit Imabari in der Präfektur Ehime verbindet. Sie erstreckt sich über rund 59,4 Kilometer auf der Straße und etwa 70 Kilometer inklusive Fahrradwege und Auffahrtsrampen zum Brückenzugang. Die Strecke führt über neun Inseln im Seto-Binnenmeer. Insgesamt gibt es 55 Brücken, darunter die Kurushima Kaikyō Bridge – die weltweit längste Folge von Hängebrücken – sowie die Tatara Bridge, die viertlängste Schrägseilbrücke der Welt. Die Schnellstraße wurde 1999 eröffnet und verfügt für Fahrzeuge über vier Fahrspuren sowie einen getrennten Weg für Fußgänger und Radfahrer. Dadurch zählt sie zu den beliebtesten Langstrecken-Radstrecken Japans. Die Aussicht auf das Seto-Binnenmeer und die Inseln, die miteinander verbunden werden, machen den Reiz zusätzlich aus. Radfahrer werden ermutigt, eine kurze Fähre zwischen Onomichi und Mukaishima zu nutzen, um einen steilen Anstieg zu vermeiden; alle anderen Brücken bieten ausgewiesene Radspuren. Fahrradverleih und Abgabepunkte sind entlang der Strecke praktisch eingerichtet. Auch wenn es sich um eine mautpflichtige Straße handelt, wurden die Mautgebühren für Radfahrer bis zum 31. März 2022 erlassen, um den Tourismus zu fördern. Der Shimanami Kaido ist die einzige Landverbindung zwischen Honshū und Shikoku, die sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad begehen bzw. befahren lässt – und macht damit seine besondere Rolle sowohl im Verkehr als auch in der Freizeitgestaltung deutlich.
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Tipp: Die beste Zeit, um den Shimanami Kaido zu radeln, ist im Frühling und Herbst: Dann ist das Wetter mild und die Landschaft besonders lebendig. Um den steilen Anstieg an der Shin-Onomichi-Brücke zu umgehen, bietet sich die kurze Fährverbindung zwischen Onomichi und Mukaishima an. Fahrradverleihe gibt es entlang der Strecke, und in der Hauptsaison empfiehlt es sich, die Räder im Voraus zu reservieren. Obwohl bis Anfang 2022 Mautgebühren für Radfahrer galten, prüfe vor deiner Reise die aktuellen Regelungen. Plane am besten einen ganzen Tag ein, um die Strecke und die schönen Zwischenstopps entspannt genießen zu können.
Interessante Fakten
- •Die Kurushima Kaikyō Bridge am Shimanami Kaido ist die weltweit längste Folge von Hängebrücken.
- •Die Tatara Bridge ist die viertlängste Schrägseilbrücke der Welt.
- •Die Strecke gehört zu den beliebtesten Langstrecken-Radstrecken Japans und ist rund 70 Kilometer lang, inklusive Auffahrtsrampen.
- •Radfahrer durften die Schnellstraße bis zum 31. März 2022 maut frei nutzen, um den Tourismus zu fördern.
- •Der Shimanami Kaido ist die einzige Landverbindung zwischen Honshū und Shikoku, die sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad überqueren lässt.
Geschichte
Der Shimanami Kaido, offiziell der Nishiseto Expressway, wurde am 1.
Mai 1999 eröffnet – im Rahmen des Honshū–Shikoku Bridge Project, um die Inseln Honshū und Shikoku miteinander zu verbinden.
Er wurde gebaut, um die Verkehrsverbindungen über das Seto-Binnenmeer zu verbessern, und setzt auf fortschrittliche Ingenieurtechnik: mit 55 Brücken, darunter Rekord-Hängebrücken und Schrägseilbrücken.
Im Laufe der Jahre hat sich die Strecke zu einer wichtigen Route entwickelt – nicht nur für Fahrzeuge, sondern auch für Fußgänger und Radfahrer – und fördert den Tourismus sowie die regionale Vernetzung.
Ortsführer
Kurushima Kaikyō Bridge1999
Diese Brücke ist die weltweit längste Folge von Hängebrücken und verbindet mehrere Inseln entlang des Shimanami Kaido. Sie ist besonders wegen ihrer beeindruckenden Ingenieursleistung und der spektakulären Ausblicke aufs Seto-Binnenmeer bekannt.
Tatara Bridge1999
Eine bedeutende Schrägseilbrücke entlang der Strecke: Sie belegt den vierten Platz weltweit unter den Schrägseilbrücken dieser Art. Die Brücke bietet eine ausgewiesene Radspur und Panoramaausblicke – und ist damit ein Highlight für Radfahrer.
Radroute und Auffahrtsrampen
Der Shimanami Kaido verfügt über eine eigene Radspur von etwa 70 Kilometern Länge, inklusive Rampen zum Erreichen der Brücken. Die Streckenführung ist so ausgelegt, dass sich das Radfahren über die Inseln sicher und besonders abwechslungsreich gestalten lässt.