Ritsurin-Garten

Ritsurin-Garten

Shikoku Region

85/10090 min

Der Ritsurin-Garten in Takamatsu, Japan, zählt zu den größten und bekanntesten Wandelgärten des Landes. Er wurde 1745 fertiggestellt, nachdem über ein Jahrhundert hinweg aufeinanderfolgende Feudalherren das Gelände weiterentwickelt hatten. Mit rund 750.000 Quadratmetern Fläche bietet er eine gelungene Mischung aus traditionellem japanischem Gartendesign und späteren westlichen Einflüssen. Der Garten liegt in einem ehemaligen Flussbett auf der Ostseite des Mt. Shiun und integriert zahlreiche Teiche, Bäche und kleine künstliche Hügel, die die natürliche Schönheit des Ensembles unterstreichen. Der südliche Bereich bewahrt den traditionellen japanischen Stil mit historischen Teehäusern wie dem Kikugetsu-tei, das bis in die frühe Edo-Zeit zurückreicht, sowie sorgfältig kultivierten schwarzen Kiefern namens Hakomatsu, die zu geometrischen Formen geformt wurden. Der nördliche Bereich wurde, nachdem der Garten 1875 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, im westlichen Stil neu gestaltet; hier gibt es ein Museum und Galerien für Volkskunst. Besucher können die mit Koi-Fischen bevölkerten Teiche bewundern und Highlights wie den Wild Duck Hunting Moat sowie die künstlichen Berge Hiraiho und Fuyō-ho entdecken. Der Ritsurin-Garten ist bis heute ein bedeutendes Kultur- und Ausflugsziel und als „Special Place of Scenic Beauty“ ausgezeichnet. So lädt er dazu ein, die stillen Landschaften und den historischen Charme in vollen Zügen zu erleben.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch im Ritsurin-Garten ist im Frühling wegen der Kirschblüten und im Herbst wegen des bunten Laubs. Für geführte Touren und Bootsausflüge auf dem Südlichen See sind im Voraus Reservierungen empfohlen. Der Garten bietet ermäßigten Eintritt für Seniorinnen und Senioren sowie für Gruppen. Planen Sie für die Erkundung der Hauptbereiche mindestens 90 Minuten ein, damit es entspannt bleibt. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar über die Ritsurin-Kōen-Kitaguchi Station (JR) oder die Ritsurin-Kōen Station (Kotoden). Vor Ort gibt es Münzschließfächer und die Möglichkeit zur Ausleihe von Rollstühlen.

Interessante Fakten

  • Der Ritsurin-Garten umfasst eine Fläche von ungefähr 750.000 Quadratmetern und zählt damit zu den größten Wandelgärten Japans.
  • Der Garten hat das Teehäuschen Kikugetsu-tei, das um 1640 während der frühen Edo-Zeit erbaut wurde.
  • Seine schwarzen Kiefern, Hakomatsu genannt, werden sorgfältig in geometrische Formen geschnitten – eine traditionelle gärtnerische Kunst.
  • Der Ritsurin-Garten beherbergte einst einen Zoo und ein Schwimmbad, die inzwischen entfernt wurden.
  • Der Garten besitzt mehrere künstliche Berge, darunter Hiraiho und Fuyō-ho, die das Landschaftsdesign zusätzlich bereichern.

Geschichte

1625

Der Bau des Ritsurin-Gartens begann 1625 unter Ikoma Takatoshi, dem Feudalherrn von Takamatsu.

Er gestaltete den Garten rund um den South Pond und nutzte Mt.

Shiun als malerische Kulisse.

1745

Aufeinanderfolgende Herren, darunter Matsudaira Yorishige und der fünfte Herr Yoritaka, trugen zur Erweiterung und weiteren Verfeinerung bei, bis der Garten 1745 vollendet war.

1868

Nach der Meiji-Restauration 1868 wurde der Garten vom Staat in Anspruch genommen und 1875 als Präfektur-Garten für die Öffentlichkeit geöffnet.

1953

Im Laufe der Zeit wurde der nördliche Bereich mit westlichen Einflüssen neu gestaltet, und 1953 erhielt der Garten den Status „Special Place of Scenic Beauty“.

So bleibt seine kulturelle und historische Bedeutung erhalten.

Ortsführer

1
Kikugetsu-tei (Moon Scooping Pavilion)circa 1640

Ein historisches Teehäuschen im südlichen Teil des Gartens, das um 1640 erbaut wurde und traditionelle Teezeremonien sowie Ausblicke auf die Teiche und das Grün im Garten bietet.

2
Hakomatsu (Schwarze Kiefern)

Diese schwarzen Kiefern werden mit großer Sorgfalt kultiviert und in kunstvolle geometrische Formen und Figuren geschnitten, was traditionelle japanische Gartentechniken in den Mittelpunkt stellt.

3
Künstliche Berge Hiraiho und Fuyō-ho

Vom Menschen geschaffene Hügel im Inneren des Gartens, die der Landschaft mehr Tiefe und Vielfalt geben. Sie sind so angelegt, dass sie die natürliche Kulisse des Mt. Shiun ergänzen.

4
Südlicher See (Nan-ko) und Westlicher See (Sai-ko)

Große Teiche mit Koi-Fischen. Hier können Besucher die Fische füttern und auf dem Südlichen See Boot fahren – das trägt zur ruhigen Atmosphäre im Garten bei.

Kontakt

Telefon: 087-833-7411